Bietigheim Steelers Ein Stich ins Herz der Steelers

Von Manuel Schust
Kapitän Alexander Preibisch und die Bietigheim Steelers mussten sich trotz couragiertem Auftritt zum Auftakt der DEL2-Saison mit 1:2 gegen die Kassel Huskies geschlagen geben. Foto: Ralf Poller/Avanti

Die Bietigheim Steelers verlieren die Auftaktpartie in der DEL2 denkbar unglücklich in letzter Minute gegen die Kassel Huskies mit 1:2. 

Das Warten hat ein Ende, am Freitagabend ist endlich die DEL2-Saison eröffnet worden. Mittendrin sind die Bietigheim Steelers, die im ersten Heimspiel mit den Kassel Huskies gleich ein absolutes Spitzenteam in der Ege-Trans-Arena zu Gast hatten. DEL2 Geschäftsführer René Rudorisch hieß die Steelers vor Spielbeginn willkommen zurück in der DEL2-Familie. Und dann ging es auch schon los. Steelers-Trainer Alexander Dück schickte neben Goalie Olafr Schmidt auch die Verteidiger Sören Sturm und Pawel Dronia sowie Marek Racuk, Bastian Eckl und Brett Kemp aufs Eis.

Nachdem die Gäste aus Nordhessen nach wenigen Sekunden direkt einen Schuss ans Gestänge des Steelers-Tors abgefeuert hatten, vergab Brett Kemp in der ersten Minute die erste große Chance mit einem Schlenzer am Tor vorbei. Die Huskies zeigten sich in den Anfangsminuten als das Team mit mehr Scheibenbesitz. Doch so wirklich große Torchancen konnten sich die Gäste trotz mehr Spielanteilen nicht erspielen.

Steelers nutzen Fehler aus

Typisch für ein erstes Saisonspiel schlichen sich in die Angriffsbemühungen der Kasseler immer wieder kleine Abspielfehler ein. Und die nutzte die gut stehende Verteidigung der Bietigheimer gut aus, um zu einigen Torchancen zu kommen. In Überzahl zeigten Brett Kemp, Basti Eckl und Alex Dostie in der zwölften Minute eine tolle Kombination. Doch einschussbereit rutschte Dostie genau dann unglücklich weg und die Chance war vergeben. Auf der anderen Seite hielt Tristan Keck mal voll drauf. Doch Olafr Schmidt lenkte die Scheibe übers Tor. Nach einem One-Timer von Maximilian Söll klärte Huskies-Goalie Maurer Die dickste Gelegenheit ließ aber Steelers-Stürmer Jack Dugan aus, als er in Überzahl geschickt verzögerte und den Puck dann an die Latte des Huskies-Kastens hämmert.

Erst im zweiten Drittel belohnten sich die Steelers endlich. Arne Uppleger passte zu dem an der blauen Linie postierten Alex Dostie, der einfach abzog. Huskies-Goalie Maurer rutschte gar nicht platziert geschossene Scheibe unglücklich durch die Schoner und ganz plötzlich steht es 1:0.

Zweiter Treffer liegt in der Luft

Und die Grün-Weißen blieben weiter am Drücker. Gegen geschockte Nordhessen hatten die Steelers zwei richtig große Gelegenheiten das zweite Tor zu erzielen. Doch zuerst scheiterte der alleine aufs Tor zusteuernde Torschütze Dostie an Maurer, der offensichtlich etwas gutzumachen hatte. Und dann konnte auch Jack Dugan eine Eins-gegen-Eins-Situation gegen den Kasseler Torhüter nicht nutzen.

In dieser Phase des Spiels verpassten es die Bietigheimer nachzulegen. Und wie es im Sport oft so ist, rächte sich das. Denn nach dem Powerbreak hatten die Huskies sich von dem Schock des Gegentors erholt und starteten in eine Druckphase. Olafr Schmidt konnte sich gegen Mitchell Hoelscher zunächst noch gut auszeichnen. Doch in der 33. Minute fiel der Ausgleich. Dominic Turgeon lenkte die durch die Luft segelnde Scheibe vorbei an Olafr Schmidt ins Tor.

Auch nach der Drittelpause blieb Kassel das spielbestimmende Team. Vor allem in Überzahl konnten die Huskies viel Druck ausüben und Olafr Schmidt parierte einige Male gekonnt. Als Kassels Hunter Garland nach dem Powerbreak eine Strafzeit kassierte, kippte das Momentum aber wieder zugunsten der Heimmannschaft. Nach Anspiel von Jack Dugan hämmerte Alex Dostie die Scheibe knapp am linken Pfosten vorbei. Der Kasten der Huskies war zwischen der 52. Und 55. Minute unter Dauerbeschuss der Steelers. Aber Kassel konnte diese Phase schadlos überstehen und kam in den Schlussminuten dank einer gegen Marek Racuk ausgesprochenen Strafzeit wieder in Schwung.

Schock in der letzten Spielminute

Einen Schuss von Tristan Keck konnte Schmidt noch abwehren. Doch in buchstäblich letzter Minute gelang den Gästen der Führungstreffer durch Tyler Benson. Die Steelers warfen nochmal alles nach vorne, zogen 40 Sekunden vor Ende sogar den Goalie. Doch denkbar unglücklich mussten sich die Ellentäler geschlagen geben.

Gästetrainer Woodcraft lobte die Steelers zwar als „gut gecoachte Mannschaft, gegen die wir bis zur letzten Minute für den Sieg gebraucht haben.“ Doch Steelers-Trainer Alexander Dück und auch die Fans der Bietigheimer konnte das kaum trösten. „Wir haben gegen eine offensiv ausgerichtete Mannschaft gespielt und mussten defensiv viel machen“, betonte Cheftrainer Dück. „Kassel hat das gut gemacht. Ein Spiel dauert eben nicht 59, sondern 60 Minuten.“

 
 
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