Bietigheim-Bissingen 62 Haltestellen sind umgebaut

Von Heidi Vogelhuber
Am Hillerplatz Foto: /Oliver Bürkle

Künftig sollen Menschen mit Behinderung den ÖPNV besser nutzen können.

„Wir haben seit 2019 am Umbau der Bushaltestellen gearbeitet, um weitestgehend barrierefreie Einstiege zu ermöglichen. Es wurden Bordsteine erhöht, indem sogenannte Kasseler Sonderborde mit bis zu 21 Zentimetern Höhe eingebaut wurden. Es gab teilweise neue Wartehäuschen und es wurden Blindenleitsteine eingebaut“, gibt Bietigheim-Bissingens Anette Hochmuth einen Überblick darüber, was die Stadt bereits getan hat, um die Bushaltestellen in Bietigheim-Bissingen barrierefrei zu gestalten. Von den insgesamt 131 Haltestellen im Stadtgebiet mussten 91 überarbeitet werden. In den Jahren 2019/2020 geschah das an 23 Haltestellen; zwei Wartehäuschen wurden neu aufgestellt. „Die Kosten lagen bei circa 420 000 Euro, wofür das Land rund 360 000 Euro Zuschuss gewährte“, erklärt Hochmuth.

1,5 Millionen für 68 Haltestellen

In den Jahren 2021/2022 wurden 68 weitere Haltestellen barrierefrei umgebaut, die die Stadt 1,5 Millionen Euro kosteten. Am Donnerstag teilte das Regierungspräsidium Stuttgart (RPS) nun mit, dass das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg Bietigheim-Bissingen Mittel in Höhe von 962 000 Euro zugesprochen hat, die den barrierefreien Ausbau von Bahnhaltepunkten fördern sollen. Ziel sei, Menschen mit Handicap einen einfacheren Zugang zum öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu ermöglichen. Zugleich komme sie allen Nutzerinnen und Nutzern des ÖPNV zugute: Beispielsweise wird auch der Ein- und Ausstieg mit Kinderwagen oder Gepäck vereinfacht.

Regierungspräsidentin Susanne Bay wies dazu darauf hin, wie wichtig Nutzerfreundlichkeit beim Ausbau des ÖPNV sei: „Ein ÖPNV mit Zukunft muss nachhaltig und umweltfreundlich sein. Nutzerfreundlichkeit und den Zugang für alle ist dabei ein zentraler Bestandteil. Daher freue ich mich sehr, dass rund 962 000 Euro Mittel aus dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz in den barrierefreien Umbau der Haltestellen in Bietigheim-Bissingen fließen.“

In Bietigheim sind die Baumaßnahmen bis jetzt an 62 Haltestellen abgeschlossen. Auch fünf neue Wartehäuschen wurden errichtet. „Einige Haltestellen können derzeit nicht umgebaut werden, weil in ihrem Umfeld größere Baumaßnahmen fertiggestellt werden müssen beziehungsweise noch Planungen laufen, die den Haltepunkt tangieren“, merkt Hochmuth an. So verzögern sich zum Beispiel die Bushaltestellen entlang der B27 noch, da diese im Rahmen der Straßensanierungen voraussichtlich 2024 erledigt werden. Am Hillerplatz, der jüngsten Maßnahme, fehlen noch die Wartehäuschen.

 
 
- Anzeige -