Bietigheim-Bissingen Spatenstich bei der Feuerwehr

Von Petra Neset-Ruppert
Mit dem Spatenstich kann es nun in die neue Bauphase gehen. Der Neubau der Fahrzeughalle in der Mühlwiesenstraße kann nun beginnen. Im Frühjahr 2028 soll das Bauprojekt für die Freiwillige Feuerwehr abgeschlossen werden. Foto: /Martin Kalb

Nach dem Abriss kann nun in der Mühlwiesenstraße in Bietigheim-Bissingen mit dem Bau des neuen Feuerwehrfahrzeughauses begonnen werden.

Das fühlt sich schon wie daheim an. Ich fühl mich richtig wohl hier und freue mich, einen Anlass zu haben, hier zu sein“, sagt Frank Walllesch, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Bietigheim-Bissingen. Am vergangenen Mittwoch fand in der Mühlwiesenstraße der Spatenstich für den Neubau der Feuerwehrfahrzeughalle statt. Vor einem Schutthaufen, der die letzten Reste der alten Fahrzeughalle beinhaltete, wurden die Spaten geschwungen und damit der Beginn des Neubaus eingeläutet.

Räume für die Jugend und vier Wohnungen

„Am Rettungswesen wollen und dürfen wir nicht sparen“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Kessing beim Spatenstich. Mehr als 13 Millionen Euro kostet der Neu- und Umbau des Feuerwehrstandorts in der Mühlwiesenstraße. Trotz der finanziell herausfordernden Zeiten sei es die richtige Entscheidung gewesen, hier zu investieren. „Das Aufgabenspektrum hat sich stark erweitert. Unsere Feuerwehr ist die universell einsetzbare Taskforce“, lobt der OB die ehrenamtliche Arbeit der Einsatzkräfte. Mit den zusätzlichen Aufgaben veränderte sich über die Jahre auch der Anspruch an die Räumlichkeiten und so war es nun höchste Zeit, diese dem neuen Bedarf anzupassen.

„Das Wichtigste ist die Jugendfeuerwehr. Sie bekommen oben im Bestandsgebäude neue Räume. Das freut mich riesig “, sagt Kommandant Wallesch. Ebenfalls im Bestandsgebäude entstehen vier Wohnungen, die bevorzugt an Feuerwehrmitglieder vermietet werden sollen. „Aus den zwei größeren Familienwohnungen, die es bisher gab, werden dann vier kleinere Wohnungen. Das hilft uns dann auch beim Thema Bereitschaftsdienste, wenn wir auf mehr Personal vor Ort zurückgreifen können“, erklärt Wallesch.

Fertigstellung ist für das Frühjahr 2028 geplant

Für ihn hat sich seit dem Umzug gezeigt, dass man mit dem Erhalt des Standorts in der Mühlwiesenstraße die richtige Entscheidung getroffen habe. „Hier wohnen viele Mitglieder. Das sind gewachsene Strukturen“, so Wallesch. Der Interimsstandort auf dem alten DLW-Gelände schlage sich auf die Ausrückzeiten nieder. Die Hilfsfrist könne jedoch immer eingehalten werden.

Zur Baustelle wurde die Feuerwehr bereits auch schon gerufen. „Mit einem Notstromaggregat haben sie uns ausgeholfen“, sagt Architekt Jochen Wypior. Doch weitestgehend sei bisher alles gut verlaufen. Die Fertigstellung wird für das Frühjahr 2028 angepeilt. „Wir sind im Zeitplan“, erklärt Wypior. Sobald der restliche Schutt entfernt ist, werde mit dem Bau begonnen. Das besondere dabei sei dass die provisorische Entwässerung, die um die Baugrube herum geführt werde. Dass das Grundwasser rund einen Meter unter der Baugrube bereits beginne, sei eine untypische Begebenheit.

Standort wird auch im Katastrophenschutzfall genutzt

Drei Meter lange Zylinder werden für das Fundament für den Hallenneubau in den Boden gebracht, um die Tragfähigkeit für das neue Fundament zu gewährleisten. „Das Gelände war früher eine Erddeponie und auf diese Besonderheit im Grund müssen wir mit diesem Fundament reagieren“, erklärt Wypior.

Der Feuerwehrstandort an der Mühlwiesenstraße wird dann in Zukunft auch im Katastrophenschutzfall genutzt. „Es ist eine funktionale Wache“, betont Oberbürgermeister Jürgen Kessing beim Spatenstich.

Kreisbrandmeister Andy Dorroch zeigt sich begeistert von den Plänen und wünscht für die Bauzeit einen „unfallfreien Verlauf“. Das wünscht sich auch Kommandant Wallesch und erklärt mit einem Lächeln: „Wir sind für das ganze Stadtgebiet zuständig, wenn was ist, kommen wir auch hier hin.“ Doch am liebsten natürlich zum Umzug in das neue Feuerwehrhaus in der Mühlwiesenstraße.

 
 
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