Insgesamt über ein Dutzend Spieler werden in der nächsten Saison nicht mehr das Trikot der Bietigheim Steelers tragen. Am Donnerstagvormittag verkündete der Playoff-Halbfinalist den Abgang von 14 Spielern (siehe unten), darunter einige Leistungsträger.
Bietigheim Steelers 14 Spieler verlassen das Ellental
Ein weiterer Kader-Umbruch steht beim SCB bevor.
Die schmerzhaftesten Abgänge für den SCB sind sicherlich Stürmer Brett Kemp, Routinier und Aushilfs-Co-Trainer Tyler McNeely und Goalie Olafr Schmidt. Kemp, der im Sommer aus Wien ins Ellental wechselte, machte in seinem ersten Jahr in Deutschland gleich auf sich aufmerksam. Zu 38 Toren und 35 Assists in der Hauptrunde kamen in den Playoffs weitere vier und zehn dazu. Ligaweit der viertbeste Wert, vereinsintern muss sich der Kanadier nur hinter Jack Dugan einreihen. Allen voran im Hauptrundenendspurt glänzte der 26-Jährige. In 13 der letzten 15 Partien der regulären Saison sammelte er einen Scorer, insgesamt kam er in dieser Zeit auf 30 Punkte.
Sturm-Routinier sagt Ade
Auch Tyler McNeely verlässt zum zweiten Mal in seiner Karriere die Steelers. Der Deutsch-Kanadier, der im letzten Playoff-Halbfinale nach der Entlassung von Trainer Alexander Dück als Interims-Co-Trainer agierte, spielte bereits zwischen 2017 und 2019 im Ellental, kehrte vergangene Saison in der Oberliga zurück und war trotz seiner inzwischen 39 Jahre immer noch ein wichtiger Bestandteil des SCB und krönte sich in dieser Saison sogar zum DEL2-Top-Scorer aller Zeiten beim Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse. Trotz immer wieder kleinerer Verletzungen kam der Assistenzkapitän auf 26 Scorer in 45 Partien. Ihn zieht es laut Medienberichten nun zu den Hannover Indians.
Dorthin soll wohl auch Olafr Schmidt wechseln. Der Goalie wechselte 2023 nach dem Abstieg aus der DEL ins Ländle und hatte zu Beginn keinen guten Stand. Mit Leon Doubrawa teilte er sich das Netz, fand kaum in die Spur und wurde als Sündenbock der Fans in der wohl schwärzesten Zeit des Klubs erkoren. Doch mit mehr Spielzeit und mehr Vertrauen steigerte er sich stetig. Den Abstieg in die Oberliga konnte er zwar nicht mehr verhindern, allerdings dafür sorgen, dass es schnurstracks wieder zurück in die DEL2 ging.
Im entscheidenden Spiel sieben der Final-Serie gegen die Hannover Scorpions wurde er zum Matchwinner und hievte den SCB auf seinem Rücken zurück in Liga zwei. Auch in dieser Saison war der 30-Jährige teils schier unüberwindbar. Er sammelte die drittmeisten Siege aller Goalies in der Hauptrunde, parierte die fünftmeisten Schüsse und stellte Konkurrent Florian Mnich in den Schatten.
Dugan bleibt doch
Wer jedoch noch nicht verabschiedet wurde, ist Jack Dugan. Der Goldhelm wurde mit einem schwedischen Klub bereits in Verbindung gebracht, das hat sich nun aber zerschlagen. Der US-Amerikaner wird seinen Vertrag im Ellental wohl verlängern. Das könnte bereits am Samstag verkündet werden, um 16 Uhr werden die neuen Verträge beim Saisonabschluss der Steelers bekannt gegeben.
Alle bestätigten Abgänge der Bietigheim Steelers:
Tor: Florian Mnich (Ziel unbekannt), Olafr Schmidt (Gerücht: Hannover Indians).
Verteidigung: Sören Sturm (Ziel unbekannt), Benedikt Jiranek (Ziel unbekannt), Jesse Kauhanen (Gerücht: Bad Nauheim).
Angriff: Justin Scheck (Ziel unbekannt), Tamas Kanya (Ziel unbekannt), Ratislav Judin (Ziel unbekannt), Alex Dostie (Ziel unbekannt), Tyler McNeely (Gerücht: Hannover Indians), Luis Ludin (Ziel unbekannt), Brett Kemp (Gerücht: Düsseldorf), Filip Reisnecker (Ziel unbekannt), Philipp Nuss (Ziel unbekannt).
