Bietigheim- Bissingen „Perfektes Lebenswerk“ gewürdigt

Von Walter Christ
Oberbürgermeister Jürgen Kessing gratuliert Alt-Oberbürgermeister Manfred List (rechts) beim Empfang zu dessen 90. Geburtstag am Freitag im Kronenzentrum Foto: /Martin Kalb

Eine hohe Wertschätzung gab es für Alt-Oberbürgermeister Manfred List beim Empfang im Kronenzentrum anlässlich seines 90. Geburtstags.

In den „Kronenstuben“ gab es am Freitag einen großen Tag für Ehrenbürger Manfred List. Der am 5. Mai 90 Jahre alt gewordene ehemalige Oberbürgermeister konnte sich bei einem Empfang, zu dem die Stadt eingeladen hatte, über Dank und Anerkennung für sein vorbildliches Lebenswerk sowie über enge Weggefährten freuen.

Oberbürgermeister Jürgen Kessing hatte in seiner Laudatio zunächst konstatiert, dass es für seinen Vorgänger immer selbstverständlich gewesen sei, Menschen einzubeziehen, zuzuhören, Ideen aufzunehmen und daraus gemeinsam etwas zu machen. Das habe zu einem berühmten, „manchmal fast berüchtigt guten Netzwerk an Kontakten“ geführt. Und dieses Netzwerk sei vor allem auch für die Stadt eine große Bereicherung geworden.

OB Kessing lobt „Blick für das Machbare“

„Sie wussten: Gute Ideen allein reichen nicht. Es braucht Entschlossenheit, klare Ziele und den Willen, Dinge wirklich umzusetzen. Dafür sind Unterstützer und Verbindungen unendlich wichtig. Und genau das hat Ihre Arbeit geprägt.“ Der Rathauschef erinnerte daran, was daraus entstanden sei: „Die Sanierung der Innenstadt, der Erhalt des historischen Stadtbilds, die Grüne Mitte mit der Landesgartenschau, das Zusammenwachsen von Bietigheim und Bissingen zu einer echten Einheit – und vieles mehr.“ Positiv erwähnte er auch die Kontinuität in der Oberbürgermeister-Hierarchie der Stadt.

Manfred List habe, lobte Jürgen Kessing weiter, diese Stadt über 34 Jahre hinweg geprägt und gestaltet, und das mit Weitsicht, Tatkraft und einem klaren Blick für das Machbare. „Als ich Ihre Nachfolge antreten durfte, habe ich eine hervorragend aufgestellte Stadt übernommen. Darauf konnte ich aufbauen. Vieles ist hinzugekommen, aber die Grundlagen, die Sie geschaffen haben, tragen bis heute. Und auch wenn die Zeiten aktuell nicht einfacher geworden sind: Sie können sicher sein, dass Ihr Lebenswerk hier weitergeführt wird und in guten Händen ist“, so Kessing, der auch Frau List in seine Dankesrede mit einbezog. Aus den Reihen der Gäste zeichnete auch der frühere Oberbürgermeister von Ludwigsburg, Hans-Jochen Henke, das Bild von einem perfekten Lebenswerk des „Glücksfalls List“.

Ehemaliger Ludwigsburger OB spricht von Highlights

Er spannte dabei den Bogen von besten Prädikaten, die das bundesweit bekannte Bietigheim-Bissingen 2024 insbesondere dank Manfred Lists Wirken bei einer Städte-Umfrage bekommen habe, bis hin zu „unglaublich vielen Highlights“. Wie zum Beispiel der „Leuchtturm Kronenzentrum“, die Ansiedlung des Möbelhauses Hofmeister, der Erhalt des Krankenhauses, 40 Jahre Kreistag und gemeinsame Einrichtungen wie Labyrinth und Ludwigsburger Festspiele.

List, „ein bodenständiger, beharrlicher Menschenfreund“ und durchaus auch die Stimme der Mittelstädte, habe hier alle seine Möglichkeiten voll ausgeschöpft. Der Altersjubilar selbst zeigte sich bei dem Empfang „mit Genugtuung und Erquickung“ glücklich und dankbar darüber, dass er seine Heimatstadt habe mitgestalten dürfen und heute dermaßen viel Zeichen des Zuspruchs und der Verbundenheit erfahre. Er ist ein gebürtiger Stuttgarter, der gerne noch im Garten werkelt, viel liest, klassische Musik mag und als handball- und fußballsportaffiner Rathauschef vor allem auch sehr Effektives für den Sport in der Stadt geleistet hat. In seiner Amtszeit wurden einschließlich der alten Eishalle sechs Sporthallen gebaut.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Blechbläserquartett der Städtischen Musikschule Bietigheim-Bissingen unter der Leitung von Ekkehard Kleinbub mit den Musikschülern Eunike und Johanna Baumgärtner (Trompete und Posaune) sowie Paula Knaus (Trompete) und Ben Doncic (Posaune). 

 
 
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