Bietigheim-Bissingen Baustellen sind im Zeitplan

Von Claudia Mocek
Die Asphaltierung der L1107 ist bereits abgeschlossen. Foto: /Oliver Bürkle

Die Bauarbeiten an der Auwiesenbrücke, B 27 und L 1107 in Bietigheim-Bissingen laufen. Das Regierungspräsidium und die Stadt sind mit dem Verlauf zufrieden.

Es läuft“, sagt die Sprecherin der Stadt Bietigheim-Bissingen, Anette Hochmuth, über die Baustelle an der B 27 und der Auwiesenbrücke. Es gebe zwar immer mal wieder Stau zu den Stoßzeiten, vor allem am Ortseingang aus Richtung Besigheim, aber insgesamt sei die Stadt mit der Umsetzung der Baustellen zufrieden. Auch der Leiter des Baureferats West im Regierungspräsidium (RPS), Andreas Klein, ist optimistisch, dass die Brücke zum Pferdemarkt wieder freigegeben werden kann. Eine Einschränkung könnte sich nur durch das Wetter ergeben.

„Die B 27-Baustelle läuft auch gut“, derzeit liegen die Arbeiten vor dem Zeitplan, „bei der Auwiesenbrücke sind wir im grünen Bereich“, sagte er. Die 1974 gebaute Brücke sei in einem guten Zustand. Mit der Sanierung zum jetzigen Zeitpunkt habt die Stadt „alles richtig gemacht“, findet Klein. Nach dem Abschluss der Arbeiten sei die Brücke fit für weitere 50 Jahre.

Auch die Arbeiten an der L 1107 gehen voran. „Die Strecke zwischen Bietigheim und Löchgau ist asphaltiert“, sagt Klein. Bei den Arbeiten hatte das RPS einen zweiten Kanal gefunden, der vorher nicht bekannt war und der saniert wurde. Nun stehen Arbeiten am Radweg und den Einmündungen sowie die Erstellung des Banketts und der Entwässerungsmulden an. „Wir sind in der Zeit“, sagte Klein. Er schätzt, dass die Straße Ende August fertig gestellt sein wird.

Auch wenn die Baustellen aus Sicht des RPS gut laufen: „So viele Baustellen in die Sommerferien zu legen, das mache ich nicht mehr“, zieht Klein ein Fazit. Zwar sei der Vorteil, dass in dem Zeitraum keine Schulbusse fahren und es im Durchschnitt weniger Verkehr gibt. Doch die Baufirmen klagten über die hohe Auslastung in den Ferien und mangelnde Aufträge zu anderen Zeiten. Auch die eigenen Mitarbeiter seien überlastet.

Neu hinzu kommt nun noch die Fahrbahnsanierung der L 1115 zwischen dem Wohngebiet Neusatz in Besigheim und Ottmarsheim. Das RPS sperrt die Straße ab Mittwochabend, 29. Juli, 18 Uhr. Die Maßnahme sei schon länger geplant gewesen, sagt Klein. Nach der Sperrung der Neckarbrücke sei darüber im Kreis der Verantwortlichen noch einmal abgestimmt worden, doch das geringere Verkehrsaufkommen aufgrund der Brückensperrung sei als Argument für die Fahrbahnsanierung gewertet worden. „Die Rettungskräfte stimmen sich mit der Baufirma ab, sie können auch während der Arbeiten fahren“, sagte Klein.

Knotenpunkt in Gemmrigheim

Was die Situation am Knotenpunkt Gemmrigheim angeht, hier soll die Zu- und Abfahrt nach Gemmrigheim verbessert, die Leistungsfähigkeit optimiert werden. Für die Arbeiten ist das Landratsamt zuständig. Seit dem 27. Juli laufen hier die Vorarbeiten, die sich aber noch nicht auf den Verkehr auswirken, teilt Pressesprecher Dr. Andreas Fritz auf Anfrage mit.

Zunächst führt die NetzeBW Sicherungsarbeiten an einem Stromkabel entlang der K 1625 durch. Im August sollen dann vorbereitende Arbeiten für den Weiterbau des Kreisverkehrs im Bereich des Regenrückhaltebeckens vorgenommen werden, bevor über weitere Baumaßnahmen im September entschieden wird. Durch die Bauarbeiten im August wird die restliche Bauzeit am Kreisverkehr verkürzt. Diese finden in den Randbereichen statt und umfassen den Bankettbereich nördlich der K 1625, die Zufahrt zur Kläranlage und zur Firma Blatt sowie den Bereich des Regenrückhaltebeckens.  

Auch die Arbeiten im August haben laut Fritz keinen Einfluss auf den Durchgangsverkehr: Während dieser Zeit kann der Durchgangsverkehr weiterhin über die K 1625 sowie die Zufahrt K 1623 von und nach Gemmrigheim wie gewohnt fließen. Die nördliche Zufahrt zum Klärwerk und zu der Firma Blatt werde jedoch nicht nutzbar sein. Die Umleitung über das Wohngebiet wird wie bereits in früheren Bauphasen ausgeschildert.

Warten auf die Untersuchung

Sollten die Untersuchungen ergeben, dass die Brücke dauerhaft nicht mehr für den Pkw-Verkehr genutzt werden kann, werde man den Kreisverkehr dennoch irgendwann fertigstellen müssen, beispielsweise während der Ferienzeit – auch wenn dies vorübergehend zu Staus führen sollte. „Ergeben die Untersuchungen hingegen, dass die Wehrbrücke in Besigheim wieder für den Pkw-Verkehr freigegeben werden kann, werden wir den Kreisverkehr so schnell wie möglich fertig bauen, damit die derzeitige Verkehrssituation zeitnah beendet wird“, sagte der Sprecher.

Wegen der Sperrung der Besigheimer Neckarbrücke kommt es am Knotenpunkt K 1623/K 1625 sowie in Kirchheim zu einer höheren Verkehrsbelastung. Um die Verkehrssituation an der Kreuzung B 27/K 1625 (Max-Eyth-Straße) in Kirchheim zu optimieren, wird der Verkehr über die Neckarbrücke mittels Pförtnerampel reguliert. Die Regulierung wird voraussichtlich im Laufe des Augusts eingerichtet. Diese Maßnahme ist von den Bauaktivitäten am Kreisverkehr unabhängig und wird rückgängig gemacht, falls die Neckarbrücke wieder für den Verkehr freigegeben werden kann.

 
 
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