Bietigheim-Bissingen Neue Caterer für Kitas und Schulen

Von Yannik Schuster
Rund 1000 Essen werden an Schulen und Kitas in Bietigheim-Bissingen täglich ausgegeben Foto: /Martin Kalb

Der Gemeinderat hat die Mittagsverpflegung für die kommenden zwei bis vier Jahre vergeben.

Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung die Vergabe der Mittagsverpflegung für Schulen und Kindertageseinrichtungen einstimmig beschlossen. Wie Erster Bürgermeister Michael Hanus erklärte, habe man die Ausschreibung in acht gleichmäßige Lose mit insgesamt rund 1000 Essen pro Tag unterteilt. Die Kriterien für die Ausschreibung wurden demnach bei einem runden Tisch erörtert. Für sieben Lose gingen Angebote ein, das achte Los müsse neu ausgeschrieben werden. Womöglich könne man darüber in der kommenden Sitzung abstimmen, sodass die Versorgung ab 1. August für die Kitas, beziehungsweise ab Beginn des neuen Schuljahres an Schulen, sichergestellt ist.

Die Aufträge wurden zunächst für zwei Jahre erteilt, es gebe jedoch Optionen, die Vertragsdauer auf vier Jahre zu verlängern. Der Gesamtauftragswert über alle Lose und über vier Jahre beträgt rund 6,6 Millionen Euro.

Mehrere Firmen kommen zum Zug

Die Firma Apetito Catering Education übernimmt fortan die Versorgung der Ellentalgymnasien, der Gemeinschaftsschule im Sand, den Kinderhäusern Mikado und Malefiz sowie dem Kindergarten Kreuzäcker I. Die Apetito AG versorgt die neuen Kinderhäuser Villa Paletti und Halli Galli sowie den Kindergarten Streifelbach. Die Firma Stollsteimer beliefert die Naturkita Buch, die Kinderhäuser Memory, Untermberg und Buch sowie die Kindergärten Kelterstraße, Allensteiner Straße, Breslauer Straße, Fliederweg und Lugstraße. Der Malteser Hilfsdienst übernimmt das Catering für das Kinderhaus Domino und die Kindergärten Farbstraße, Metterzimmern und Im Leintal. Die RKH Regionale Kliniken Holding und Services GmbH wird die Grundschule im Buch, die Hillerschule, Realschule Bissingen und die Waldschule beliefern.

Karin Wittig (CDU) kritisierte, dass man erst im Schulbeirat von der Ausschreibung erfahren habe und vorab nicht miteinbezogen worden sei. Schade sei es, dass ein regionaler Anbieter nicht zum Zug kommt. Eberhard Blatter (Freie Wähler) sagte, es sei wichtig, dass die Qualität der Essen stimme, das sei in der Vergangenheit nicht immer der Fall gewesen. „Wir hoffen, dass es in Zukunft allen gut schmeckt.“

Auch Salome Ebinger (GAL) sagte, dass in der Vergangenheit nicht immer alles glücklich gelaufen sei. Den runden Tisch bewertete sie zwar positiv, dieser sei allerdings nur ein einziges Mal zusammenkommen und nicht alle Schulleitungen seien beteiligt gewesen.

Preiserhöhungen kommunizieren

An der genauen Ausgestaltung des Speiseplan könne man doch auch die Kinder selbst beteiligen, regte die Stadträtin an. Davor warnte Thomas Reusch-Frey (SPD), sonst gebe es womöglich nur noch Pommes in den Einrichtungen. Aus seiner Sicht sollte man die Eltern frühzeitig informieren, dass mit der neuen Vergabe auch die Preise der Verpflegung steigen werden. Ute Epple (Freie Wähler) pflichtete ihm bei, das solle nicht verheimlich werden.

Von Bürgermeister Hanus wollte sie wissen, ob Gerüchte, wonach ein Anbieter gegen die Vergabe Widerspruch eingelegt habe, der Wahrheit entsprächen. Dieser berichtete, dass sich ein Anbieter zwar gegen das Ergebnis gewehrt habe, eine Rüge durch die Vergabekammer sei ihm jedoch bisher nicht bekannt.

 
 
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