Von „A“ wie Anästhesietechnischer Assistent bis „Z“ wie Zerspanungsmechaniker: Über 100 Ausbildungsberufe von mehr als 50 Unternehmen aus der Region wurden auf der Ausbildungsmesse „Plan A“ des Jobcenters Landkreis Ludwigsburg am Montag im Bietigheimer Kronenzentrum interessierten Schülern und Berufseinsteigern vorgestellt. Außerdem gab es Informationen zu zahlreichen Studiengängen, Praktikumsmöglichkeiten sowie zum Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ). Die Messe fand bereits zum siebten Mal statt.
Bietigheim-Bissingen Die Frage nach der beruflichen Zukunft
Großer Andrang herrschte am Montag im Kronenzentrum bei der Ausbildungsmesse Plan A des Jobcenters Landkreis Ludwigsburg.
Zahlreiche Jugendliche nutzten die Chance – alleine, mit Freunden oder Familie –, sich über mögliche Berufsperspektiven zu informieren. Darunter etwa ein Jugendlicher, der gemeinsam mit seiner Mutter auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz war. „Ich weiß noch nicht, wo es für mich hingehen soll und wollte mir erstmal einen groben Überblick verschaffen“, sagte er. Ein paar Stellen, die ihn interessieren würden, habe er auch gleich gefunden, etwa bei der Stadtverwaltung oder bei Hofmeister.
Ganze Schulklassen vor Ort
Auch zahlreiche Schulklassen waren vor Ort, darunter Schülerinnen und Schüler der Mathilde-Plank-Schule in Ludwigsburg. Sie seien allgemein zum Schauen da, sagte ein Schüler. Konkrete Vorstellungen, in welche Richtung es beruflich gehen soll, habe er noch nicht. Doch nicht alle Besucher der Messe sind Jugendliche. So suchte eine Mutter Ausbildungsplätze für ihre beiden Töchter. Vorab habe sie sich auf der Internetseite der Ausbildungsmesse über die Arbeitgeber informiert. Im Kronenzentrum schließlich habe sie sich Inspiration geholt.
Aber nicht für alle verlief der Messebesuch erfolgreich. Ein junger Mann aus der Ukraine musste feststellen, dass seine Deutschkenntnisse noch nicht ausreichen, um eine Ausbildung als Elektriker oder Mechatroniker zu beginnen. In diesem Jahr sehe er dafür keine Möglichkeit, bis zum darauffolgenden Startdatum will er fleißig Deutsch lernen. Erfolgreich verlief die Messe aus Sicht der ausstellenden Arbeitgeber. Kaum ein Stand blieb über einen längeren Zeitraum ohne interessierte Besucher, manche umhüllte gar eine konstante Menschentraube.
„Wir sind begeistert vom Andrang und der Qualität der Gespräche“, sagt Miriam Krauter von der Stadt Bietigheim-Bissingen. Für dieses Jahr habe man bei der Stadt nur noch Ausbildungsplätze in der Kinderbetreuung offen, in der Verwaltung sei bereits alles belegt.
Durchgehend in Gesprächen
Zum ersten Mal vertreten ist das Unternehmen Olymp Bezner aus Bietigheim-Bissingen. Hier werden Ausbildungen als Industriekaufmann/-frau und Fachkraft Lagerlogistik sowie ein duales Studium im Bereich Handel und Fashionmanagement beworben. Amelie Klösch, selbst duale Studentin des Unternehmens, berichtete im Austausch mit Jugendlichen von ihren eigenen Erfahrungen. „Wir sind quasi die ganze Zeit in Gesprächen“, so ihr positives Fazit.
Zufrieden zeigte man sich auch am Stand der Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises Ludwigsburg (AVL). Manuel Mergl erklärte, dass hier zwei technische Ausbildungsberufe zur Verfügung stünden: einerseits als Baugerätefahrer, andererseits als Umwelttechnologe. Entgegen möglicher Klischees würden sich dabei jedoch nicht nur junge Männer für diese Berufsbilder interessieren.
Am Stand der RKH-Kliniken standen derweil Pflegeberufe im Fokus. Dabei laufe es sogar besser als erwartet, sagten Aylin Zimprich und Naomi Üzel. Viele Interessenten würden sich nach sprachlichen Voraussetzungen oder möglichen Praktika erkundigen, berichteten sie.
