Seit fast einem Jahr ist das Bietigheimer Rathaus im Herzen der Altstadt mittlerweile eingerüstet. Die heruntergekommene Fassade des 1507 errichteten Gebäudes wird umfassend saniert. Das Großprojekt der Stadt wurde zuletzt mit einem finanziellen Umfang von 1,8 Millionen Euro kalkuliert.
Bietigheim-Bissingen Sanierung der Rathausfassade schreitet voran
An der Rathausfassade macht die Stadt Fortschritte, auch am Hornmoldhaus wurden Schäden festgestellt.
In den vergangenen Monaten habe laut Auskunft von Presseamtsleiterin Anette Hochmuth eine dendrologische Untersuchung des Holzes stattgefunden, die zum Ergebnis kam, dass die Grundkonstruktion von 1507 weitestgehend vorhanden sei. Weiter seien Zimmermannsarbeiten, etwa die Reparatur des Fachwerks und im Traufbereich erfolgt sowie der Einbau von Profilhölzern an Fassadensprüngen nach dem historischen Befund. Bei einer früheren Sanierung hatte man versucht, die Versätze zwischen den Stockwerken mit Putz auszugleichen und so glatte Kanten zu schaffen. In Zukunft werden besagte Profilhölzer jedoch wieder zu sehen sein.
Es wurden Ausmauerungen repariert und Vorarbeiten für den Putz geleistet. Der Grundputz sollte ursprünglich noch im vergangenen Jahr aufgetragen werden, damit er über den Winter ruhen kann. Aufgrund der vielen Schäden, die zuvor beseitigt werden mussten, reichte dafür jedoch die Zeit nicht mehr. Weiter habe die Stadt einen Förderantrag aufgrund der Schäden an der Fachwerksubstanz gestellt. Dessen Zustand, der erst nach dem Abtragen des alten Putzes zum Vorschein kam, war schlechter als erwartet. So musste etwa ein über sieben Meter langer Balken an der Ostfassade ausgetauscht werden.
Als nächstes stehen laut Stadtverwaltung abschließende Farbbemusterungen sowie die Auftragung des Grundputzes an. Dazu kommen Reparaturen, Anstrich und teilweise Austausch von Fenstern sowie eine Überarbeitung der Außenfensterbänke und Fensterläden. Es folgen Konservierungsarbeiten am Stein und Steinmetzarbeiten an vorhandenen Natursteinen.
Abschluss im dritten Quartal
Durch eine längere kalte Witterung hätten sich die Arbeiten um einen weiteren Monat verzögert, heißt es aus dem Presseamt der Stadt. Eine Fertigstellung ist nun für das dritte Quartal 2026 vorgesehen. Bis dahin müssen sich die Bürgerinnen und Bürger noch an den Blick auf den eingerüsteten Verwaltungssitz gewöhnen.
Hinzu kommt, dass derzeit auch die Fassade des Hornmoldhauses ein Gerüst ziert. Wie Anette Hochmuth mitteilt, wurden Schäden am Giebel festgestellt, die näher untersucht werden müssen. Ein Fachbüro wurde mit den entsprechenden Untersuchungen beauftragt, Ergebnisse sind noch nicht bekannt.
