Mitten in global schwierigen wirtschaftlichen Zeiten hat die VR-Bank Ludwigsburg am Mittwochabend im mit 324 Personen voll besetzten Kronenzentrum eine blitzsaubere Jahresbilanz 2025 präsentiert. Bemerkenswerte Wachstumsraten und Solidität zeichnen das 126.000 Mitglieder und 719 Mitarbeiter große genossenschaftliche Geldinstitut laut dem Vorstandstrio als kerngesund und für die Zukunft bestens gewappnet aus.
Bietigheim-Bissingen Positive Zahlen bei der VR-Bank
Bei der Vertreterversammlung im Kronenzentrum bilanzierte der Vorstand ein sehr gutes Geschäftsjahr 2025. Vier Prozent Dividende werden am heutigen Freitag ausbezahlt.
Eine Bilanzsumme von 6,2 Milliarden Euro mit einem Betriebsergebnis von 62,6 Millionen und somit 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr steht zu Buche. Der Jahresüberschuss wurde von 7,1 Millionen Euro auf 7,3 Millionen erhöht. Ein gutes Provisionsgeschäft mit 48,4 Millionen Euro, könne verzeichnen, ebenso eine Steigerung des Einlagengeschäftes um 2,7 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro.
Zahlen sprechen für sich
Hinzu kommt ein Zuwachs im Kreditbereich um fünf Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Im Wohnbaugeschäft wurden im vergangenen Jahr ein Neugeschäft von 536 Millionen Euro und somit ein Plus von 49,7 Prozent erzielt. Und auch im gewerblichen Bereich bilanzierte man mit einem Neugeschäft von 297 Millionen Euro (Vorjahr 238 Millionen Euro) eine deutliche Steigerung. 653 Millionen Euro Eigenmittel sowie Branchen-Spitzenwerte bei der Cost-Income-Ratio: Die VR-Bank konnte am Mittwoch Zahlen für sich sprechen lassen.
Ungewohnt peppig
Wie die neue Zentrale in Bietigheim-Bissingen, war die Veranstaltung mit DJ-Musik, Lichterillumination und Filmen ungewohnt peppig und futuristisch gestaltet. Vorstandsvorsitzender Timm Häberle, die Vorstandsmitglieder Heiko Herbst und Frank Kraaz sowie der Chef des Aufsichtsrats und Versammlungsleiter Thilo Mundinger konstatierten nicht nur positive Zahlen, sondern insgesamt eine erfolgreiche Geschäftsphilosophie einschließlich der Richtigkeit des 2021 erfolgten Schulterschlusses des vorherigen Banken-Trios zu einer Einheit.
Timm Häberle: „Digitalisierung bedeutet für uns nicht, dass das Persönliche verschwindet, sondern, dass etwa Neues hinzukommt.“ Neuerungen aufgeschlossen zu sein, die Fokussierung auf die Kernaufgaben sowie beispielsweise das seriöse Achten auf ein gesundes, solides Wachstum, persönliche Kundennähe und primär Teamwork gehören demnach zur erfolgreichen Denkweise der VR-Bank. Alles in gewisser Anlehnung, Parallelität zur faszinierenden Marvel-Welt und deren Helden wie „Spiderman“. Ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch die Versammlung zog.
Junge Generation als Zielgruppe
Nachdrücklich will die VR-Bank, „ein Stabilitätsanker in unserer Region“, strategisch auch die junge Generation für ihr Geschäftsmodell begeistern. Eine Interview-Runde mit dem „Junge Kunden“-Bereichsleiter Pascal Schöbinger und dessen Kolleginnen Menzel, Filiz und Nazil, die in der Quintessenz herüberbrachte, dass Alt und Jung gar nicht so viel Konträres trennt, reflektierte das Bank-Ansinnen. Laut Timm Häberle stellt die VR-Bank Ludwigsburg jedes Jahr 40 neue Auszubildende und Studenten ein – doppelt so viele wie in den Jahren davor. „Für diese 40 Ausbildungsplätze in 2026 haben wir sage und schreibe 512 Bewerbungen erhalten“, so der Sprecher der mehrfach mit externen Prädikaten ausgezeichneten Bank.
Die Regularien waren am Mittwoch bei dem lockeren Zwei-Stunden-Vertretertreff völlig unproblematisch. Alle Abstimmungen einschließlich der von Bietigheim-Bissingens Erstem Bürgermeister Michael Hanus vorgenommenen Entlastung und dem Wirtschaftsprüfungsbericht wurden einstimmig abgesegnet. Nicht zu vergessen der Beschluss über die Auszahlung von vier Prozent Dividende.
