Steelers-Trainer Alexander Dück hatte nach den Niederlagen gegen Freiburg (3:5) und Ravensburg (2:4) von seiner Mannschaft eine Rückkehr zu den Tugenden gefordert, die die Bietigheimer in der Tabelle nach oben gebracht hatten. Gegen die Starbulls Rosenheim, die am Freitag noch im Topspiel in Krefeld gesiegt und zuletzt sechs Spiele in Folge gewonnen hatten, gaben die Spieler die richtige Antwort und sorgten vor 4417 Zuschauern in der ausverkauften Ege-Trans-Arena für einen umjubelten 5:2-Heimsieg.
Bietigheim Steelers Ellentäler beenden die Siegesserie Rosenheims
Mit einem 5:2-Heimerfolg gegen die zuvor in sechs Spielen ungeschlagenen Starbulls Rosenheim haben sich die Bietigheim Steelers nach zwei Niederlagen eindrucksvoll zurückgemeldet.
Neben Keeper Olafr Schmidt setzte Headcoach Alexander Dück gegen Rosenheim in der ersten Reihe auf Tim Schüle, Arne Uplegger, Mike Fischer, Marek Racuk und Brett Kemp. Bei den Bietigheimern fehlte Filip Reisnecker krankheitsbedingt.
Steelers legen Blitzstart hin
Anders als noch zwei Tage zuvor gegen Ravensburg waren die Ellentäler von Beginn an hellwach. Nachdem Rosenheims C.J. Stretch wegen Stockschlags eine 2-Minutenstrafe aufgebrummt bekommen hatte, waren die Bietigheimer nach nur zwei Spielminuten erstmals in Überzahl. Arne Uplegger realisierte blitzschnell, dass Rosenheims Unterzahl-Formation sich noch nicht richtig positioniert hatte und sprintete nach einer Körpertäuschung in die Lücke der Verteidigung. Alleine auf Starbulls-Keeper Oskar Autio zulaufend netzte Uplegger zur frühen 1:0-Führung ein.
In der ersten eigenen Unterzahl-Situation hatte Rosenheim eine gute Gelegenheit, als Stretch Järväinen bediente und der nur knapp am Tor vorbeischoss. Ansonsten funktionierte das Penalty Killing der Bietigheimer aber gut. Und als das Dück-Team kurz darauf selbst in Überzahl war, zeigte es sich effizient. Jack Dugan spielte die Scheibe quer durch die Box zum frei stehenden Cole Fonstad und dessen Direktabnahme landete zum Jubel der Steelers-Fans zum 2:0 im Tor (8.).
Und es sollte aus Bietigheimer Sicht noch besser werden. Nach dem Powerbreak hielt Dugan von der blauen Linie einfach mal drauf. Der verdeckte Schuss konnte vom nicht sicher wirkenden Starbulls-Goalie Autio nicht richtig pariert werden. Das Hartgummi fiel stattdessen genau vor die Kelle des einschussbereiten Maximilian Söll, der zum 3:0 einschob. Rosenheim zeigte sich nicht lange geschockt angesichts des frühen, hohen Rückstands. Nachdem Autio einen Schuss von Kemp pariert hatte, ging es ganz schnell in Richtung Bietigheimer Tor. Teemu Pulkkinen knallte die Scheibe an den linken Innenpfosten und von dort landete sie chancenlos für Schmidt hinter der Linie zum 3:1-Anschlusstreffer.
Die Gäste aus Oberbayern starteten vor Ende des ersten Drittels eine Schlussoffensive und Schmidts Kasten geriet unter starken Beschuss. Doch trotz einer Bilanz von 16:7-Torschüssen für die Gäste, gingen die Bietigheimer mit einer 3:1-Führung in die Drittelpause.
Auch zu Beginn des zweiten Spielabschnitts übte Rosenheim weiter starken Druck aus und schnürte Bietigheim teilweise im eigenen Drittel fest. Doch die Defensive der Steelers stand gut und es ergaben sich vereinzelt auch Kontermöglichkeiten. Die größte ließ Cole Fonstad aus, der aus spitzem Winkel vergab (26.). Auf der anderen Seite parierte SCB-Goalie Schmidt in einer Eins-gegegen-Eins-Situation routiniert gegen den alleine vor ihm auftauchenden Lewis Zerter-Gossage (28.).
Nach einer erneuten Überzahl für Rosenheim gelang den Gästen der Anschlusstreffer. Scott Feser hatte den rechts positionierten Fabian Dietz schön in Szene gesetzt und der netzte schnörkellos ein (29.).
Während eines Bietigheimer Power Plays landete Brett Kemp anschließend einen lauten Pfostenknaller. Ganz nah am 4:2 waren die Steelers anschließend auch, als im Gewühl vor dem Torraum der Gäste die Scheibe noch vor knapp der Linie von Rosenheims Sebastian Zwickl geklärt wurde. Per Videobeweis überprüften die Schiedsrichter ihre Entscheidung – und blieben dabei: kein Tor. Der Ausgleich der Gäste lag hingegen in der Luft, als Ville Järveläinen nur das Außengestänge traf. Die Bietigheimer stemmten sich weiter entschlossen gegen starke Rosenheimer und gingen mit einer Führung ins Schlussdrittel.
Zu Beginn des Schlussabschnitts ging es Hin und Her. Als zuerst Cole Fonstad und dann auch noch Arne Uplegger Strafzeiten kassieren, überstehen die Bietigheimer eine Minute im 5-gegen-3.
Uplegger trifft zum zweiten Mal
Nachdem ein Schuss von Rosenheims Goldhelm Feser geblockt wurde, schaltete Arne Uplegger schnell um und lief von der Strafbank aus alleine auf Autio zu. Der 27-Jährige, der seinen Vertrag bei den Steelers jüngst verlängert hatte, erzielte aus spitzem Winkel seinen zweiten Treffer des Tages zum 4:2 (48.). Für die Entscheidung sorgte kurz darauf Joshua Rust. Der aufgerückten Verteidigung stibitzte der 22-Jährige die Scheibe und knallte sie Autio durch die Beine zum 5:2. Rosenheim warf nochmal alles nach vorne. Aber selbst einen Penalty von Ville Järveläinen parierte SCB-Goalie Olafr Schmidt souverän. Am 5:2-Sieg war nicht mehr zu rütteln.
„Die Reaktion der Mannschaft war nach dem letzten Spiel richtig“, betonte Trainer Dück in der Pressekonferenz. „Es war für jeden wichtig, vor allem zu Hause eine gute Reaktion zu zeigen. Wir haben mit einfachen Sachen Wege gefunden, Tore zu erzielen. Das hat uns heute zum Erfolg geführt.“
Bereits am Dienstagabend (19.30 Uhr) sind die Steelers zu Gast beim DEL2-Tabellenschlusslicht Kaufbeuren.
