Der Pferdemarkt ist eines der ganz großen Volksfeste im Kreis und auch gestern war um 11 Uhr – dem offiziellen Beginn in den Budengassen und an den Fahrgeschäften – schon allerhand los. Die Vielfalt ist jedenfalls überwältigend, überall, etwa auf dem Krämermarkt, gibt es schöne und nützliche Dinge zu kaufen, viele Fahrgeschäfte locken und es gibt eine erstaunliche Bandbreite an Essbarem, von süß über herzhaft bis salzig. Was aber kostet ein Rundgang über den Rummelplatz für eine für eine vierköpfige Familie – inklusive einiger Fahrgeschäfte und einem Imbiss?
Bietigheim-Bissingen Was kostet ein Tag auf dem Pferdemarkt?
Wer als vierköpfige Familie den Pferdemarkt in Bietigheim-Bissingen besucht, kann zwischen zahlreichen Fahrgeschäften und Imbissangeboten wählen. Doch was kostet das?
Die BZ hat Bianca Hertneck aus Bietigheim-Bissingen getroffen, die mit Pauline, Sebastian und Marie unterwegs war. „Wir sind jetzt eineinhalb Stunden hier“, sagt sie, „und haben schon rund 50 Euro ausgegeben – Käse, Zuckerwatte und das eine oder andere auf dem Krämermarkt“. Bei einem solchen Pferdemarkt-Besuch, schätzt sie, kämen schnell an einem Nachmittag an die oder sogar über 100 Euro zusammen. „Aus diesem Grund habe ich schon im Vornherein meinen Kindern gesagt, dass sie von mir eine bestimmte Summe zur Verfügung bekommen, und so habe ich das Budget pro Kind auf 15 Euro gedeckelt. Darin sind auch schon eventuelle Süßigkeiten inkludiert.“ Die BZ hat sich einmal umgeschaut, was die einzelnen Fahrgeschäfte und die kulinarischen Angebote kosten – freilich ohne den Anspruch auf Vollständigkeit.
Was kostet wo wie viel?
Beim Softeis muss man zum Beispiel zwischen drei und fünf Euro berappen, Magenbrot kostet je nach Größe des Beutels zwischen drei und elf Euro, Crêpes zwischen vier und 9,50 Euro, ein Maiskolben gibt es für vier Euro. Sechs Lokma – frittierte türkische Teigblättchen – kosten, je nach Ausführung, zwischen sechs und neun Euro. Gebrannte Mandeln kosten in ihrer ursprünglichen Form je nach Größe zwischen 3,50 und sechs Euro, Sondereditionen fangen bei fünf Euro an.
Die Volksfest-Klassiker Rote Wurst, Currywurst, Feuerwurst und dergleichen sind zwischen sechs und neun Euro zu haben, ein Schwenksteak für sieben Euro – allerdings im Weckle. Mit Kartoffelsalat sind dann schnell zehn und mehr Euro erreicht. Im Festzelt kostet ein halbes Göckele 12,80 Euro, und wer eine Maß Bier bestellt, muss 11,80 Euro am Tresen liegenlassen.
Freefalltower kostet sieben Euro
Beim Freefalltower – bei dem die wagemutigen Fahrgäste mindestens 1,40 und maximal 1,95 Meter messen dürfen – werden für die rasante Fahrt in die Tiefe einheitlich sieben Euro verlangt, Autoscooter kostet für eine Runde zwei Euro. Beim Ballwurf sind für sieben Wurfchancen fünf Euro zu zahlen. Eine Beispielrechnung: die Mitglieder einer vierköpfigen Familie essen je eine Wurst zu sieben Euro, als Süßigkeit gibt es eine 100-Gramm-Tüte gebrannte Mandeln zu je sechs Euro. Hier sind die Vier schon bei 45 Euro angekommen, und die Kinder sind noch nichts gefahren.
Beim Entenangeln wären für die beiden Kinder für sieben Mal angeln fünf Euro fällig, schon steht der Saldo bei 50 Euro. Wenn die Familie dann noch vier Fahrten „Breakdancer“ ordert, sind weitere 16 Euro fällig, was in der Summe 66 Euro macht, denn Getränke wurden noch nicht berücksichtigt. Hier würden für vier Limonaden weitere 16 Euro aufgerufen, was in der Summe 82 Euro bedeutet.
100 Euro für eine vierköpfige Familie pro Pferdemarkttag sind durchaus realistisch. Und wer dennoch vor den genannten Preisen zurückschreckt, dem sei der heutige Dienstag empfohlen, denn der letzte Tag auf dem Pferdemarkt gehört immer den Familien, an dem die meisten Marktbeschicker und viele Karussell-Inhaber ihre Attraktionen und ihre Speisen zu reduzierten Preisen anbieten.
