Bietigheim-Bissingen DRK freut sich über neue Räume

Von Uwe Mollenkopf
Vorsitzender Michael Wolf (links) und Bereitschaftsleiter Alexander Bauer im Büro des neuen DRK-Gebäudes in Bietigheim. Foto: /Oliver Bürkle

Im April ging der Umzug des Ortsvereins von der Feuerwache in die ehemalige Notarztpraxis in der Uhlandstraße über die Bühne.

Wo früher Patienten versorgt wurden, hat sich jetzt das Deutsche Rote Kreuz eingerichtet. Die ehemalige Notarztpraxis in der Uhlandstraße 24 ist das neue Domizil des Ortsvereins Bietigheim-Bissingens, der durch die laufende Sanierung und den Umbau der Feuerwache in der Mühlwiesenstraße heimatlos geworden war. Doch Vorsitzender Michael Wolf und Bereitschaftsleiter Alexander Bauer sind darüber alles andere als traurig, ganz im Gegenteil. Das DRK habe schon länger nach einer Alternative zu den Räumen in der Mühlwiesenstraße gesucht, der neue Standort sei vom Zuschnitt her „wie für uns gemacht“, findet Wolf bei einem Vor-Ort-Besuch.

Material aussortiert

Vor dem Bezug der neuen Räume im April stand allerdings „ein Wahnsinnskraftakt“, blickt Wolf zurück. Der Ortsverein Bietigheim-Bissingen, 2015 aus einer Fusion der Ortsvereine in Bietigheim und Bissingen entstanden, hatte in seinen Kellerräumen am bisherigen Standort jede Menge Material, das vor dem Umzug aussortiert werden musste. Nur das wirklich Notwendige sollte mitgenommen werden. Was nicht mehr gebraucht wurde, wurde dem Verein Hope und teilweise auch der DLRG gespendet, vieles wurde auch entsorgt, erzählt der Vorsitzende.

In den Räumen in der Uhlandstraße standen vor dem Einzug Umbauarbeiten an. Hatte man zunächst geplant, diese in Eigenregie erledigen zu können, so erwies sich das dann doch als nicht praktikabel und es wurden Handwerker damit beauftragt. Alle Böden wurden neu gemacht, die Wände neu gestrichen, eine Trennwand entfernt und Leitungen neu verlegt.

Durch die Entfernung der Trennwand verfügt das DRK, das 35 bis 40 aktive Mitglieder zählt, nun über einen großen Gruppenraum. Hier können auch interne Fortbildungen stattfinden, sagt Bereitschaftsleiter Bauer. Für Sanitätskurse ist der Raum allerdings zu klein.

Daneben wurde ein Büro eingerichtet, es gibt Lagerflächen, eine Küche soll noch folgen. In der Mühlwiesenstraße sei diese zusammen mit den Feuerwehrangehörigen benutzt worden, ebenso die Toiletten, schildern Wolf und Bauer. Umziehen musste man sich zuvor in der Fahrzeughalle, wohingegen es nun zwei nach Frauen und Männern getrennte Umkleiden gibt. Das Jugendrotkreuz (zehn bis 15 Mitglieder) hat im Untergeschoss der ehemaligen Notarztpraxis sein neues Reich gefunden.

Gesamtkosten: 650.000 Euro

Als Nächstes sollen nun noch für die DRK-Fahrzeuge, die momentan vor dem Gebäude geparkt sind, insgesamt fünf Garagen gebaut werden. Der Bauantrag sei schon genehmigt, so Wolf, er hoffe, dass noch im Herbst mit den Arbeiten begonnen werden könne. Schön wäre es, wenn die Garagen bis Sommer 2027 fertig wären, dann könne man den Abschluss der Arbeiten mit einem Sommerfest feiern.

Wolf geht von Gesamtkosten von 650.000 Euro aus, wovon 40.000 Euro (10.000 Euro mehr als zunächst gedacht) auf den Umbau im Inneren fallen. Von der Stadt Bietigheim-Bissingen gibt es dazu einen Zuschuss von 160.000 Euro, den Rest muss das DRK selbst tragen. Doch man habe über die Jahre Geld zurückgelegt, sodass dies aus Eigenmitteln gestemmt werden könne, schildern Wolf und Bauer. Dazu hätten Fördermitgliedschaften, Einnahmen aus der Coronazeit, in der es Schnelltestaktionen gab, Einnahmen aus Sanitätsdiensten und sparsames Wirtschaften beigetragen.

Nun ist die Freude über die neuen Räume groß. Man könne jetzt auch einen Tag der offenen Tür veranstalten, sagt Alexander Bauer, was bei der Feuerwehr nicht möglich gewesen sei. „Man kann sich jetzt auch zeigen“, so der Bereitschaftsleiter, der hofft, auf diese Weise auch neue Mitglieder gewinnen zu können.

 
 
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