Bietigheim-Bissingen Auf der Enz waren die Kanuten los

Von Walter Christ
Bei der ersten Stadtmeisterschaften im Kanu-Slalom des Kanu-Club traten immer zwei Kanuten gegeneinander an. Foto: /Martin Kalb

Ermutigende Stadtmeisterschaften-Premiere im Kanu-Slalom mit 86 Teilnehmern – Canadier-Rennen populär wie eh und je

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ehr oder weniger meisterlich und rasant haben am Samstag insgesamt 86 Mädchen und Jungen, Frauen und Männer auf der Enz die Slalom-Kurve(n) gekriegt und damit zu einem vielversprechenden Stadtmeisterschaften-Debüt des Kanu-Clubs Bietigheim beigetragen. Dazu kamen noch zig Teams des Canadier-Rennens sowie Boote eines kommerziellen Anbieters: Auf der idyllischen Enz Im Fischerpfad waren übers Wochenende lautstark und rege die Kanuten los.

„Weiter, weiter, weiter“

„Zieh, Laila, zieh“, „hopp hopp, hopp“, „gib alles Ludwig“ oder beispielsweise „weiter, weiter, weiter“, schallte es zusammen mit viel Applaus am subtropischen Samstagnachmittag unterhalb des Kanu-Club-Vereinsheimes vom Ufer hin zu Wassersportlerinnen und Wassersportlern von Jung bis Alt, die mit ihren Paddeln im wahrsten Sinne des Wortes in See gestochen waren, um an elf Toren ihr Können zu messen.

Gefragt waren bei der 1. Bietigheim-Bissinger Kanu-Slalom-Regatta, die von Eigengewächs Elias Epple vorbildlich initiiert, organisiert und bei allen bestens angenommen worden war, weniger Bizeps und Trizeps als vielmehr Geschicklichkeit und Konzentration.

Jürgen Klein, Vorsitzender des 70 Jahre alten und 480 Mitglieder inklusive 100 Kinder und Jugendliche zählenden Gastgebervereins, konnte davon ein Lied singen: Eigentlich bestens drauf, steuerte er kurz vor dem Ziel noch ein Tor verkehrt rum an: 50 Miese. Alle Hoffnung galt damit dem zweiten (erfolgreichen) Lauf. Anderen Sportlern in Einer- und Zweier-Booten ging es ähnlich.

Epples Idee, nach Stadtlauf-, Fußball-, Ski- und Tennis-Stadtmeisterschaften nun solche auch im Kanu-Sport zu schaffen, kam bestens an, was sowohl die alle überraschende Teilnehmer-Zahl von Mannheim bis Bietigheim-Bissingen, als auch das gelungene Bootshaus-Fest, Kinderfest und der abendliche Auftritt der Band „Beautycase“ zeigten.

Zweifacher Weltmeister

Unter den Besuchern war auch der zweifache Mannschafts-Weltmeister (1969 und 1971) Wolfgang Jogwer – zusammen mit Ulrich Raysz und Anne Hübner das internationale Aushängeschild des ausgesprochen vielseitigen und visionären KCB, der zu den größten Vereinen im Landesverband Baden-Württemberg zählt. Kein Wunder, dass dann auch nahezu alle Titel vom KCB eingeheimst und neben Urkunden auch mit Preisen belohnt wurden.

65 Teams à sechs Paddlern machten dann auch am Sonntag, wie seit rund 35 Jahren üblich, das Canadier-Rennen zu einem weiteren Erlebnis. Hier kam es über 1,2 Kilometer auf der etwa eineinhalb Meter tiefen, 17 Grad warmen und nach der Einschätzung von Jürgen Klein „relativ sauberen“ Enz wieder mehr auf Power und synchronen Rhythmus an.

Die Teams kamen laut Pressesprecherin Laila Klein, ihrem Mann Jürgen Klein, „Canadier-Chef“ Daniel Albrecht und Elias Epple von Leonberg bis Heilbronn und von Firmen, Vereinen und Familien. Im Gegensatz zu den Stadtmeisterschaften, an denen nur Akteure aus Bietigheim-Bissinger Vereinen beziehungsweise aus Bietigheim-Bissingen in die Wertung kommen konnten, durfte hier jedermann um Punkte wetteifern.

– Ergebnisse Parallelslalom

– Ergebnisse Canadierrennen

 
 
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