Blut zu spenden ist gelebte Solidarität“, sagte Oberbürgermeister Jürgen Kessing am Donnerstagabend bei einer Feierstunde im Bietigheimer Ratssaal. Der Anlass: 32 Mehrfach-Blutspender, die seit vielen Jahren regelmäßig zum Blutspenden gehen, wurden geehrt. Darunter waren 16 Personen, die zehn Blutspenden geleistet haben, sieben Mal wurden 25-fache Blutspender geehrt, vier Personen hatte bereits 50 Blutspenden abgegeben, drei Personen waren bereits 75 Mal und ein Bürger war sogar 125 Mal bei den Blutspendeaktionen dabei. Kessing sprach ihnen auch persönlich seinen Dank aus.
Bietigheim-Bissingen „Blutspender sind Helden des Alltags“
Bei einer Feierstunde im Bietigheimer Ratssaal wurden am Donnerstag 32 langjährige Blutspender geehrt. OB Jürgen Kessing betonte, dass Blut nach wie vor knapp sei.
Friedrich Eberhardt hat schon 125 Mal gespendet
Ganz besonders hob der Oberbürgermeister die acht Vielfach-Spender hervor: Rainer Geppert, Marc Hanauska, Michael Leibbrandt und Oliver Weigle haben bereits 50 mal Blut gespendet, Henning Deichert, Wolfgang Kollhoff sowie Gabriele Schmidt waren schon 75 Mal beim Blutspenden und Friedrich Eberhardt hat es sogar schon 125 Mal geschafft.
Die langjährigen Blutspender erhielten Ehrenurkunden und Ehrennadeln des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg sowie Gutscheine der Stadt Bietigheim-Bissingen. Besonders begrüßte der Oberbürgermeister außerdem die älteste Blutspenderin in Bietigheim-Bissingen, Ilse Dautel, die bereits 40 Mal gespendet hat. „Dafür gibt es zwar keine offizielle Urkunde – aber ein großes, herzliches Dankeschön von der Stadt“, so Kessing. In seiner Ansprache an die Teilnehmer der Feierstunde betonte Kessing die hohe Bedeutung des Blutspendens. Da Blut nach wie vor nicht künstlich hergestellt werden kann, gleichwohl bei vielen Erkrankungen, Unfällen und anderen Operationen unverzichtbar ist, seien viele Menschen auf die Blutspende-Bereitschaft ihrer Mitmenschen angewiesen. „Wir sollten uns immer bewusst machen: Jede und jeder von uns kann irgendwann selbst auf Blut angewiesen sein“, betonte der Rathauschef.
Kessing betont die Bedeutung des Blutspendens
Blutspender seien „Helden des Alltags“, die nicht lange redeten, sondern handelten. „Menschen, die Verantwortung übernehmen und sich Zeit nehmen für andere“, so Kessing. „Ich habe einmal gelesen, dass nur etwa drei von hundert Menschen regelmäßig Blut spenden. Sie gehören also zu einer kleinen, aber unglaublich wichtigen Minderheit“, lobte der Oberbürgermeister. In einer Zeit, in der oft von Egoismus die Rede sei, zeige das, dass der Zusammenhalt lebe. Er betonte, dass Blut nach wie vor knapp sei. In Deutschland würden täglich rund 15.000 Blutkonserven benötigt. Kessing: „Deshalb sind regelmäßige Spenden so wichtig.“ Er rief daher auch dazu auf, weiterhin für das Blutspenden zu werben. Ohne diese Leistung für die Menschen könnte das Leben vieler Kranker nicht gerettet werden.
