Bietigheim-Bissingen Asiatische Tigermücke nachgewiesen

Von bz
Die Asiatische Tigermücke. Foto: KEYSTONE/dpa/Ennio Leanza

Auch in Bietigheim-Bissingen gibt es jetzt einen Fund des Insekts. Die Stadtverwaltung weist auf die Gefahren hin.

Am 8. Juli hat die Stadt Ludwigsburg von einem Fund der Asiatischen Tigermücke berichtet, jetzt wurde das Insekt auch in Bietigheim-Bissingen nachgewiesen, wie die Stadtverwaltung am Dienstag mitteilte. Man wolle die Bevölkerung auf den Fund aufmerksam machen, so die Stadt, da die Asiatische Tigermücke tagaktiv, sehr stichfreudig und aggressiv sei. Sie könne tropische Krankheitserreger wie Dengue-, Chikungunya- oder Zika-Viren übertragen, sodass eine Ausbreitung vermieden werden sollte.

Schwarz-weißes Muster

Laut der Mitteilung erkennt man die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) an ihrem auffälligen schwarz-weißen Muster: Ein weißer Streifen verläuft längs über ihren Rücken, und auch Beine und Körper sind weiß gestreift. Das letzte Endglied des Hinterbeines ist weiß („weißes Söckchen“). Sie ist kleiner als heimische Stechmücken (drei bis acht Millimeter), fliegt nahezu lautlos und sticht vor allem tagsüber – oft mehrfach.

Asiatische Tigermücken legen ihre Eier an den Innenrand von wassergefüllten Behältnissen. Blumentopfuntersetzer, Gießkannen, Eimer, Regentonnen, alte Reifen, verstopfte Regenrinnen oder Abläufe seien ideale Brutstätten, heißt es weiter. Belebte Teiche und bewegtes Wasser dienten der Asiatischen Tigermücke hingegen nicht als Brutstätte. „Tigermücken bevorzugen Kleinstwasseransammlungen und können – da sie winzig sind – durch sehr kleine Schlitze und Öffnungen krabbeln. Bereits eine Wasserhöhe von zwei Zentimetern über einen Zeitraum von mindestens einer Woche ist ausreichend für eine vollständige Entwicklung der Larven“, warnt die Stadt. Daher sollte stehendes Wasser mindestens einmal wöchentlich komplett ausgeleert werden, Gefäße sollten dauerhaft abgedeckt oder Bti-Tabletten angewendet werden.

Übertöpfe ausleeren

Im Larvenstadium kann die Tigermücke laut Stadt wie folgt bekämpft werden: Müll, Altreifen und unbenutzte Gefäße entsorgen, Regentonnen, hohle Zaunpfähle und Zisternen abdichten, Gießkannen und Gartengeräte trocken lagern beziehungsweise umdrehen, Dachrinnen und Ablaufrinnen freihalten, Tiertränken, Untersetzer und Übertöpfe wöchentlich ausleeren und auswaschen beziehungsweise das Wasser wechseln.

Insofern Asiatische Tigermücken gesichtet werden, können Aufnahmen der Tiere unter https://www.kabsev.de/stichts/ gemeldet werden. Die Stechmücken sollten bis zur Rückmeldung aufbewahrt werden. bz

 
 
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