Bietigheim holt nächsten Sieg SG BBM deklassiert Aufsteiger Zwickau

Von Sebastian Klaus
Bietigheims Linksaußen Veronika  Malá netzt gegen Zwickaus Torfrau Nele Kurzke ein. ⇥ Foto: Frank Kruczynski

Der Bundesliga-Primus aus Bietigheim gewinnt auswärts dank einer konzentrierten Vorstellung mit 40:20.

Dank einer überzeugenden Vorstellung hat der Bundesliga-Spitzenreiter SG BBM Bietigheim den nächsten Sieg eingefahren und seine weiße Weste bewahrt. Am Samstagabend setzten sich die Schwäbinnen beim Aufsteiger BSV Sachsen Zwickau überlegen mit 40:20 durch. „Beim 40:20 für uns war es am Ende genauso laut in der Halle, wie am Anfang beim 1:1“, schwärmte SG BBM-Coach Markus Gaugisch nach der Partie von der tollen Atmosphäre in der engen Sporthalle in Neuplanitz.

Doch zunächst tat sich die Gaugisch-Sieben gegen den überraschend kessen Aufsteiger ungewohnt schwer. Wohl auch, weil dem Team die 400 Kilometer lange Busfahrt noch in den Knochen steckte. Bis zum Stand von 10:10 nach 22 Minuten gestalteten die Gastgeberinnen die Partie absolut ausgeglichen. Einige Großchancen vom Kreis ließen die Sächsinnen sogar noch unbedrängt liegen, sonst hätte der BSV auch in Führung gehen können. Aber auch Bietigheim hatte gerade durch Luisa Schulze am Kreis einige Topgelegenheiten, die jedoch nicht genutzt werden konnten. Doch in der Schlussphase des ersten Durchgangs fingen sich die Gäste wieder und gingen dank eines 6:0-Laufs, bei dem sich vor allem die Bietigheimer Außen auszeichnen konnten, mit einem beruhigenden 16:10 in die Kabine.

Und auch nach dem Wechsel machte die Spielgemeinschaft genau da weiter, wo sie unmittelbar vor der Pause aufgehört hatte. Die nächsten drei Tore gingen allesamt auf das Konto der Gäste. Erst Jenny Choinowski, die aus sehr spitzem Winkel das 11:19 besorgte, beendete die rund fünfzehnminütige Torflaute der Sächsinnen, die immer wieder an Bietigheims brasilianischer Torfrau Gabriela Moreschi verzweifelten. 20 Minuten vor dem Ende belohnte sich die SG-Keeperin mit ihrem Treffer zum 24:11 für die Gäste sogar mit einem ungewohnten eigenen Treffer – die brasilianische Nationalspielerin hatte über das ganze Spielfeld hinweg ins verwaiste Zwickauer Gehäuse getroffen, nachdem deren Trainer Norman Rentsch auf die siebte Feldspielerin gesetzt hatte, um endlich den stabilen Bietigheimer Abwehrriegel zu knacken. „Hintenraus wollten wir noch etwas ausprobieren“, erklärte der Coach seine Taktik, die in der Offensive tatsächlich aufging, dem BSV allerdings auch einige leichte Gegentore wie das von Moreschi bescheren sollte.

In der Folge baute Bietigheim den Vorsprung immer mehr aus. Julia Maidhof traf zehn Minuten vor dem Ende zum 30:16. Am Kreis machte dabei in der zweiten Hälfte in Abwesenheit von Kapitänin Danick Snelder Kelly Dulfer auf ungewohnter Position eine gute Figur. Die niederländische Nationalspielerin traf sechsmal aus dem Feld heraus. Den Endstand zum 40:20 stellte schließlich Xenia Smits in der Schlussminute her. „Zu Beginn hatten wir besonders über den Kreis Probleme gegen den BSV. Mit der Dauer des Spiels fingen wir uns, konnten durchwechseln, damit frische Spielerinnen bringen und somit Zwickau vor immer neue Herausforderungen stellen“, analysierte Gaugisch den Sieg.

 
 
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