Können, Körperbeherrschung, Muskelkraft und Siegeswillen: Diese Attribute waren übers Wochenende am Fischerpfad gefragt. Dort herrschte bei den Wettbewerben des 455-Mitglieder-Vereins einmal mehr Großkampfstimmung. Insgesamt rund 350 Sportlerinnen und Sportler von acht- bis über 60-Jährigen paddelten auf der Enz um die Wette und feierten das beliebte Bootshausfest.
Bietigheim-Bissingen Zweite Stadtmeisterschaften des Kanu-Clubs
Das 35. Canadierrennen mit der zweiten Stadtmeisterschaften des Kanu-Clubs Bietigheim war mitunter ein nasses Vergnügen.
Bange Blicke zum Himmel der mehr als 50 ehrenamtlichen Einsatzkräfte aus dem Verein am Samstag: Das Nasse ist zwar ihr Element, aber wenn es gewittrig knüppeldick von oben kommt, wird einem das Ganze schon etwas vergällt. Nichtsdestotrotz begannen die Stadtmeisterschaften am Samstag mit einer halbstündigen Verspätung.
über 40 Teilnehmer
Unter den Augen auch des zweifachen Bietigheimer KCB-Kanu-Weltmeisters Wolfgang Jogwer stachen über 40 Teilnehmer vom Gastgeber – einige wenige auch aus der Kanuten-Hochburg Waldkirch und aus Ketsch – bei insgesamt 80 Starts in unterschiedlichen Bootsklassen einschließlich Wildwassersparte in See, um auf der vor Freizeitsportlern abgeschirmten 100-Meter-Strecke die Schikanen so zu meistern, dass bei den Toren möglichst keine Stange touchiert wird.
Das war dann in puncto Geschwindigkeit und Leistungsniveau auf der hier 1,20 Meter tiefen und 15 bis 18 Grad kalten Enz doch sehr unterschiedlich – so sehr sich das Publikum auch mit „Gib Gas“-Rufen bemühte, die Doppelslalom-Akteure lautstark anzufeuern.
Erstmals zum Einsatz kam bei den Zeitnehmerinnen ein von Rennleiter Elias Epple und Freunden im Technischen Gymnasium in Bietigheim-Bissingen in ihrer Freizeit ausgetüfteltes und gebautes elektronisches Zeitmessgerät, das die überholten Stoppuhren ersetzte. „Eine tolle Sache“, freute sich Sportwart Kanuslalom Hannes Krause. Als Kampfrichter konnte er nun Fehler der Athleten per Handy sofort an den Computer übertragen.
Traditionelles Canadierrennen
Nach einem Lob vom Schirmherrn Jürgen Kessing für „die tolle Sache, die Sie hier anbieten und spürbare Freude bereiten“ und einem prima besuchten Event am Abend mit der Band „BeautyCase“ ging es bei der auch mit Schnupperpaddeln, Familienfahrten, Spiele-Parcours und Gaumenfreuden garnierten Veranstaltung am Sonntag weiter mit dem seit fast 40 Jahren traditionellen Canadierrennen.
50 Mannschaften am Start
Rund 300 mehr oder weniger ausgebildete, weibliche und männliche Kraftprotze und „Könner“ aus allen Teilen der Bevölkerung machten sich mit viel Getöse und „Hopp, hopp, hopp“ oder „zieht“ der Fans in annähernd 50 Mannschaften auf die einen Kilometer lange Strecke, um auch hier um Ruhm und Ehr‘ sowie Sachpreise zu wetteifern. Am hellen Sonntagmorgen übrigens zuallererst am Start: das BZ-Frauen-Power-Team. Der Spaß war allen anzusehen – Regengüsse, ausgepowerte Körper und hochrote Köpfe hin oder her.
Die Ergebnisse Canadierrennen: Homepage des Kanu-Clubs Bietigheim: https://kcbi.de
