Bietigheim-Bissingen Sanierungskosten sind durch Einsparungen gedeckt

Von Petra Neset-Ruppert
Bei der Wiedereröffnung des Bads am Viadukt war die Freude groß. Nach drei Monaten Schließzeit kann nun wieder geschwommen werden. Mittlerweile seien die Besucherzahlen wieder im Normalbereich, so die Stadtwerke. Foto: /Martin Kalb

Nach der Deckensanierung im Bad am Viadukt haben sich die Besucherzahlen mittlerweile wieder normalisiert.

Nachdem im Dezember das Bad am Viadukt aufgrund von Schäden an der Hallendecke schließen musste, wurde zu Beginn des Jahres repariert (die BZ berichtete). In dieser Zeit mussten Schwimmer auf das Bissinger Hallenbad ausweichen. Für den Schwimmverein, die DLRG und andere Organisationen bedeutete es, dass Schwimmkurse ausfallen mussten und Trainingszeiten gekürzt wurden.

Doch seit Mitte März kann nun auch wieder im Bad am Viadukt geschwommen werden. Die Arbeiten an der Decke sind abgeschlossen und das Gerüst in der Schwimmhalle abgebaut. Während der Schließung liefen die Kosten für das Bad weiter, jedoch nicht im vollen Umfang. Was bedeutete die Schließzeit also für die Schwimmbadkosten? „Über die Einsparungen im Bereich Heizung, Lüftung, Reinigung, Betriebsmittel und Dienstleister konnten die Kosten für die Sanierung der Decke abgedeckt werden“, erklärt Bäderleiter Thilo Dittmann. Zudem wurde über den Becken nun auch eine effektivere LED-Beleuchtung eingebaut, so könne man die Energieeinsparungen am Bad weiter fördern.

Besucher kommen zurück

Mit der Wiedereröffnung ist der Bäderleiter auch sehr zufrieden. Das Angebot sei gut angenommen worden. Neben einem kostenlosen Eintritt gab es am Tag der Wiedereröffnung auch weitere Angebote wie Gewinne beim Glücksrad, Vorführungen der DLRG und Mitmachangebote von Aquasport Ulfers. Auch das Maskottchen Swibby begrüßte die jungen Besucher in der Schwimmhalle. Die Angebote seien dankbar angenommen worden, so Dittmann.

„Zwar konnten am Eröffnungswochenende noch nicht die üblichen Besucherzahlen erreicht werden, wir waren damit aber sehr zufrieden“, erklärt der Bäderleiter. Mittlerweile kommen die Gäste wieder in der Anzahl, die in dieser Jahreszeit erwartet werden.

„Wir sind sehr froh, dass es nun so schnell ging mit der Wiedereröffnung“, sagt Janine Schmitt, Vorsitzende der DLRG Ortsgruppe Bietigheim. Denn die Arbeiten gingen schneller voran und so konnte das Bad am Viadukt tatsächlich zwei Wochen früher öffnen als ursprünglich gedacht.

Sechs Monate Wartezeit

„Die Zeit war schwierig“, erinnert sich Schmitt an die Schließung, denn durch die fehlenden Wasserzeiten mussten Schwimmkurse für Kinder und Erwachsene ausfallen. „Ein kompletter Kurs fehlt uns dieses Jahr“, so die Vorsitzende. Eigentlich hätten im Januar Kinder- und Erwachsenenkurse beginnen sollen, die dann aber abgesagt werden mussten. „Nach den Osterferien starten wir jetzt wieder mit den Kursen im Bad am Viadukt“, freut sich Schmitt. Die Wartelisten seien immer lang, doch durch die Ferienkurse versuche man die Wartezeit im Rahmen zu halten. „Kinder bekommen meist innerhalb von sechs Monaten einen Platz im Schwimmkurs“, sagt die DLRG-Vorsitzende.

Die kurzfristige Schließung habe gezeigt, dass die derzeitige Bäder-Situation „endlich sei“. „Wir waren während der Schließung in ständigem Austausch mit der Stadt und der Bäderleitung“, betont Schmitt. Sie hofft, dass gerade nach diesem Ereignis die Stadt an den Planungen für die Schwimmbäder dran bleibe.

 
 
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