Bereits seit dem Ruhestand von Dr. Georg Dietrich, Onkologe und Oberarzt der Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie, Hämato-Onkologie, Pneumologie und Palliativmedizin im RKH-Krankenhaus Bietigheim-Vaihingen, im März 2025 war die Betreuung der Patienten des dortigen Ambulanten Tumorzentrums (ATZ) standortübergreifend durch das Team der Onkologen des Klinikums Ludwigsburg sichergestellt worden. In diesem Zusammenhang waren auch die Öffnungszeiten reduziert worden. Nun steht fest, dass die Tage der Einrichtung am Standort Bietigheim gezählt sind.
Bietigheim-Bissingen Künftig weitere Wege für Patienten
Das Ambulante Tumorzentrum im Krankenhaus Bietigheim-Vaihingen wird bis zum Jahresende schrittweise nach Ludwigsburg verlagert. Die dortigen Leistungen sollen weiter ausgebaut werden.
Bereits jetzt 85 Prozent der Leistungen in Ludwigsburg
Wie Klinikensprecher Alexander Tsongas auf BZ-Anfrage mitteilt, wird das Ambulante Tumorzentrum in Bietigheim im Zuge des Ausbaus der onkologischen Leistungen am RKH-Klinikum Ludwigsburg schrittweise in das dortige Ambulante Tumorzentrum integriert. Dort würden bereits mehr als 85 Prozent der ambulanten onkologischen Leistungen erbracht. „Wir haben geplant, die schrittweise Integration des ATZ Bietigheim ins ATZ Ludwigsburg bis Ende des Jahres abzuschließen“, erklärt Tsongas zum Zeitplan.
Ein Ambulantes Tumorzentrum ist auf die ambulante Behandlung von Krebspatienten spezialisiert. Zu seinen wesentlichen Aufgaben gehören laut dem Sprecher insbesondere die Durchführung von Chemotherapien, Immuntherapien und Antikörpertherapien. Die beiden ATZ in Ludwigsburg und Bietigheim sind Teil der Sektion Hämatologie und Onkologie, Palliativmedizin unter der Leitung von Dr. Matthias Ulmer. Durch die Bündelung der Leistungserbringung in Ludwigsburg werde die Voraussetzung geschaffen, den Leistungsumfang insgesamt weiter auszubauen, so Tsongs zu den Gründen der Verlagerung.
Aus medizinischer Sicht biete insbesondere die Weiterentwicklung der Sektion „Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin“ am Standort Ludwigsburg „erhebliches Potenzial“, heißt es dazu auch im Unternehmensplan der RKH-Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim für 2026.
Von der organisatorischen Veränderung sind fünf Mitarbeiter betroffen. Von diesen hätten bereits vier einem Wechsel nach Ludwigsburg zugestimmt, erklärt der Klinikensprecher. Mit der erhöhten Personalkapazität könnten in Ludwigsburg mehr Tumorpatienten behandelt werden und von der fachlichen Kompetenz dieser Mitarbeiter profitieren. Für die Patienten aus der Gegend um Bietigheim-Bissingen bedeutet die Verlagerung allerdings, dass sie künftig weitere Wege fahren müssen, um in die Ambulanz zu kommen.
