Bietigheim Steelers Den Steelers fehlen einfach Tore

Von Michael Nachreiner
Constantin Braun führt die Bietigheim Steelers als Kapitän an. Foto: /Oliver Bürkle

Topscorer der Bietigheimer ist mit Mathew Maione ein Verteidiger. Am Dienstag wartet das nächste Duell. Um 19.30 Uhr ist das erste Bully mit den Wild Wings in Schwenningen.

Die Statistiken sprechen ganz deutlich gegen einen Klassenerhalt der Bietigheim Steelers in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Das Team aus dem Ellental hat in den bisherigen 42 Saisonspielen mit 1010 die wenigsten Torschüsse abgegeben, hat mit 84 die wenigsten Treffer erzielt und hat mit 162 die mit Abstand meisten Gegentore kassiert. Mit 30 Punkten zieren sie das Tabellenende. Dennoch beträgt der Rückstand auf den Vorletzten Augsburger Panther nur sieben Zähler. Die bayrischen Schwaben noch einzuholen, darauf hofft Constantin Braun. „Um den Rückstand auf Augsburg aufzuholen, dafür spielen wir“, sagte der Steelers-Kapitän vor dem Spiel in Köln am Sonntag bei Magenta Sport. „Und dann muss erst mal ein Klub in der DEL2 Meister werden, der die Lizenz fürs deutsche Eishockey-Oberhaus eingereicht hat. Nach dem 5. März schauen wir, wo wir stehen.“

Die nächste Chance, etwas vom Rückstand auf die Augsburger abzuknabbern, haben die Steelers an diesem Dienstag (19.30 Uhr) bei den Schwenninger Wild Wings. Zumindest vorübergehend, denn die Panther müssen am Mittwoch in Frankfurt ran.

Gegen die Wild Wings fuhren die Bietigheimer ihren letzten Dreier ein. Vor zweieinhalb Wochen schlugen sie Schwenningen zu Hause mit 2:1. Auch Braun ist zuversichtlich, dass es eine Wiederholung des Erfolgs geben könnte. „Wir haben viele gute Spiele gemacht. Und wir haben auch oft genügend Chancen, um Spiele zu gewinnen. Aber wir haben nicht getroffen und aus unseren Gelegenheiten Kapital geschlagen“, erklärte der fünfmalige Deutsche Meister.

Die Frage stellt sich aber auch, wer die Tore erzielen soll. Der Topscorer der Bietigheimer ist nicht etwa ein Angreifer, sondern mit Mathew Maione bezeichnenderweise ein Verteidiger. Der 32-jährige Kanadier erzielte bisher sieben Treffer und legte 18 weitere auf. Bester Torschütze der Steelers ist Evan Jasper – allerdings mit nur 13 Treffern. „Wenn man da unten steht, wo wir stehen, will jeder noch mal einen Move machen oder einen Pass spielen, statt die Scheibe einfach aufs Tor zu bringen. Die Jungs denken zu kompliziert. Wir müssen endlich anfangen, einfaches Eishockey zu spielen“, analysierte Braun.   Michael Nachreiner

 
 
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