Tassen, Gläser, Accessoires, Klamotten, Bücher, Puzzles und Co.: Bietigheim-Bissinger Lokalpatrioten bietet das Sortiment der Tourist Information eine breite Auswahl erwerbbarer Souvenirs und Werbeartikel. Welche Artikel sind besonders beliebt? Und wie läuft die Entwicklung neuer Produkte ab? Die BZ hat nachgefragt.
Bietigheim-Bissingen Souvenirs für Bürger und Touristen
In der Tourist Information bietet die Stadt eine Vielzahl an Produkten an. Welche davon sich besonders gut verkaufen und warum die Stadt daran trotzdem nicht viel verdient
„Die Entwicklung neuer Produkte ist ein gemeinschaftlicher Prozess der verantwortlichen Mitarbeiterin im Presseamt in Zusammenarbeit mit der Tourist Information“, sagt Presseamtsleiterin Anette Hochmuth. Die Ideen dafür würden einerseits von dem zuständigen Team innerhalb der Verwaltung kommen, andererseits aber auch von Bürgerinnen und Bürger, die mit Anregungen, Wünschen oder konkreten Vorschlägen an die Stadt herantreten.
Zu den Verkaufsschlagern gehören laut Hochmuth vor allem die Gläser, insbesondere die Weingläser. Ebenso gefragt seien das Wimmelbuch, Kaffee- und Espressotassen sowie Thermobecher und -flaschen. „Gerne gekauft werden auch die Socken, sowohl für Erwachsene und Kinder, sowie kleinere Souvenirs wie die Schlüsselbänder.“
Einnahmen sind überschaubar
Trotz guter Verkaufszahlen würden sich die Einnahmen der Stadt aus dem Verkauf der Souvenirartikel insgesamt in einem überschaubaren Rahmen bewegen, so Hochmuth weiter. „Die Souvenirartikel sind nicht als gewinnorientiertes Produkt konzipiert, sondern dienen in erster Linie der Identifikation mit der Stadt sowie der positiven Außendarstellung gegenüber Bürgerinnen und Bürgern sowie Touristen.“ Aspekte wie Imagepflege, Stadtmarketing und Bürgernähe stünden deshalb eher im Vordergrund als die Gewinnmaximierung. „Gerade im touristischen Kontext tragen Souvenirs dazu bei, den Aufenthalt positiv in Erinnerung zu halten und die Stadt weiterzuempfehlen.“ Je nach Artikel, Absatzmenge und Produktionsauflage können einzelne Produkte demnach kostendeckend oder mit einem geringen Gewinn verkauft werden.
Dass nicht jedes Produkt den Geschmack der Bürgerinnen und Bürger sowie Touristen trifft, musste die Stadtverwaltung in der Vergangenheit ebenfalls bereits feststellen: So habe man beispielsweise die Nummernschildhalter sowie eine Hüfttasche, die trotz eine gewissen Anfangsnachfrage nicht die gewünschten Absätze erzielt hätten, wieder aus dem Sortiment genommen. Alle produzierten Artikel hätten jedoch verkauft werden können, sagt Hochmuth. „Auf Basis der Verkaufszahlen und des Kundenfeedbacks überprüfen wir regelmäßig unser Sortiment und passen es entsprechend an, um uns stärker auf Produkte zu konzentrieren, die dauerhaft gut angenommen werden.“
Entsprechend werden immer wieder neue Produkte aufgenommen, zuletzt etwa das Kuschelpferd „Frederike“, das insbesondere bei Kindern sehr beliebt sei. Die Anregung dafür kam laut Hochmuth aus der Bürgerschaft. Aber auch neuere Produkte wie die Trinkflaschen und Vesperdosen, die Ende des Jahres neu eingeführt wurden, stoßen demnach auf positive Resonanz.
Verschiedene Zielgruppen
Doch für wen sind die Souvenirartikel gedacht? „Die Hauptzielgruppe unseres Angebots sind in erster Linie die Bürgerinnen und Bürger von Bietigheim-Bissingen. Darüber hinaus richten sich die Produkte aber auch gezielt an Touristinnen und Touristen, die ein Souvenir oder ein typisches Andenken an ihren Besuch in der Stadt erwerben möchten und auch an ehemalige Bürgerinnen und Bürger weltweit, die Produkte immer wieder anfragen und sich zuschicken lassen.“ Aber auch Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen von Austauschprogrammen mit ihren Eltern nach Geschenken suchen, seien eine wichtige Zielgruppe, so Hochmuth weiter.
