Im Mai gehen die Sanierungsarbeiten an der Bundesstraße 27 in die nächste Phase. Die Auwiesenbrücke wird gesperrt. Gleichzeitig beginnt die Sanierung der Landesstraße Richtung Löchgau. Zwischen dem Ortsausgang von Bietigheim und dem Scheulerhof wird die Landesstraße L 1107 ebenfalls komplett gesperrt. Das Regierungspräsidium (RPS) setzt mit dieser Doppelsperrung dieselbe Taktik fort, die sie bereits mit der parallelen Sanierung der Landesstraße nach Sachsenheim und den ersten Bauabschnitten entlang der B 27 verfolgt hat. „Das, was jetzt kommt, ist verkehrlich der anspruchsvollste Teil“, sagt der Leiter des Baureferats-West RPS, Andreas Klein, auf BZ-Anfrage.
Bietigheim-Bissingen Bauphase startet in den Ferien
Es geht weiter mit der Mammutbaustelle: In den Ferien wird die Auwiesenbrücke in Bietigheim-Bissingen gesperrt. Zeitgleich wird die Landesstraße nach Löchgau saniert.
Abbiegestreifen wird verlängert
Derzeit werden die drei Firmen, die die unterschiedlichen Arbeiten durchführen sollen, beauftragt, sagt Klein. In den Pfingstferien wird unter anderem der Grünstreifen zwischen Großingersheimer Straße und Auwiesenstraße entfernt, „um Platz zu schaffen“, sagt Klein – zunächst für die Bauarbeiten, später für die Verlängerung des Rechtsabbiegestreifens aus Richtung Karl-Mai-Allee auf die Auwiesenbrücke, um Rückstaus zu vermeiden.
Für die neue Phase der Bauarbeiten wird in den Pfingstferien die Verkehrsführung geändert (die BZ berichtete). Bei deren Einrichtung muss schrittweise vorgegangen werden. Zunächst soll mit der L 1107 begonnen werden, dann wird die innerstädtische Umleitung über die Hillerstraße eingerichtet, für die unter anderem Signalanlagen aufgestellt werden müssen. Erst wenn das alles steht, kann die Auwiesenstraße gesperrt und die restliche Absperrung an der B 27 errichtet werden.
„Der Knoten an der Großingersheimer Straße funktioniert während der Bauarbeiten weiterhin in alle Richtungen“, sagt Klein. Die einspurige Verkehrsführung auf der B 27 bleibe auch weiter bestehen, allerdings verschiebt sich diese in Richtung Zentrum – von der Höhe Eisenbahnbrücke/Big Park/McDonald’s ab bis hinunter zur Großingersheimer Straße. „Wenn die einstreifige Führung unten aufgebaut wird, wird sie weiter oben abgebaut“, sagt Klein.
Sowohl der Stadt als auch dem RPS sei bewusst, dass sich die Verkehrsproblematik durch die Sperrung der Auwiesenbrücke deutlich verschärfe. „Bis zum Pferdemarkt sollen die Arbeiten an der Brücke abgeschlossen und diese Umleitungen wieder abgebaut sein, das ist das klare Ziel“, sagt Klein.
Rückmeldung sind gemischt
Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung zur langwierigen Baustelle sind gemischt, sagt Ina Klein vom Presseamt der Stadt: „Die Maßnahmen sind für alle eine Belastung.“ Neben Pendlern, die stark davon betroffen seien, gebe es aber auch Befürworter der Baumaßnahme, die dankbar sind, dass die bestehende Infrastruktur aufrechterhalten wird. Darüber hinaus gebe es auch Beeinträchtigungen in Handel und Gewerbe. Die Stadt bemühe sich darum, „vollumfänglich und zeitnah zu informieren“, sagt Klein, „und Vorschläge und Anregungen wie Ampelschaltungen offen zu prüfen“. Auch im Hinblick auf den nächsten Schritt hofft sie auf gegenseitiges Verständnis. Claudia Mocek
