„Ich habe sie nicht gezählt, aber ich schätze mal, dass in den drei Stunden der Aktion rund 100 Fahrräder ihre Besitzer gewechselt haben“: Albrecht Kurz zieht ein positives Fazit des nunmehr 33. Stahlrossmarkts, der am Samstag von Bündnis 90/Die Grünen auf der Enzbrücke veranstaltet wurde.
Bietigheim-Bissingen Stahlrossmarkt ist Publikumsmagnet
Der 33. Stahlrossmarkt von Bündnis 90/Die Grünenfand am Samstag auf der Enzbrücke statt.
Neuer Veranstaltungsort kommt an
In den Jahren zuvor gab es weit weniger Resonanz – das Geschäft des Kaufens und Verkaufen verlief damals eher schleppend. „Doch dieses Mal hat es wieder so richtig Spaß gemacht, vielleicht kam auch der neue Veranstaltungsort auf der Enzbrücke den Leuten eher zupass“, überlegt Kurz. Angeboten wurden alle möglichen Arten von Drahteseln, „von Kinderrädern, die immer gut laufen, auch wenn die Nachfrage sonst eher gering sein sollte, über Trekking- und Mountainbikes bis hin zu Pedelecs war alles vertreten“, so der Organisator. Allerdings sei der Absatz bei Letzteren immer etwas schleppend, denn das habe auch und vor allem mit der nicht gegebenen Gewährleistung zu tun: „Bei einem normalen Rad kann man den Rahmen und die Antriebstechnik in Augenschein nehmen und sieht, ob ein Rad etwas taugt oder nicht“, so Albrecht.
Bei einem durch einen Akku unterstützten Zweirad könne man nicht sofort merken, ob die Technik noch zuverlässig arbeitet oder es schon bald zu einer größeren Reparatur kommen könnte. Anders laufe das Geschäft jedoch bei Kinderfahrrädern, weiß Kurz, so habe er einen Vater beobachtet, der sein erstes von drei Kinderrädern bereits vor Eintreffen auf dem „Marktplatz“ auf der Enzbrücke veräußern konnte. „Auch die beiden anderen Räder waren binnen kürzester Zeit weg“, sagt Kurz. Auch Tourenräder hätten ihre Liebhaber gefunden, ob allerdings auch der „Oldie“, ein niederländisches Fahrrad der Marke „Gazelle“, verkauft wurde, entziehe sich seiner Kenntnis, er könne sich aber vorstellen, dass das gute Stück, das bestimmt an die 50 Jahre auf dem Buckel habe, auch einen neuen Besitzer gefunden haben dürfte.
ADFC und Stadtmobil an Bord
Mit dabei beim Stahlrossmarkt waren mit dem ADFC, bei dem die Besucher ihre Fahrräder codieren lassen und so gegen Langfinger schützen konnten, die Leute vom Stadtmobil, welches für das Carsharing – in Zeiten immens gestiegener Benzinpreise eine sinnvolle Sache – warben.
Einige wenige besonders hochwertige und somit auch hochpreisige Fahrräder wurden allerdings nicht verkauft, aber sonst waren nicht nur die Organisatoren mit dem diesjährigen Stahlrossmarkt äußerst zufrieden, sondern auch die Mehrzahl der Besucher durften sich über die Veranstaltung gefreut haben.
