Bietigheim-Bissingen wird am 16. Juli zum Schauplatz des Landesfinales des weltweit größten Schülerwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“. Schon seit 1969 wird der Wettbewerb, der als Sprungbrett vom Schul- in den Vereinssport bezeichnet wird, ausgetragen. In diesem Jahr steuert man auf ein Rekordjahr zu. Etwa 125.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren allein in Baden-Württemberg bei den Vorausscheidungen am Start. Beim Landesfinale messen sich nun in 16 olympischen und drei paralympischen Sportarten insgesamt 3350 Schülerinnen und Schüler, die von etwa 600 Lehrkräften begleitet werden.
Bietigheim-Bissingen „Ein so großes Event gab es noch nie“
Zum Landesfinale von „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ werden in Bietigheim-Bissingen am kommenden Mittwoch rund 3350 Schülerinnen und Schüler erwartet.
„In der Größenordnung gab es das auf Landesebene noch nie“, betont Pascal Müller, der als Referent des Zentrums für Lehrerbildung und Schulqualität (ZSL) für die Organisation des Events zuständig ist. „Wir wollen sowohl sportlich, aber auch außersportlich ein Highlight für alle Teilnehmer und ein unvergessliches Event schaffen. Dafür gilt es, den entsprechenden Rahmen zu bieten.“ Dass das Landesfinale in diesem Jahr in Bietigheim-Bissingen ausgetragen wird, geht übrigens auf die Idee von Müller zurück. Der 34-Jährige, der auch für seine Tätigkeit als Video Assistent Referee (VAR) im Profifußball bekannt ist, wohnt in Freudental und ist mit der Infrastruktur in Bietigheim-Bissingen daher bestens vertraut.
Volle Unterstützung der Stadt
„Im Oktober 2023 habe ich mir einen Telefontermin bei Oberbürgermeister Jürgen Kessing geben lassen und er hat sofort seine volle Unterstützung zugesichert“, schildert Müller die Anfänge der Planungsphase und weiter: „Ohne den Einsatz von Jürgen Kessing und den Mitarbeitern in der Stadtverwaltung wäre ein Event in dieser Größenordnung gar nicht möglich.“
Für eine eintägige Veranstaltung ist man in Bietigheim-Bissingen hinsichtlich der Sportstätten gut aufgestellt. Abgesehen vom Beach-Volleyball, Golf, Hockey, Sportklettern (alle in Ludwigsburg) und Rudern (Marbach) können die Wettkämpfe im Basketball, Beachhandball, Fechten, Fußball, Handball, Judo, Leichtathletik, Radsport, Schwimmen und Tennis und der Rhythmischen Sportgymnastik allesamt in der Stadt veranstaltet werden. Als paralympische Disziplinen werden Demo-Wettkämpfe im Rollstuhlbasketball, Schwimmen und Beachvolleyball stattfinden.
In der intensiven, eindreiviertel Jahre langen Vorbereitungszeit musste unter anderem genau geplant werden, wie die jungen Sportlerinnen und Sportler bei dem dezentralen Event von A nach B gelangen können. Insgesamt 16 Shuttlebusse werden im Einsatz sein, um die Schülerinnen und Schüler nach der Eröffnungsfeier am Mittwoch (9.30 Uhr) in der Ege-Trans-Arena zu den Sportstätten zu bringen. Nach Abschluss der jeweiligen Wettkämpfe geht es dann zurück zur Arena.
Die Stadt hat im Vorfeld die infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen, damit die Veranstaltung durchgeführt werden kann. Vor Ort sind am Wettkampftag mehr als 170 Helfer im Einsatz. Als wichtige Säulen für das Event sollen sie beispielsweise als Wege-Volunteers, die mit der Bahn ankommenden Schülergruppen in Empfang nehmen und als Ansprechpartner einen reibungslosen Ablauf ermöglichen. Als Ehrenamtliche helfen unter anderem Schüler der GMS Bissingen und aus den Ellentalgymnasien sowie Auszubildende und Studenten aus Ludwigsburg mit.
Große Abschlussveranstaltung
„Für die Wettkämpfe an den Sportstätten sind Zuschauer herzlich willkommen“, sagt Pascal Müller. Zur Abschlussveranstaltung am Mittwochabend (18 Uhr) in der Ege-Trans-Arena sind hingegen keine Zuschauerkapazitäten verfügbar. Denn das Finale im Handball wird dann im Rahmen der großen Abschlussveranstaltung vor den versammelten Teilnehmerinnen und Teilnehmern, den Lehrkräften und Ehrengästen, wie Ministerin Theresa Schopper, ausgetragen werden.
Neben dem olympischen Gedanken und dem Eventcharakter der Veranstaltung soll der sportliche Wert nicht außer acht gelassen werden. „Bei einem Landesfinale treten schließlich die Besten ihrer Altersklasse gegeneinander an. Das hat sportlich einen hohen Wert“, betont Müller. Die Veranstaltung sei daher auch mehr als ein riesengroßes Schulfest, denn in den einzelnen Sportarten wird die jeweilige Landesspitze abgebildet. Die Siegerteams in zehn der 16 Sportarten lösen mit ihrem Sieg das Ticket für das Bundesfinale im Herbst 2025 in Berlin. Für Sportarten, die in Berlin nicht veranstaltet werden, wie etwa die Rhythmische Sportgymnastik, endet der Wettbewerb mit dem Landestitel.
