Bietigheim Steelers Die Playoffs sind sicher, kommt das Heimrecht dazu?

Von Niklas Braiger
Liebend gern würde Steelers-Goalie Olafr Schmidt (unten) das Heimrecht im Viertelfinale genießen und vor der Enztalkurve feiern. Foto: Leonie Keppler/Baumann

Die Bietigheim Steelers haben am vergangenen Wochenende die Pre-Playoffs frühzeitig vermieden, jetzt könnten sie noch weiter klettern.

Zwei Partien verbleiben noch in der äußert erfolgreichen Hauptrunde in der DEL2 für die Bietigheim Steelers. Seit dem vergangenen Wochenende steht fest, dass der SCB sich nicht über die Pre-Playoffs für die Meisterrunde qualifizieren muss, sondern direkt im Viertelfinale steht. Nun ist nur noch zu klären, auf welchem Platz die Ellentäler am Ende abschließen. An diesem Freitag geht es nun erst einmal beim Heimspiel um 19.30 Uhr an der „Ladies-Night“ gegen die Lausitzer Füchse, ehe am Sonntag um 17 Uhr der 52. und finale Spieltag in Krefeld wartet.

Wohl schon am Freitag mit dabei sind die drei kurzfristigen Neuverpflichtungen der sechs von Coach Alexander Dück. Nach einigen Verletzungssorgen hat der Verein noch einmal vor dem Start der Playoffs nachgelegt und sich verstärkt: Denn zuletzt lagen neben den langfristigen Ausfällen um Verteidiger Maximilian Söll und den Stürmern Benjamin Zientek, Tyler McNeely und Joshua Rust noch weitere Akteure im Lazarett. Auch Kapitän Alexander Preibisch und Marek Racuk, der zuvor in bestechender Form war, mussten gegen die Düsseldorfer EG am vergangenen Sonntag zusehen. Besonders bitter für Preibisch, der damit das Wiedersehen mit seinem Ex-Klub verpasste.

Zwei Chancen auf Spielpraxis

Doch dafür sind drei Neue am Start. Jesse Kauhanen von den Erding Gladiators soll den Söll-Ausfall in der Defensive kompensieren, im Sturm bringen Philipp Nuss (eigene Jugend) und Luis Ludin (Heilbronner Falken) neue Impulse und haben nun noch zwei Mal die Chance, sich vor den Playoffs in das neue Spielsystem zu integrieren.

Kräfte schonen und die beiden bevorstehenden Duelle frühzeitig abschenken können die Steelers jedoch auch nicht. Denn noch gibt es drei mögliche Endplatzierungen und damit verbunden auch drei unterschiedliche Viertelfinal-Gegner. Sollte der SCB den aktuell fünften Tabellenplatz halten (83 Punkte), so würden garantiert die Ravensburg Towerstars (87) auf Rang vier warten. Umgekehrt ist es das gleiche Spiel: Die beiden schwäbischen Teams könnten noch die Plätze tauschen, würden aber trotzdem aufeinandertreffen. Dann würde Bietigheim lediglich das Heimrecht für die erste Runde ergattern.

Rosenheim oder Kassel möglich

Mit zwei Siegen der Eisbären Regensburg (79 Punkte) und zwei Niederlagen könnten die Ellentäler allerdings auch noch auf Rang sechs abrutschen. In diesem Fall wären vor dem 51. Spieltag noch zwei Gegner möglich: Einerseits die Starbulls aus Rosenheim, die im Moment Dritter sind. Sollten die Bayern jedoch beide verbleibende Begegnungen für sich entscheiden und zeitgleich die Kassel Huskies zwei Mal zum Abschluss patzen, würden die Hessen auf Platz drei abrutschen und sich mit dem SCB messen.

Keine gute Bilanz gegen das Trio

Gegen alle drei potenzielle Gegner sahen die Steelers in der Hauptrunde bisher nicht unbedingt gut aus. Gegen Ravensburg schoss man zwar zwölf Tore in den vier Aufeinandertreffen, kassierte aber auch 20 Buden und holte nur beim letzten Aufeinandertreffen bei den Towerstars einen Zähler bei der 4:5-Overtime-Niederlage. Auch gegen Kassel gab es nur im letzten Aufeinandertreffen Zählbares, dort sprang nach einem 1:2, einem 0:4 und einem 1:7 immerhin ein 5:4-Sieg in der Verlängerung für die Grün-Weiß-Blauen heraus.

Immerhin einen Dreier sicherten sich die Dück-Männer gegen die Starbulls. Nach zwei Pleiten in den ersten beiden Duellen (3:6 und 3:4) dominierte der SCB immerhin beim 5:2 vor heimischer Kulisse am 29. Spieltag. Damals brillierte Verteidiger Arne Uplegger mit einem Doppelpack und brachte die Steelers schon nach zweieinhalb Minuten auf die Siegerstraße. Die bis dato letzte Partie mit den Rosenheimern war jedoch ernüchternd. Hier gab es erneut eine deftige Klatsche, mit 1:6 ging man im ROFA-Stadion unter und wurde unter anderem von Ex-Steeler C.J. Stretch mit drei Scorerpunkten abgeschossen.

 
 
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