Bietigheim lässt dem VfL Lübeck-Schwartau keine Chance SG BBM endgültig zurück in der Spur

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Paco Barthe (links) und Dominik Claus stoppen gemeinsam Lübecks Spielmacher Julius Andersson.⇥ Foto: Alexander Keppler via www.imago-images.de

Handball

Wer gedacht hatte, so eine Startphase wie beim famosen 10:0 nach 19 Minuten gegen den Wilhelmshavener HV sei eine absolute Ausnahme gewesen, hatte sich getäuscht. Zumindest fast. Denn auch beim nie gefährdeten 28:19-Erfolg der SG BBM Bietigheim gegen den Tabellenfünften VfL Lübeck-Schwartau am Mittwochabend ließ die Spielgemeinschaft ihren Gegner in den ersten Minuten überhaupt nicht ins Spiel kommen. Wieder war das Abwehr-Bollwerk der Sieben von Trainer Hannes Jón Jonsson der Schlüssel, sodass es nach 20 Minuten in der Sporthalle am Viadukt 10:4 für die Hausherren stand.

Und tatsächlich gab es noch weitere Parallelen zum letzten Heimsieg: Alleine fünf der ersten zehn Treffer erzielte Christian Schäfer. Der Rechtsaußen hatte bereits gegen den WHV mit elf Buden überragt. Ebenfalls ganz groß spielte hinter einer von Geburtstagskind Patrick Rentschler und Paco Barthe gut geführten Defensive einmal mehr SG-Keeper Aron Edvardsson, der sogar noch seinem prominenten Gegenüber Dennis Klockmann etwas die Show stahl. Gleich drei Siebenmeter sollte der Isländer in den 60 Minuten Spielzeit insgesamt entschärfen.

Martin Marcec feiert Comeback

Neben dem zweifachen deutschen Meister mit dem THW Kiel im Gehäuse der Gäste überzeugte bei den Norddeutschen allerdings auch deren Spielmacher Julius Lindskog Andersson, der die ersten drei Treffer der Gäste erzielte. Ein besonderes Comeback feierte bei der Spielgemeinschaft nach 23 Minuten Martin Marcec, der nach einer fast einjährigen Zwangspause aufgrund eines Kreuzbandrisses Kapitän Jan Asmuth auf Linksaußen ablöste. 13 Minuten nach seiner Einwechslung erzielte der Kroate nach einem schönen Tempogegenstoß dann auch noch sein erstes Tor nach langer Leidenszeit. Doch die Show stahl dem 28-Jährigen gerade in der Schlussphase der ersten Hälfte der an dem Abend überragende Rückraum-Shooter Jonas Link. Der 28-Jährige traf wie er wollte und stellte mit drei Toren in Folge den 14:7-Halbzeitstand her.

Auch zweiter Anzug sitzt

Die zweite Halbzeit verlief ausgeglichen, auch weil Jónsson mit Blick auf das harte Dezember-Programm einigen Spielern aus der ominösen zweiten Reihe Einsatzzeiten gewährte. Wirklich alle SG-Akteure durften einmal auf die Platte. So trafen vom Kreis die Rentschler-Vertreter Jonathan Fischer und  Nils Boschen nacheinander zum 23:14 und 23:15. Und auch Tim Dahlhaus oder Yougster Mario Urban mit zwei Treffern trugen sich gegen einen müde wirkenden Gegner noch in die Torschützenliste ein. Lediglich Max Öhler durfte aufgrund von Schulterproblemen nur einen Angriff ran.

Am Ende stand ein souveräner 28:19-Erfolg für die Hausherren, die durch den Sieg sicherlich noch einmal jede Menge Selbstvertrauen gesammelt haben dürften für die Partie gegen den Spitzenreiter VfL Gummersbach am Samstag.

 
 
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