Ruhig liegt das Wasser im Schwimmerbecken des Bads am Viadukt derzeit da. Im Außen- und Nichtschwimmerbecken ist das kühle Nass längst abgelassen. Und doch herrscht um die Becken herum reges Treiben. Seit 24. August hat das Hallenbad geschlossen. Bis zum 15. September werden hier Wartungsarbeiten durchgeführt. Große Umbaumaßnahmen stehen in diesem Jahr zwar keine an, langweilig wird es dem Team um Tobias Kretschmer, seines Zeichens Technischer Leiter der Bietigheim-Bissinger Bäder, trotzdem nicht.
Bietigheim-Bissingen Großputz im Bad am Viadukt
Das Hallenbad in Bietigheim-Bissingen ist noch bis 15. September für Wartungsarbeiten geschlossen. Neben einer Reinigung werden dabei auch kleinere Reparaturen vorgenommen.
Unter anderem habe man bereits die Deckenbeleuchtung ausgetauscht und – wo noch nicht erfolgt – auf LED-Technik umgestellt. „Die Hauptsache ist aber die Grundreinigung“, sagt Bäderleiter Thilo Dittmann. Allein damit seien zwei Mitarbeiter die vollen drei Wochen beschäftigt. Einzig beim Schwimmerbecken verzichte man darauf, das Wasser extra abzulassen. Alleine das anschließende Wiederauffüllen könne bis zu zwei Tage in Anspruch nehmen, erklärt Tobias Kretschmer. Zwar reinige man auch während des Bäderbetriebs nachts immer wieder, aber „jetzt haben wir mal drei Wochen Ruhe, um richtig zu arbeiten.“ Insgesamt werkeln während der dreiwöchigen Schließzeit acht bis zehn Mitarbeiter der Stadtwerke im Hallenbad.
Mehr Besucher auch im Sommer
Typischerweise erfolgt diese mehrwöchige Schließung des Hallenbades rund um den Pferdemarkt, wenn das Bad sowieso nur schwerlich zu erreichen sei. Nichtsdestotrotz, so Thilo Dittmann, stelle man fest, dass sich das Hallenbad auch im Sommer zunehmender Beliebtheit erfreue. Vor allem an Tagen, an denen das Freibad voll ist, würden die Menschen immer häufiger auch das Hallenbad als Alternative heranziehen. „Die Leute wollen trotzdem schwimmen, aber eben nicht in der prallen Sonne liegen“, so die Erklärung Dittmanns. In den kommenden zwei Wochen wird noch ein Fließenleger erwartet, der einerseits kleinere Beschädigungen im Bad ausbessert, andererseits an der Verkleidung des Sprungturms Hand anlegt. Hier sind bisweilen deutliche Risse in den Fließen zu erkennen. Mit der Maßnahme soll verhindert werden, dass an diesen Stellen Feuchtigkeit eindringt oder im schlimmsten Fall sogar Bruchstücke der Fließen herunterfallen, erklärt Kretschmer. Um den Sprungturm wird dafür noch ein Gerüst aufgebaut.
Schläuche werden getauscht
Kleinere Schäden an der Rutsche wurden bereits repariert, auch das Kinderbecken wurde bereits gereinigt. „Es ist immer eine Herausforderung, weil man nur drei Wochen Zeit hat, in denen alles fertig werden muss“, sagt Kretschmer, der zeitgleich auch im Badepark Ellental dafür Sorge tragen muss, dass technisch alles einwandfrei läuft.
Bisher liege man gut im Zeitplan, wenngleich unvorhergesehene Überraschungen nicht ausgeschlossen werden können. „Es kann immer sein, dass ein Ventil klemmt oder es irgendwo tropft, wo es nicht tropfen sollte.“ Generell sind auch im Herzen des Hallenbads, der Technik, einige Arbeiten zu erledigen.
Während ein Elektriker einen neuen Schaltschrank einbaut, sei etwa geplant, die Chlorgasschläuche des Bads auszutauschen. Spätestens alle fünf Jahre müsse dies erfolgen, erklärt Kretschmer. „Letztes Jahr haben wir das im Freibad gemacht, jetzt ist das Hallenbad dran und dann haben wir da wieder ein paar Jahre Ruhe. Weiter wurde die Kohle für die Wasseraufbereitung des Planschbeckens ausgetauscht, zudem sollen die Schwallwasserbehälter, die überschwappendes Beckenwasser aufsammeln und für zur Wiederaufbereitung weiterleiten, gereinigt werden.
Auch wenn in diesem Jahr keine größeren Arbeiten anstehen, werfe so manche Maßnahme trotzdem bereits ihre Schatten voraus. In absehbarer Zeit müsse man nämlich an die Lüftungsanlage heran, aktuell befinde man sich dafür noch in der Planungsphase, sagt Thilo Dittmann.
