Bietigheim-Bissingen Einrichtungshaus wird etwas kleiner

Von Uwe Mollenkopf
Die Brandruine bei Hofmeister in Bietigheim-Bissingen wird abgebrochen. Foto: /Martin Kalb

Das Unternehmen Hofmeister lässt den Gebäudeteil abbrechen, in dem es vor zwei Jahren brannte. Die Verkaufsfläche verringert sich von 50 000 auf 46 000 Quadratmeter.

Seit mehreren Wochen ist am Hofmeister-Einrichtungshaus in Bietigheim schweres Gerät im Einsatz. Der Gebäudeteil, in dem vor nicht ganz zwei Jahren ein verheerendes Feuer ausgebrochen war, wird abgerissen. Das Ziel: Im vierten Quartal dieses Jahres soll es im gesamten Einrichtungshaus eine Neueröffnung geben.

 Bereits vor einem Jahr hatte Firmenchef Frank Hofmeister im Gespräch mit der BZ darauf verwiesen, dass man sich mit der Frage beschäftige, ob das Möbelunternehmen die ganzen 50 000 Quadratmeter (inklusive Trendy) im Zuge der Neuaufstellung noch brauche. Wie Unternehmenssprecherin Christiane Faber nun auf Anfrage mitteilte, fiel die Entscheidung, die Brandruine abzureißen, „weil die Sortimente, die wir bisher auf einer Fläche von 4000 Quadratmeter angeboten haben, inzwischen in der Hauptsache online erfolgreicher vermarktet werden“.

Fassade wird neu gestaltet

Das heißt, die Verkaufsfläche des Bietigheim-Bissinger Familienunternehmens verringert sich durch den Abriss von 50 000 auf künftig 46 000 Quadratmeter. Dort, wo bisher das Brandgebäude stand, wird künftig Grünfläche sein, die Fassade wird neu gestaltet.

Im Juli 2023 hatte Hofmeister bereits einen Teil des Einrichtungshauses, der einem Drittel der dortigen Verkaufsfläche entspricht, mit einem großen Fest für die Mitarbeiter neu eröffnet. Zuvor waren unter anderem Böden, Decken, Beleuchtung und Geländer erneuert worden.

Laut Christiane Faber werden aktuell die restlichen zwei Drittel des Einrichtungshauses technisch ausgebaut. „Im Anschluss werden die zwei Drittel zu einem vollständigen, hochmodernen Einrichtungshaus eingerichtet“, so die Sprecherin. Damit wären dann die Auswirkungen des Brandes endgültig beseitigt.

Das Feuer im Einrichtungshaus war am Vormittag des 6. März 2022 vor einem geplanten Tag der offenen Tür in der Matratzen- und Bettenabteilung im zweiten Stock ausgebrochen. Um den sich entwickelnden Großbrand zu löschen, waren damals mehr als 250 Feuerwehrleute im Einsatz. Der Brand zog das betroffene Ausstellungsgebäude schwer in Mitleidenschaft, die Gesamtschadenssumme belief sich auf über zehn Millionen Euro. Als Brandursache gilt ein technischer Defekt.

 
 
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