Nach der 3:6-Niederlage am Freitag gegen die Ravensburg Towerstars hatten die Bietigheim Steelers wieder fünf Punkte Rückstand auf die Top Ten. Umso wichtiger sollte das Heimspiel gegen den Tabellenletzten EHC Freiburg nur zwei Tage später sein. Nach zuvor sieben Niederlagen in Folge hatten die Wölfe am Freitag gegen Kaufbeuren aus einem 0:2-Rückstand einen 5:2-Sieg gemacht und lagen somit nur noch drei Punkte hinter den Ellentälern. Doch anders als am Freitag gelang es diesmal den Steelers, ein Duell gegen einen direkten Konkurrenten mit 4:1 für sich zu entscheiden und somit das Sechs-Punkte-Spiel zu gewinnen.
Bietigheim Steelers Ellentäler gewinnen das Sechs-Punkte-Spiel
Gegen den Tabellenletzten EHC Freiburg zeigen die Bietigheim Steelers eine souveräne Leistung und siegen verdient mit 4:1 gegen die Breisgauer.
Bietigheimer Blitzstart
Nachdem in Ravensburg noch Florian Mnich bei den Bietigheimern im Kasten gestanden hatte, setzte SCB-Trainer Alexander Dück für die Heimpartie gegen Freiburg wieder auf Olafr Schmidt. Die Startformation der Steelers komplettierten die Verteidiger Maximilian Söll und Pawel Dronia neben Cole Fonstad, Benjamin Zientek und Goldhelm Jack Dugan.
Die Steelers, bei denen Sören Sturm verletzungsbedingt fehlte, legten einen Blitzstart hin. Nach gewonnenem Bully zog Cole Fonstad ab und traf nach 30 Sekunden den Pfosten. Als die Freiburger die Scheibe ins Drittel der Steelers gebracht hatten, ging es dann ganz schnell über die linke Angriffsseite. Arne Uplegger brachte das Hartgummi durch einen guten Pass quer in den Torraum und da stand Brett Kemp goldrichtig. Der 25-jährige Kanadier fälschte die Scheibe nach nur 93 Sekunden zur 1:0-Führung ins Tor ab. Die Schiedsrichter vergewisserten sich anschließend per Videobeweis, dass auch tatsächlich keine Behinderung des EHC-Torwarts Patrik Cerveny vorlag, dann gaben sie den Treffer.
Es dauerte ein paar Minuten, ehe die Gäste aus dem Breisgau den Schock des frühen Rückstands verdaut hatten. Dann begann eine gute Druckphase von Freiburg, bei der Christian Kretschmann und Samuel Schindler aber jeweils an Olafr Schmidt scheiterten. Immer wieder lauerten die Bietigheimer auf Kontermöglichkeiten. Durch ein schnelles Umschaltspiel konnten etliche Torchancen herausgespielt werden. Doch egal ob Schüsse aus der zweiten Reihe oder sehenswerte Kombinationen von Racuk und Kemp oder Dugan: die Ellentäler verpassten es trotz 15 Torschüssen nachzulegen. Auch das erste Power Play, bei dem zuerst Dugan und dann Dronia das Außennetz trafen, änderte nichts daran. Und so gingen die Mannschaften beim Spielstand von 1:0 in die erste Drittelpause.
Tor bleibt lange wie vernagelt
Nach nur neun Sekunden im zweiten Drittel lag nicht die Scheibe, dafür aber Jack Dugan im Tor der Freiburger. Der Goldhelm hatte sich zuerst den Puck zu weit vorgelegt und dann das Gleichgewicht verloren. Die Steelers machten weiter gut Druck. Nach tollem Anspiel von Marek Racuk versuchte Brett Kemp das Hartgummi mit lang ausgestrecktem Arm an Patrik Cerveny vorbei legen zu können, doch der EHC-Keeper konnte parieren. Nachdem auch das zweite Power Play der Bietigheimer ohne Torerfolg blieb, gelang es Freiburg zwischenzeitlich wieder etwas Druck aufzubauen. Die dicken Chancen hatten aber weiterhin die Steelers, bei denen Eckl alleine vor Cerveny scheiterte. Es war zum Haareraufen, als Torschütze Kemp eine hoch gespielte Scheibe mit der Hand herunter pflückte und dann erneut eine Riesenchance nicht verwerten konnte (29.).
Zwei Treffer in Überzahl
Doch Kemp war es dann wenige Minuten später, dem nach Zuspiel von Dugan das langersehnte 2:0 per Direktabnahme in Überzahl gelang (31.). Kurz vor Ende des zweiten Durchgangs wurde Kemp dann gemeinsam mit Uplegger zum Vorbereiter. Per Direktabnahme sorgte Jack Dugan beim vierten Überzahlspiel der Steelers für das 3:0 (39.).
Da Tamas Kanya zum Ende des zweiten Drittels eine Strafzeit wegen Halten des Stockes erhielt, starteten die Ellentäler den Schlussabschnitt zunächst in Unterzahl. Die überstanden sie jedoch schadlos. Doch dann war es Kilian Kühnhauser, der einfach mal draufhielt. Sein verdeckter Schuss war für Olafr Schmidt spät zu sehen und fand seinen Weg durch die Verteidiger in die Tormaschen zum Anschlusstreffer (45.). Anschließend witterten die Gäste ihre Chance, wieder ins Spiel zurückzufinden. Doch bald übernahmen die Steelers wieder die Kontrolle über das Spiel und hatten weiter gute Gelegenheiten. Eine von diesen verwertete Mike Fischer in zentraler Position nach einer tollen Kombination mit Mick Hochreither und Bastian Eckl zum 4:1-Endstand (55.).
„Wie erwartet war es kein einfaches Spiel, auch wenn das Ergebnis etwas höher ausgefallen ist“, betonte Steelers-Trainer Alexander Dück nach dem Spiel. „Wir wussten, dass Freiburg sehr gute Individualspieler hat und sie haben zuletzt gezeigt, dass sie ein sehr gutes Umschaltspiel haben. Das galt es zu unterbinden – und das ist uns gut gelungen. Die Jungs wirkten anfangs noch etwas müde. Doch wir haben dann auch in Überzahl einen Weg gefunden, Tore zu schießen.“
Am kommenden Freitag (19.30 Uhr) empfangen die Bietigheim Steelers die Eisbären Regensburg in der Ege-Trans-Arena.
