Bietigheim Steelers Ellentäler legen ein perfektes Wochenende hin

Von Manuel Schust
Die Steelers waren dem EC Bad Nauheim in allen Belangen überlegen und spielten das erste Mal in der laufenden DEL2-Saison zu Null. Foto: Josh Hoffmann/Jan Huebner

Die Formkurve der Bietigheim Steelers zeigt steil nach oben. Auf den Heimsieg gegen Regensburg folgt ein souveräner 4:0-Auswärtserfolg beim EC Bad Nauheim.

Nach dem 3:2-Heimsieg über die Eisbären Regensburg waren die Steelers am Sonntag zu Gast beim EC Bad Nauheim. Für beide Teams sollte es ein wichtiges Spiel sein. Denn während die Ellentäler den Anschluss an die Top Zehn der DEL2 halten wollten, galt es für die neuntplatzierten Kurstädter, die Position in der Tabelle zu festigen. Steelers-Trainer Alexander Dück hatte am Freitag noch das Zweikampfverhalten und die vielen leichtsinnigen Scheibenverluste seiner Mannschaft bemängelt. In Bad Nauheim zeigten sich die Bietigheimer aber fokussiert und konnten dank eines souveränen 4:0-Auswärtssieges ein Sechs-Punkte-Wochenende perfekt machen.

Erster Schuss – erster Treffer

Steelers-Trainer Alexander Dück hielt an der bewährten Sieger-Aufstellung vom Freitag fest. Der Headcoach der Bietigheimer schickte gegen den EC Bad Nauheim die etablierte erste Reihe, bestehend aus Pawel Dronia, Maximilian Söll, Benjamin Zientek, Cole Fonstad und Jack Dugan, auf das Eis. Im Tor der Ellentäler stand erneut Olafr Schmidt. Auch in Bad Nauheim mussten die Steelers auf Sören Sturm (gebrochener Zeh) und Alexander Preibisch (Unterkörperverletzung) verzichten. Beide werden dem Team noch einige Wochen fehlen.

Es ging blitzschnell los im Colonel-Knight-Stadion. Direkt durch die erste Chance gingen die Gäste in Führung. Nach einem Scheibenverlust von Nauheims Justin MacPherson bekam Marek Racuk das Hartgummi hinter dem Tor. Von dort sah der 33-Jährige den links vor dem EC-Tor positionierten Mike Fischer. Per Direktschuss schlenzte Fischer die Scheibe aus ganz spitzem Winkel ins Tor zum 1:0 für die Ellentäler (2.). Beflügelt von der frühen Führung waren die Bietigheimer drauf und dran, direkt das zweite Tor nachzulegen. Auf dem Weg zum Tor rutschte Cole Fonstad aber die Scheibe von der Kelle. Tyler McNeely setzte kurz darauf mit einem Rückhand-Pass in den freien Raum Joshua Rust in Szene. Doch der 22-Jährige scheiterte alleine vor EC-Keeper Jerry Kuhn. Die Anfangsphase gehörte eindeutig den Gästen und die Hessen brauchten einige Minuten, bis sie richtig in der Partie drin waren. Das erste Power Play der Bietigheimer dauerte gerade mal 29 Sekunden, ehe Arne Uplegger wegen Hakens auch eine Zeitstrafe erhielt. Mit dem Vier-gegen-Vier begann eine Drangphase der Kurstädter und der bis dato kaum beschäftigte Olafr Schmidt setzte sich im Steelers-Kasten gut in Szene. Eine richtige Großchance konnten sich die Gastgeber aber nicht herausspielen. Und so ging es beim Stand von 1:0 für die Gäste in die Drittelpause.

Drei Tore im dritten Drittel

Auch in den zweiten zwanzig Minuten wirkten die Bietigheimer einfach wacher und reaktionsschneller auf dem Eis. Nach einer sehenswerten Kombination von Jack Dugan und Cole Fonstad war zuerst noch das Gestänge im Weg und der Schuss knallte an die Latte. Doch anschließend spielte Dugan aus der Bedrängnis heraus einen Pass auf Fonstad und der schob eiskalt zum 2:0 ein (27.).

Die Roten Teufel waren sichtlich bemüht, den Anschlusstreffer zu schaffen. Doch es fehlte an Passgenauigkeit. Und die Ellentäler lauerten immer wieder aussichtsreich auf Konter. Ein erneut tolles Anspiel von Dugan auf Fonstad konnte Keeper Kuhn noch mit der Fanghand parieren (33.). Doch kurz darauf setzte es den nächsten Nadelstich. Hinter dem Tor der Gastgeber hatte sich erneut Racuk positioniert. Keeper Kuhn rechnete wohl mit einem Pass an die blaue Linie. Doch der Tscheche erkannte das und drückte die Scheibe mit der Rückhand clever über die Torlinie (38.). Vor der Drittelpause war es erneut Racuk, der einen blitzsauberen Konter einleitete und Brett Kemp netzte zum 4:0 ein (39.).

Die Gastgeber starteten in Überzahl ins Schlussdrittel, nachdem Benedikt Jiranek wegen Hakens auf die Strafbank musste. Doch wie bereits am Freitag gegen Regensburg zeigten sich die Steelers stark im Penalty Killing und ließen bei den Wetterauern auch bei einer zweiten Überzahl-Situation keinerlei Hoffnung mehr aufkommen. Selbst wenn die Roten Teufel sich mal bessere Torchancen herausspielen konnten, war auf Olafr Schmidt im Bietigheimer Kasten Verlass.

Hier und da blitzte nochmal das schnelle Umschaltspiel der Gäste auf und vereinzelte Chancen gab es auch noch. Doch es sollten in den letzten zwanzig Minuten keine Tore mehr fallen. Keeper Schmidt feierte beim souveränen 4:0-Auswärtssieg seinen ersten Shutout der Saison.

Trainer Dück zufrieden

„Ich muss sagen, heute habe ich nicht viel auszusetzen“, zeigte sich auch Trainer Dück nach dem Spiel zufrieden mit seinem Team. „Wir waren heute von der ersten Minute an da und hellwach – vor allem im Kopf. Wir waren bereit, über 60 Minuten zu laufen, haben die Zweikämpfe angenommen, gute Schläger-Arbeit geleistet und die Gaps zugemacht. Heute war es durch die Bank eine gute Leistung und wir haben mit unser bestes Spiel gemacht. Es freut mich auch für Olafr, dass er seinen Shutout hat. Besser können wir es nicht machen,“

Am kommenden Freitag (20 Uhr) sind die Steelers zu Gast bei den Blue Devils Weiden. Zwei Tage darauf empfangen die Bietigheimer am Sonntag (16 Uhr) die Eispiraten Crimmitschau in der heimischen Ege-Trans-Arena.

 
 
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