Bietigheim Steelers Das Abstiegsgespenst spukt im Ellental

Von nb
Dominik Lascheit musste gegen Selb noch krankheitsbedingt aussetzen. Ob er gegen die Krefeld Pinguine wieder mit von der Partie ist, ist noch nicht klar. Foto: Ralf Poller/Avanti

Die Bietigheimer Steelers stehen bereits mit einem Bein in den Playdowns. Viel Zeit bleibt nicht.

Selten wurde die Euphorie schneller gedämpft als in den vergangenen Tagen bei den Bietigheim Steelers. Der Klub aus dem Ellental steckt in der Tabelle der Deutschen Eishockey Liga 2 jetzt noch tiefer im Sumpf als zuvor. Nach sieben Punkten aus drei Spielen – darunter einem Sieg gegen den direkten Konkurrenten Dresden und einem Überraschungserfolg gegen die Ravensburg Towerstars – ist das Team von Trainer Daniel Naud wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht worden.

Steelers wollen Versöhnung

Jetzt geht es für den SCB an diesem Freitag nach Krefeld, die die letzten drei Partien verloren haben. „Wenn wir mehr Leute haben, werden wir mehr Energie haben“, prognostizierte Naud nach der Partie gegen Selb, gegen die sein Team mit 1:7 aus der eigenen Ege-Trans-Arena geschossen wurde – und dabei auf Häme und Pfiffen der eigenen Fans stieß. Den sichtbaren Unmut der Mannschaft nach der Klatsche konnte der Deutsch-Kanadier voll und ganz nachvollziehen. „Die sind alle frustriert. Das sind ganz normale Menschen.“ Dabei helfen soll Neuzugang Marek Racuk. Der Tscheche wurde am vergangenen Montag in Bietigheim vorgestellt und stand gegen die Wölfe bereits auf dem Eis und das ohne vorheriges Training mit dem Team. Elf Punkte Rückstand sind es damit auf Rang zehn, den ersten Pre-Playoff-Platz.

Auf die siegreichen Wölfe – die auf Platz zwölf rangieren – sind es auch bereits neun Zähler. Doch der Coach bleibt weiterhin unermüdlich positiv. „So lange es mathematisch möglich ist, muss man dran glauben“, sagte Naud und zieht einen Vergleich mit dem Aufstieg 2021: „Als wir Meister geworden sind, waren wir nicht die Favoriten. Wir lagen in allen Best-of-Fünf-Serien mit 0:2 hinten und sind immer wieder zurückgekommen.

Verletzte Spieler bald wieder da

Dazu ergänzte er: „Es werden nach und nach ein paar Spieler nach Verletzungen zurückkommen.“ Denn mit Ryker Killins und Ryan Gropp standen Naud zwei Spieler in den vergangenen Spielen zur Verfügung. Dafür musste der Trainer allerdings auf seinen Sohn Guillaume Naud, Dominik Lascheit und den weiterhin außer Gefecht gesetzten Brett Welychka verzichten.

Grund zur Hoffnung geben die bisherigen Partien mit den Pinguinen in dieser Saison. In allen drei Aufeinandertreffen punkteten die Steelers, allerdings endete das Spiel nie nach 60 Minuten.

 
 
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