Bietigheim Steelers Eckl: „Die Pause kam gerade recht“

Von Niklas Braiger
Seine Körperlichkeit wird Bastian Eckl (stehend) gegen Rosenheim noch nicht an den Tag legen. Foto: Ralf Poller/Avanti

Nach dem Deutschland-Cup steht für die Bietigheim Steelers wieder der Liga-Alltag an. Gegen Rosenheim wäre Bastian Eckl gerne dabei, er fehlt aber noch verletzt

Nicht nur auf Grund der jüngsten Ergebnisse, kam der Deutschland-Cup den Bietigheim Steelers ziemlich gelegen. Denn nach den zwei Niederlagen gegen Krefeld und Kassel war auch das Lazarett beim Eishockey-Zweitligisten gut gefüllt. Bastian Eckl, Joshua Rust und Alex Dostie fehlten weiterhin. Immerhin bei den ersten Beiden steht das Comeback wieder vor der Tür. Auf Instagram verkündete der Klub, dass Eckl bereits an diesem Freitag auswärts bei den Starbulls Rosenheim (19.30 Uhr) auf dem Eis stehen sollte.

Wohlverdiente Regeneration

Davon weiß der gebürtige Regensburger jedoch nichts: „Das wird wahrscheinlich noch nichts, für Sonntag stehe ich in den Startlöchern. Aber ich kann nichts versprechen“, erklärt Eckl, der die Länderspielpause gut genutzt hat. „Es hatte sich gezogen, aber es war wichtig, dass es gut abheilt. Während der Pause bin ich nochmal richtig fit geworden.“ Doch nicht nur für Eckl war die Spielfreie Zeit wichtig. „Die Pause kam gerade recht. Die Jungs haben die letzten Spiele richtig abgerissen, was auch zum Erfolg beigetragen hat. Da waren sie aber platt.“

Seit Anfang Oktober hatte den 25-Jährigen eine Unterkörperverletzung aus der Bahn geworfen. Hinzukommt, dass er im Training einen Puck ins Gesicht bekommen hat. Davon gezeichnet ist Eckls Lippe aktuell, die nach einer Platzwunde genäht ist. Auch einen Zahn hat er verloren. Bitter, da der 1,89 Meter große Stürmer nicht nur Schussgewalt sondern auch eine mächtige körperliche Präsenz auf das Eis bringt und keinen Check scheut.

Zudem ist es für ihn persönlich schade, dass sich das Comeback noch ein Spiel nach hinten zieht. Denn gegen seinen Ex-Klub hätte Eckl gerne auf dem Eis gestanden. „Es ist immer schön, gegen seinen alten Klub zu spielen. Aber was nicht ist, ist nicht. Lieber erst einmal fit werden“, erklärt er. Bevor der Bayer nämlich vor der vergangenen Saison ins Ellental wechselte, spielte er bei den Starbulls – unter anderem mit Tyler McNeely. In den damaligen Duellen gegen den SCB sorgte Eckl sogar bei einem 4:1-Sieg der Rosenheimer für einen Assist, weitere Scorer sammelte er damals nicht.

Defensivstarke Gastgeber

Gegen seinen früheren Verein wird er nach der Verletzung nun also erst einmal nicht treffen. Dennoch kennt er eine Vielzahl der Spieler noch und auch ihre Eigenarten. Aber: „Rosenheim ändert auch ihr System und schaut sich unser System an.“ Eine große Hilfe als Aushilfs-Coach ist er also nicht. Was er uns seine Mitspieler gegen die Starbulls vermeiden müssen, sind vergebene Großchancen. Denn viel lässt der SBR nicht zu, mit 30 Gegentoren stellen die Rosenheimer die zweitbeste Defensive der Liga und stehen damit auf Rang vier. Doch hat Bietigheim zuletzt gezeigt, dass sie auch gegen die Top-Klubs punkten können. Landshut (Dritter), Düsseldorf (Fünfter) und Crimmitschau (Sechster) wurden allesamt als Verlierer vom Eis geschickt, mit Krefeld und Kassel gab es allerdings gegen die beiden Spitzenteams der DEL2 nach fünf Siegen wieder zwei Pleiten vor der Pause.

„Gegen jedes Team wollen wir Punkte holen. Gegen die unteren ist es umso wichtiger, aber auch gegen die Top-Klubs gilt: Punkte sind Punkte. Wir geben jedes Spiel Vollgas“, macht Eckl klar. Mitwirken kann er zwar noch nicht, wird seine Jungs aber anfeuern. Genauso auch Rust und Dostie: „Bei Joshi Rust ist es so, dass er aller Voraussicht nach gegen Rosenheim und Kaufbeuren noch geschont wird“, schreibt der SCB auf den Sozialen Medien und weiter: „Auch bei Alex Dostie geht es weiter bergauf, jedoch benötigt er noch Zeit, ehe er zurück zur Mannschaft kehren wird.“

 
 
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