Nach dem überraschenden 5:1-Auswärtssieg in Landshut am Dienstag mussten die Steelers auch bei den Kassel Huskies auf sechs Stammkräfte verzichten. Zwar meldete sich Filip Reisnecker zurück im Kader, doch dafür fehlte den Bietigheimern in Nordhessen nun auch Verteidiger Tim Schüle. Wie bereits in Landshut ließen sich die Steelers von der langen Verletztenliste nicht ausbremsen und siegten bei den Huskies in Verlängerung mit 5:4.
Bietigheim Steelers Ellentäler feiern Sieg in Verlängerung
Trotz personell angespannter Lage können die Bietigheim Steelers einen 0:2-Rückstand bei den Kassel Huskies drehen und gewinnen die Partie in Verlängerung mit 5:4.
Im Tor setzte Steelers-Cheftrainer Alexander Dück diesmal auf Florian Mnich. Die Startformation komplettierten der 20-jährige Justin Scheck, Arne Uplegger, Tyler McNeely, Marek Racuk und Goldhelm Jack Dugan. Schon nach drei Minuten waren die Ellentäler erstmals in Überzahl. Doch es gelang den Bietigheimern nicht, in der Offensive in die Power Play-Formation zu kommen. Auch Kassels erstes Überzahlspiel verpuffte kurz darauf.
Huskies in Überzahl effektiv
Als gegen Benjamin Jirenek eine Strafe ausgesprochen wurde, konnten die Schlittenhunde zum ersten Mal richtig hohen Druck aufbauen. Zunächst entschärfte Steelers-Keeper Mnich noch Schüsse von Keck und Turgeon. Aber dann feuerte Bode Wilde einen Handgelenkschuss von linker Position ab. Die Scheibe knallte über Mnichs Fanghandschuh ins lange Eck zur 1:0-Führung für die Huskies (9.).
Kurz vor der Drittelpause gerieten die Bietigheimer erneut in Unterzahl. Wieder setzten sich die Nordhessen fest und ließen die Scheibe gut durch die eigenen Reihen laufen. Durch einen One-Timer erzielte Yannik Valenti das 2:0, nachdem Keeper Mnich die kurze Ecke nicht rechtzeitig abdecken konnte (20.). Doch die Steelers fanden direkt die passende Antwort: 14 Sekunden vor Ende von Durchgang eins bediente Tyler McNeely den im Slot frei stehenden Jack Dugan. Und der netzte zum Anschlusstreffer ein.
Die Ellentäler erwischen anschließend einen guten Start ins zweite Drittel und waren nun im Angriff viel präsenter. Der Offensivdrang sollte sich auszahlen. Dugan scheiterte nach Zuspiel von McNeely noch an Huskies-Keeper Maurer. Doch dann ließ die Abwehr der Huskies Benjamin Jiranek völlig ungestört von der blauen Linie aus vor das Tor ziehen. Dem 23-jährige Verteidiger gelang es, Keeper Maurer zu überwinden und mit seinem ersten Tor für die Bietigheimer das 2:2 zu markieren (25.).
Steelers dominieren Mitteldrittel
Die Steelers blieben im Mittelabschnitt die spielbestimmende Mannschaft. Als Kassels lettischer Olympia-Teilnehmer Kaspars Daugavinš eine Zeitstrafe kassiert, haute Mike Fischer von der blauen Linie eine Direktabnahme auf das Tor der Huskies. Der im Zentrum frei stehende Alexander Preibisch kam an die Scheibe und fälschte sie unhaltbar für Keeper Maurer zum Führungstreffer ins Tor (36.). Kassel wirkte konsterniert und agierte in der Verteidigung weiter behäbig. Einen Schuss von Pawel Dronia ließ Maurer abprallen. Den Rebound sicherte sich der völlig frei stehende Mike Fischer und schob unbedrängt zum 4:2 ein (39.).
Im Schlussabschnitt versuchten die Nordhessen früh Druck auszuüben. Doch Mnich parierte sämtliche Schüsse und die Steelers kamen durch Dugan und später Eckl zu guten Chancen. Aber dann gelang den Huskies durch Laurin Braun im Gegenzug der Anschlusstreffer (49.). Bietigheim konnte danach eine Überzahl nicht in ein Tor ummünzen. Ein Schuss von Kassels Valenti knallte an die Latte. Und dann erzielte Kassels Hunter Garlent fünf Minuten vor Ende den Ausgleichstreffer. Nachdem beide Teams Pfostentreffer verzeichneten, ging es in die Verlängerung.
In der Extrazeit kam Kassels Bodnarchuk zu Fall und die Steelers konnten in der Folge durch McNeely und Preibisch alleine auf das Huskies-Tor zufahren. Im Nachfassen sicherte Kapitän Preibisch dann den Ellentälern den Auswärtssieg.
„Der Plan war defensiv gut zu stehen, die Offensive wegzunehmen und auf unsere Chancen zu warten.“, sagte Trainer Dück nach dem Spiel. „Es freut mich, dass wir das Unentschieden und den Extrapunkt geholt haben.“ Am Sonntag (17 Uhr) gastiert der DEL2-Tabellenführer Krefeld in der Ege-Trans-Arena.
