Bietigheim-Bissingen Wohnungsbau schreitet voran

Von Yannik Schuster
Das Aurain-Carré. Im Juli beginnt die Bietigheimer Wohnbau mit dem Bau von 44 Eigentumswohnungen, von denen 18 bereits verkauft sind. Foto:  

Im Aurain-Carré beginnt die Wohnbau im Juli mit dem Bau von 44 Eigentumswohnungen, weitere Bauabschnitte sind bereits geplant. Im Lothar-Späth-Carre ist man schon weiter.

Im Bietigheimer Aurain-Carré rollen schon bald die Bagger. Denn die Bietigheimer Wohnbau beginnt mit der Errichtung von 44 Eigentumswohnungen. Im Juli soll demnach mit dem ersten Bauabschnitt an der Austraße 127/Friedrich-Elbe-Straße 6 begonnen werden. „In nur sechs Wochen konnten wir von den insgesamt 44 Eigentumswohnungen 18 Wohnungen verkaufen“, teilt Sabrina Peer, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit bei der Wohnbau, mit. Das entspricht einer Verkaufsquote von 40 Prozent. „Weitere Nachfrage ist vorhanden und wir sind mit der Vermarktung sehr zufrieden.“

Auch an der Stuttgarter Straße soll in diesem Jahr noch gebaut werden: Mit einem dortigen Bürogebäude wolle man im Laufe des vierten Quartals beginnen, teilt Sabrina Peer weiter mit. „Hier konnten wir mit einem Mieter einen Mietvertrag über rund 75 Prozent der Flächen schließen.“ Bis zum Jahresende sei außerdem der Baubeginn der Quartiers-Tiefgarage geplant, das Baugenehmigungsverfahren laufe derzeit. Die Gesamtinvestitionskosten für die drei genannten Maßnahmen belaufen sich demnach auf über 30 Millionen Euro.

Ausbau erfolgt in kleinen Schritten

Bewusst habe man mit dem Baubeginn gewartet, bis die Sanierung der B 27 in diesem Bereich abgeschlossen war und die Baustelle weiter in Richtung Altstadt gerückt ist. „Wir waren in die Abstimmungsgespräche mit dem Baudezernat, dem Regierungspräsidium und den Stadtwerken eingebunden“, sagt Peer.

Der weitere Ausbau des Areals, das die Wohnbau 2017 von der Firma Elbe gekauft hat, folgt in den kommenden Jahren. Zwei weitere Projekte mit 28 und 42 Eigentumswohnungen seien laut Peer bereits in der finalen Vorbereitung. Hier werde man baldmöglichst die Bauanträge zur Genehmigung einreichen. Die Strategie des städtischen Wohnungsbauunternehmens besteht darin, seine Baugebiete in kleinen Schritten von jeweils rund 30 bis 40 Wohnungen zu erschließen. Dabei spielen auch allgemeine Entwicklungen innerhalb des Bausektors eine Rolle: „Unsere Projektentwicklungsstrategie berücksichtigt laufend die aktuellen Entwicklungen und wir haben die Volumina der einzelnen Projekte mehr diversifiziert und aufgeteilt als früher und stimmen unsere Bauabschnitte darauf ab“, so die Referentin. Insgesamt sollen im Aurain-Carré bis zu 220 Wohnungen entstehen. Bis das gesamte Gelände angesiedelt ist, wird es aber wohl noch einige Jahre dauern. Auch der Bau des als Mobilitätszentrum konzipierten Parkhauses, kurz „Mobi-Hub“, auf der Fläche des früheren Postgeländes wurde weiter in die Zukunft geschoben. Wohnbau-Geschäftsführer Carsten Schüler sagte vor knapp einem Jahr, dass dieses frühestens 2030 gebaut werde, wenn die Tiefgarage zur Erschließung des autofreien Quartiers nicht mehr ausreiche.

Für das Lothar-Späth-Carré laufen Abstimmungen

Im Lothar-Späth-Carré ist die städtische Tochter schon weiter. Mit den Bautätigkeiten des ersten Bauabschnitts sei man grundsätzlich fertig, lediglich im Bereich der Interims-Stellplätze nördlich der Anna-Haag-Straße soll noch eine Einfriedung und Beschilderung erfolgen. Mit dem Baudezernat befinde man sich laut Peer gerade in Abstimmungen über die städtebauliche Ausrichtung des zweiten Bauabschnitts.

Keinen Fortschritt gibt es laut Auskunft der Stadtverwaltung hinsichtlich des brachliegenden Grundstücks der Firma Layher zu vermelden. Die Brandruine unmittelbar südlich des Green Buildings verhindert derzeit einen weiteren Ausbau in diesem Bereich.

 
 
- Anzeige -