Bietigheim-Bissingen Die Autoscooter sind die Renner

Von Markus Wirth
Einer der Renner am Familientag auf dem Pferdemarkt war das klassische Kettenkarussell, welches sich vor allem an die kleinsten Kinder richtete. Aber auch die beiden Autoscooter waren äußerst stark frequentiert. Foto: /Oliver Bürkle

Der letzte Tag auf dem Pferdemarkt ist traditionell Familientag. Bei vergünstigten Fahrpreisen wird der Rummel nochmals in Beschlag genommen.

Der letzte Tag des Pferdemarkts gehört traditionell den Familien – und hier vor allem den Kindern. Die Marktbeschicker locken, bevor die Buden abtransportiert und die Fahrgeschäfte demontiert werden, mit attraktiven Preisen nochmals die Menschenmassen an.

So war es auch gestern, als dann doch schon ein Stück Abschied in der Luft lag, denn der Krämermarkt war bereits gänzlich abgebaut. Da das Wetter erneut stimmte – wie übrigens auch an den vier Tagen zuvor - war schon kurz nach dem offiziellen Start des Familientags das Festgelände bestens gefüllt, in den Budengassen gab es fast kein Durchkommen.

Geschicklichkeitsspiele sind bei den Kindern äußerst beliebt

Äußerst beliebt bei kleineren Kinder war das Entenangeln und das „Spiel ohne Grenzen“, bei dem man mit einer Schöpfkelle kleine, verschiedenfarbene Kunststoffbälle aus dem mittig aufgebauten Wasserbassin fischen musste. Hier wurde Geschick mit kleinen Gewinnen belohnt, zum Beispiel mit Flugzeugmodellen, Bastelbögen, Puppen und Plüschtieren. Beliebter Anlaufpunkt waren begreiflicherweise auch jene Stände, an denen es Eis gab – egal, ob Softeis, Slush oder herkömmliches Eis aus der Tüte – bei gut 30 Grad im Schatten versprachen die Leckereien wenigstens etwas innere Kühlung.

Der Freefalltower war weniger frequentiert, auch beim Break Dancer musste niemand lange warten, ähnlich sah es beim Konga und beim Airwolf aus. Schlangen bildeten sich jedoch an jenen Ständen, die die Klassiker einer Kirmes sind – beim Dosenwerfen, bei der Cartoon Party, bei dem Tüten geangelt werden musste, und bei Zauber der Phantasie, einer Berg- und Talbahn für Kleinkinder, waren ebenfalls meist alle Fahrzeuge besetzt.

Ein Eigenläufer war außerdem das Kettenkarussell im zentralen Bereich des Rummels, ebenso die beiden Autoscooter. Grundsätzlich hatten die Bedienungen in den Imbisswagen ordentlich zu tun, denn auch hier gab es reduzierte Preise, was von den Besuchern des Familientags rege genutzt wurde. Lediglich an den Ständen am nördlichen Ende des Festgeländes war kundenmäßig durchaus noch Luft nach oben. Magenbrot, gebrannte Mandeln und andere Nüsse sowie Süßes wurde hingegen gerne gekauft, meist musste man nur die Hälfte des Preises zahlen als an den anderen Pferdemarkt-Tagen.

Auch das KInderschminken ist ein wahrer Selbstläufer

Gut angenommen wurde auch das Kinderprogramm im Festzelt und das Schminken von Gesichtern im Dreschschuppen. Beliebt waren zudem die drei Kletterbäume und die Wurstwalze im Schatten des Viadukts, wo sich die jungen Pferdemarktbesucher so richtig austoben konnten. Und wer den jeweiligen Kletterbaum ganz nach oben kraxelte, dem winkte eines der dort hängenden Plüschtiere.

Allgemein herrschte eine friedvolle, gelöste Stimmung, wobei nicht nur junge Familien den letzten Tag besuchten, sondern auch viele Jugendliche nutzten das Fest zu einem Treffen mit Freunden, ebenso gab es viele Besucher jenseits der 70 Jahre. Was beweist, dass der Pferdemarkt die Generationen verbindet und die fünf Tage auch das sind, als was sie gerne apostrophiert werden – als Bietigheims „Fünfte Jahreszeit“.

Gestern Abend ging es dann in und an der Reiteralm und dem Festzelt nochmals hoch her, als dort die Formation „Lecko mio“ spielte und mit ihren Songs zum Abschluss nochmals für ausgelassene Partystimmung sorgte, damit der Abschied vom Pferdemarkt dann doch nicht ganz so schwerfiel.

 
 
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