Das ist schwierig, seid ihr euch sicher, dass ihr es da ausprobieren wollt?“, diese Zweifel hörten Shlirim Kilaj und Muhammed Ali Özen öfters, als sie beschlossen ein neues Café in der Bietigheimer Altstadt zu eröffnen. Die Räumlichkeiten, die sie dazu auserkoren hatten, liegen in der Hauptstraße Nummer 62, direkt bei der Städtischen Galerie.
Bietigheim-Bissingen Neues Café soll „die obere Altstadt beleben“
Gemeinsam haben Shlirim Kilas und Muhammed Ali Özen das Café Mosh in der Hauptstraße 62 in Bietigheim-Bissingen eröffnet. Das Konzept mit besonderen Gerichten wird gut angenommen.
„Die Idee und das Konzept für ein solches Café hatte ich schon länger, als ich dann erfahren habe, dass diese Fläche frei ist, war ich auf der Suche nach einem Geschäftspartner“, erzählt Shlirim Kilaj. Über einen gemeinsamen Freund kamen Kilaj und Özen zusammen. Er war sofort von Kilajs Idee überzeugt: „Ich hab mir gleich gedacht, dass das funktionieren wird, weil es genau das ist, was hier in Bietigheim gefehlt hat.“ Es sollte ein Café mit besonderen Trendgerichten und -getränken sein.
Dazu gehört der Kleinkunstkeller
In das heutige Café Mosh war 2023 das CeMa eingezogen, das als Café und Restaurant eine Vielzahl an Speisen anbot, davor war es ein Burgerrestaurant. Der damalige Pächter und Inhaber des CeMas änderte dann nochmals das Konzept zu einem Burgerladen, doch es lief nicht richtig an.
Zu der Gastronomiefläche in der Hauptstraße 62 gehört laut Pachtvertrag auch das Catering im Kleinkunstkeller, den das Kulturamt für Veranstaltungen nutzt, der aber auch privat gemietet werden kann. „Die Suche nach einem passenden Gastronomen wurde erfreulicherweise begünstigt durch Empfehlungen des vorherigen Pächters“, erklärt Anette Hochmuth, Leiterin des Presseamts der Stadt. Da die Bewirtschaftung des Kleinkunstkellers mit der Gastronomiefläche verknüpft ist, sei es so wichtig gewesen einen neuen Pächter zu finden.
Von den beiden Geschäftspartner kommt Kilaj aus Pleidelsheim und Özen aus Ludwigsburg. Bereits seit September haben sie die Pacht übernommen doch erst jetzt, am Valentinstag, haben sie ihr „Café Mosh“, dessen Name sich aus den beiden Vornamen der Inhaber zusammensetzt, eröffnet. „Der Umbau hat wahnsinnig viel Zeit gekostet. Wir sind beide Perfektionisten und wollten einfach das alles passt“, sagt der 26-jährige Kilaj.
Gleich zu Beginn stand bereits die Siebträgermaschine in den Räumen. „Wir haben uns voll reingehängt in die Barista-Ausbildung und so viel ausprobiert“, sagt der 26-Jährige, der davor eine Bar in Vaihingen betrieb. „Wir wollen wieder Leben in die obere Altstadt bringen, davon profitieren alle“, sagt der 29-jährige Özen. Trotz Vollzeitjob bei Porsche wagte er den Schritt in die Gastronomie. „Ich bin für die ganzen Arbeiten im Hintergrund zuständig. Von der Abrechnung, bis zum Einkauf, das ist alles mein Job.“ Shlirim Kilaj ist vor Ort im Café arbeitet als Barista und koordiniert die Schichtpläne.
Egg-Drop-Sandwich und Matcha
Seit der Eröffnung sei das Café Mosh gut besucht, berichten die Betreiber. Das neue Konzept mit besonderen Broten und Egg-Drop-Sandwiches sowie Matcha und Kaffeespezialitäten gehe auf. „Mit unserem Angebot orientieren wir uns an den Konsumenten“, sagt Kilaj. Inspiration für das Mosh habe er aus Cafés in Berlin und Barcelona gesammelt.
Sieben Tage die Woche ist das Café von 10 bis 22 Uhr beziehungsweise am Wochenende bis 23 Uhr geöffnet. Mit ihren Ideen und Plänen sind die Inhaber noch lange nicht am Ende. „Als Nächstes müssen wir uns um den Außenbereich kümmern und abends soll das Mosh zu einer Art Weinbar mit verschiedenen Snacks und Cocktails werden“, sagt Kilaj. Im Frühjahr soll dann zum bestehenden Angebot eine wechselnde „Trendkarte“ kommen auf der man in Bietigheim-Bissingen die neusten „In-Gerichte“ ausprobieren kann.
