Nach zwei klaren Niederlagen gegen Kassel (1:7) und Regensburg (1:5) haben die Bietigheim Steelers gegen den zuletzt so formstarken EC Bad Nauheim zurück in die Erfolgsspur gefunden. Nach schwachem Start kämpften sich die Ellentäler in die Partie und siegten in der Verlängerung vor 3972 Zuschauern in der Ege-Trans-Arena mit 2:1.
Bietigheim Steelers Bietigheimer drehen Partie gegen Bad Nauheim
Rund 30 Minuten läuft das Spiel der Bietigheim Steelers nicht rund. Doch dann gewinnen sie die Heim-Partie gegen den EC Bad Nauheim noch mit 2:1 in Verlängerung.
Neben Keeper Olafr Schmidt standen bei den Bietigheimern Tim Schüle, Arne Uplegger, Mike Fischer, Brett Kemp und Marek Racuk in der ersten Reihe. Filip Reisnecker (verletzt) und der seit Freitag für die Steelers spielberechtigte Förderlizenzspieler Kevin Bicker (in Mannheim im Einsatz) standen den Bietigheimern nicht zur Verfügung.
Gäste starten dominant
Die Anfangsminuten gehörten den Gästen aus der Wetterau. Die Steelers, bei denen Alex Dostie nach viermonatiger Verletzungspause sein Heim-Comeback feierte, taten sich im Aufbauspiel schwer. Generell haperte es in der Vorwärtsbewegung. Aus dem Plus beim Scheibenbesitz konnten die Roten Teufel aber zu wenige hochkarätige Chancen herausspielen. Ausgerechnet in Unterzahl hatte Brett Kemp für die Ellentäler die erste große Chance. Bei einem Konter führte der Kanadier die Scheibe eng ums Nauheimer Tor herum und zog ins kurze Ecke ab. Doch ECN-Keeper Jerry Kuhn machte die Lücke zu und parierte (5.). Bad Nauheims Goldhelm Justin MacPherson hatte in Unterzahl gleich zweimal die Chance, die Gäste in Führung zu bringen. Doch Olafr Schmidt parierte beide Male stark (13.). Fast doppelt so viele Torschüsse sollten die Wetterauer nach zwanzig Minuten vorweisen können (13:7). Doch es ging ohne Tore in die erste Drittelpause.
Nach einem Stockschlag von Kemp gerieten die Ellentäler im Mitteldrittel direkt in Unterzahl, überstanden diese aber gut. Doch nachdem es mit Fünf-gegen-Fünf weiterging, waren die Gäste einmal mehr reaktionsschneller und wacher. Einen Schuss von Andrej Bires konnte SCB-Keeper Schmidt noch klären. Doch den Abpraller sicherte sich Nauheims Lukas Ribarik. Sein Schuss rutschte Schmidt über den Schoner und die freiliegende Scheibe netzte Julian Lautenschlager zur verdienten 1:0-Führung ein (24.).
Anschließend fanden die Steelers endlich besser ins Spiel. Die Zuspiele wurden genauer und die Vorwärtsbewegung energischer. Erneut war es Brett Kemp, der die größte Gelegenheit zum Ausgleich ausließ. Alleine vor Nauheims Keeper Jerry Kuhn wollte er das Hartgummi um den herausstürmenden Torwart schlenzen. Doch der starke Rückhalt des ECN kam noch mit dem Schläger an die Scheibe und parierte spektakulär. In einem anschließenden Power-Play setzten sich die Bietigheimer gut fest und Alex Dostie hatte mehrere gute Gelegenheiten. Doch immer wieder sicherte Jerry Kuhn mit mehreren starken Paraden die Führung der Gäste.
Schlussoffensive fruchtet
Ins Schlussdrittel starteten die Ellentäler mit angepassten Reihen. „Wir hatten das Gefühl, dass es in den Reihen etwas hakt und haben umgestellt“, erklärte SCB-Trainer Dück nach dem Spiel. Vor allem die reine Import-Reihe mit Racuk, Dugan und Kemp machte nun enormen Druck. Praktisch im Minutentakt erspielten sich die Gastgeber jetzt gute Möglichkeiten. Phasenweise wirkte das Spiel trotz Fünf-gegen-Fünf wie ein dauerhaftes Power-Play der Steelers. Die Roten Teufel lauerten auf Konter, waren aber überwiegend im eigenen Drittel eingeschnürt. Erst als die Ellentäler dann aber tatsächlich in Überzahl kamen, nachdem Parker Bowles wegen Beinstellens und unsportlichem Verhalten eine 2+2-Minutenstrafe erhielt, platzte der Knoten. Nach einem Schuss von Arne Uplegger sicherte sich Jack Dugan den Abpraller und netzte zum 1:1 ein (54.). Beinahe wäre dem Bietigheimer Goldhelm sogar der Siegtreffer gelungen. Ein Schuss Dugans knallte an den Außenpfosten (58.). Dann ging es in die Verlängerung. Nach einer erneuten Strafzeit gegen Bowles schob Brett Kemp nach Zuspiel von Jack Dugan zum umjubelten 2:1-Sieg ein. „Es war ein sehr, sehr zähes Spiel“, betonte Alexander Dück nach dem Spiel. „Wir hatten vorne Ladehemmung und sind froh, die zwei Punkte mitzunehmen.“
Am kommenden Freitag (19.30 Uhr) sind die Steelers zu Gast bei den Eispiraten Crimmitschau.
