Bietigheim-Bissingen Von Bietigheim ins Märchenland

Von Yannik Schuster
Sie präsentierten das Musical „Bibi in Wonderland“ (von links): Stefan Raab, Sandra Willmann, Maria Cultrera, Paula Mattes und die Leiterin der Musikschule Barbara Hernandez. Foto: /Martin Kalb

Das Jugendensemble „On Stage“ hat mit „BiBi in Wonderland“ erneut ein eigenes Musical entwickelt. Premiere ist am Donnerstag in der Alten Kelter.

Nach dem Erfolg von „Alice in BiBitown“ aus dem vergangenen Jahr dreht das Jugendensemble „On Stage“ diesmal den Spieß herum und präsentiert die Eigenproduktion „BiBi in Wonderland“. 

Im Mittelpunkt steht ein scheinbar normales Klassenzimmer aus Bietigheim-Bissingen, in dem unterschiedliche Persönlichkeiten aufeinandertreffen: Träumende, Streberinnen, Außenseiterfiguren – und eine geheimnisvolle neue Schülerin mit einem besonderen Buch. Als sie beweisen will, dass Magie wirklich existiert, geraten sie in eine fantastische Welt voller Märchenfiguren und Herausforderungen. Als sie auf die dunkle Seite der Märchenwelt treffen, entdecken sie, dass wahre Magie nicht nur in Zaubersprüchen, sondern in Gemeinschaft, Vertrauen und Freundschaft liegt.

Drei Dozentinnen für drei Bereiche

Das Musical entstand im Rahmen einer Zusammenarbeit der Kunstschule Labyrinth mit der Musikschule im Schloss. Die Jugendlichen sind dabei nicht nur Darsteller sondern waren auch aktiv an der Entwicklung der Geschichte beteiligt. „Allerhand Abenteuer, die man im Wunderland erleben kann“, habe man gemeinsam mit den elf Mädchen zwischen zehn und 14 Jahren entwickelt, sagt Sandra Willmann, die als Dozentin für den Bereich Schauspiel verantwortlich zeichnet. Das Musical verspreche einen Blick hinter die Kulissen typischer Märchen, inklusive Auftritte der ein oder anderen Prinzessin. Maria Cultrera, Dozentin für den Bereich Tanz, schwärmt von der engen Zusammenarbeit zwischen dem Leitungsteam aber auch mit den Kindern. Und Paula Mattes, als Dritte im Bunde zuständig für den Gesang, sagt, dass man sich bewusst an der Lebensrealität der Kinder orientiert habe, etwa mit Blick auf die Auswahl der Musik.

So werden sowohl moderne als auch klassische Songs zu hören sein, die zum Mitsingen animieren. „Es wird Momente für Gänsehaut und Euphorie geben“, verspricht Mattes, die anders als ihre beiden Kolleginnen im vergangenen Jahr noch nicht am Vorgängermusical beteiligt war. Produktionsleiter Stefan Raab bezeichnet das Ergebnis als „Familienmusical“, empfohlen für Jugendliche zwischen acht und 14 Jahren. Inspirieren lassen habe man sich bei klassischen Disney-Märchen, Heldenreisen oder im speziellen bei der Unendlichen Geschichte, sagt Cultrera.

Rollen auf den Leib geschneidert

Für die Darstellerinnen stand in den vergangenen Monaten – seit Oktober entwickle man das Musical, seit Anfang des Jahres steht das Skript in seinen Grundzügen – jede Menge Arbeit an. Denn teilweise brachten die Mädchen zwar Vorerfahrung in einem der drei Bereiche mit, mussten sich die anderen jedoch erarbeiten – auch über die dreistündigen wöchentlichen Proben hinaus. Der Fortschritt sei dabei deutlich sichtbar gewesen, sind sich die drei Dozentinnen einig.

Die Rollen konnten sich die Mädchen selbst überlegen, wurden ihnen also auf den Leib geschneidert. Dabei gebe es keine Haupt- oder Nebenrollen, sagt Willmann, alle seien mehr oder weniger gleichwertig. Ursprünglich habe man Figuren aus „Alice in BiBitown“ wieder aufgreifen wollen, davon sei man jedoch abgekommen. So müsse man den Vorgänger auch nicht gesehen haben, verspricht Willmann. Gleichwohl sorge dessen Erfolg natürlich für einen gewissen Erwartungsdruck. Die Premiere von „BiBi in Wonderland“ findet am Donnerstag, 18. Juni, 19 Uhr in der alten Kelter Bietigheim statt. Am Freitag, 19 Juni, um 11 Uhr (für Schulklassen kostenlos, Anmeldung an s.raab@ludwigsburg.de), und um 19 Uhr folgen weitere Vorstellungen. Tickets für 8,90 Euro (Erwachsene), beziehungsweise 6,70 Euro (Kinder) sind über Reservix erhältlich.

 
 
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