Bietigheim-Bissingen Sommerkonzerte: „Es ist etwas total Stadtgesellschaftliches“

Von Yannik Schuster
Bereits zum 20. Mal spielte die Band „Tiny Tones“ am Donnerstag im Bietigheimer Bürgergarten.  Foto: /Oliver Bürkle

Die Bietigheim-Bissinger Kulturamtsleiterin, Michaela Ruof, blickt auf eine gelungene Veranstaltungsreihe zurück, die zahlreiche Besucher angezogen hat.

Mit einem „sehr guten Gefühl“ blickt die Kultur- und Sportamtsleiterin der Stadt Bietigheim-Bissingen, Michaela Ruof auf die zurückliegenden Sommerkonzerte auf dem Marktplatz und im Bürgergarten zurück. Am Donnerstag bildeten die „Tiny Tones“, für die es zugleich das 20-jährige Jubiläum im Bürgergarten war, den traditionellen Abschluss der Veranstaltungsreihe.

Ruof, die bei allen Konzerten vor Ort war, berichtet von Zuschauerzahlen, die tendenziell über denen aus den Vorjahren liegen dürften. Die Konzerte im Bürgergarten von Freitag auf Donnerstag zu verlegen, habe sich demnach ausgezahlt, so müssten die Besucher nicht zwischen den städtischen Konzerten und den Veranstaltungen von „Hofmeister Rockt“ wählen. Viele wiederkehrende Gäste aus der Stadt aber auch aus dem Speckgürtel um Bietigheim-Bissingen habe sie erkannt. Und auch der ein oder andere Wohnmobilist, der zufällig in der Stadt war, habe die Angebote wahrgenommen. „Es herrschte eine schöne, sommerliche Stimmung“, sagt Ruof. Einen Stammgast hebt sie besonders hervor: Ein 90 Jahre alter Mann aus Besigheim komme regelmäßig mit dem Fahrrad zu den Sommerkonzerten. Das mache auch den Charakter der Veranstaltungen aus: „Es ist etwas total Stadtgesellschaftliches.“

Gerade auf dem Marktplatz gebe es jene Gäste, die primär der Musik wegen da sind, und jene, die das Ganze eher als Sommerfest und Treffen begreifen und die die Musik nebenbei genießen. Einzig die Gruppe der Jugendlichen habe man noch nicht wie gewünscht mit den Sommerkonzerten begeistern können, räumt Ruof ein.

Ein Konzert muss abgebrochen werden

Die Baustellen in Bietigheim-Bissingen und der Umgebung hätten bei den Sommerkonzerten keine große Rolle gespielt, schließlich kämen die meisten Besucher zu Fuß oder mit dem Fahrrad, sagt Ruof. Auch die teilweise extreme Hitze sei auf dem Marktplatz, wo schon ab 19 Uhr Schatten herrscht, gut zu ertragen gewesen. Mit dem Wetter im Allgemeinen habe man in diesem Jahr Glück gehabt. Einzig beim Konzert der Gout Big Band, als es in der Region zu schweren Unwettern kam, habe man die Reißleine ziehen müssen und das Konzert abgebrochen. „Der Schutz von Menschen und Technik ist dann doch das Wichtigste“, so Ruof.

Zu den Highlights zählen für die Kulturamtsleiterin neben dem Abschluss der Tiny Tones auch Krüger’s Kit, die die Besucher schon früh auf die Tanzfläche gelockt hatten. Auch die Band Funcoustic hebt Ruof hervor. Erstmals habe man in diesem Jahr auch Country Musik angeboten, dazu war mit Tuija Komi auch eine finnische Jazz-Sängerin am Start.

Ziel sei es demnach, für jedes Genre etwas anzubieten, auch mal außergewöhnliche Acts für die Sommerkonzerte zu gewinnen. So könne jeder mal vorbeikommen. Mit dieser Zielsetzung werde man auch ins nächste Jahr gehen, auch das Zusatzangebot am Freitag mit Programmpunkt für die ganz kleinen Besucher könnte wiederholt werden, verrät Ruof.

Auch die sonstigen Veranstaltungen, die unter dem Mantel der „Sommerfeeling“-Reihe lief, sei es das 3B-Genusswandern oder das Open-Air-Kino im Aurain, seien sehr gut angenommen worden, berichtet Michaela Ruof.

 
 
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