Bietigheim Steelers Ellentäler sichern sich den ersten Sieg im Penaltyschießen

Von Manuel Schust
Keeper Olafr Schmidt erwies sich im Schlussviertel und auch beim Penaltyschießen als sicherer Rückhalt für die Bietigheim Steelers. Foto: Benjamin Lahr

Trotz 0:2-Rückstand gelingt es den Bietigheim Steelers die Partie beim ESV Kaufbeuren noch zu drehen und im Penaltyschießen den Sieg zu holen.

Im Interview vor Spielbeginn machte Steelers-Trainer Alexander Dück eine klare Ansage: „Wir müssen unser Spiel spielen, die Struktur wahren und weg von der Strafbank bleiben“, betonte der 45-Jährige. Denn in Unterzahl hatten die Steelers bei den knappen Auftaktniederlagen gegen Kassel (1:2) und Weißwasser (3:4) die entscheidenden Gegentreffer kassiert. Zudem waren die Ellentäler selbst in Überzahl viel zu ungefährlich gewesen.

Beim ESV Kaufbeuren musste Dück auf den Kanadier Alex Dostie verzichten. Auch bei den Hausherren fiel mit Tyson McLellan ein ausländischer Spieler aus. Im Kasten der Steelers kam Olafr Schmidt wieder zum Einsatz, nachdem bei den Lausitzer Füchsen noch Florian Mnich den Vorzug erhalten hatte. Die Starting Six der Gäste komplettierten Brett Kemp, Marek Racuk, Jack Dugan und die Verteidiger Arne Uplegger und Maximilian Söll.

Schon nach drei Spielminuten ergab sich für die Grün-Weißen die erste Überzahlsituation, da ESVK-Stürmer Max Kislinger wegen Beinstellens eine 2-Minuten-Strafe erhielt.

Doch auch aus dem achten Power Play der Saison konnten die Bietigheimer kein Kapital schlagen. Stattdessen fingen sich die Ellentäler gegen die vollzähligen Kaufbeurer direkt ein Tor. Nikolaus Heigl legte vor dem Kasten quer auf Joe Cassetti, der zum 1:0 oben einschob. Die Kaufbeurer nutzten eiskalt ihre erste Chance zum Tor. Die Gäste überstanden ein Unterzahlspiel gut, zeigten sich aber offensiv zu verspielt. Mike Fischer blieb nach einem Ellbogen-Check auf dem Eis liegen und die Kaufbeurer machten Tempo. Der Treffer von Cassetti hatte aber keine Gültigkeit. Bernhard Ebner erhielt stattdessen eine 5-Minuten-Strafe.

Wieder kein Erfolg im Power Play

Doch auch aus dem langen, drittelübergreifenden Power Play konnten die Steelers nichts machen. Die überstandene Unterzahl verlieh Kaufbeuren sichtbaren Aufwind. Nachdem Brett Kemp sich zu einem Ellbogen-Check abseits des Spielgeschehens hinreißen ließ, setzte es für den Kanadier eine Zeitstrafe. Der ESV nutzte das aus und der Deutsch-Finne Sami Blomqvist hämmerte einen Direktschuss durch die Beine von Steelers-Keeper Olafr Schmidt zum 2:0.

Nach dem Powerbreak fanden die Steelers besser in die Spur. Einen individuellen Fehler von Kaufbeurens Keeper nutzte Jack Dugan dann zum Anschlusstreffer (36.). Rihards Babulis wollte die hinter seinem Tor von der Bande abprallende Scheibe klären, schoss dabei aber den Bietigheimer Stürmer an. So landete der Puck etwas kurios im ESV-Kasten. Die Steelers drängten anschließend auf den Ausgleich. Doch ein Schuss von Schüle ging neben das Tor und Dugan scheiterte einmal frei vor Babulis.

Kaufbeuren startete druckvollins Schlussdrittel. D’Artagnan Joly setzte Joe Cassetti gut in Szene, doch der verzog am Kasten vorbei (41.).

Auch die Steelers schafften es zeitweise, sich im Drittel des ESV gut festzusetzen. Doch wirklich zwingende Chancen sprangen für die Ellentäler dabei kaum raus. Schüsse von Eckl, Racuk und Kemp stellen Keeper Babulis vor keine Schwierigkeiten. Kaufbeuren lauerte auf Konterchancen, doch wenn es brenzlig wurde, konnten sich die Steelers auf Olafr Schmidt verlassen.

Den Bietigheimern sollte sich in den Schlussminuten noch eine richtig gute Gelegenheit zum Ausgleich bieten.

Ausgleich in Überzahl

Kaufbeurens Paul Mayer kassierte eine Strafzeit wegen Stockschlag (57.). 40 Sekunden vor Ende gelang es Jack Dugan einen verdeckten Schuss in den ESV-Kasten zu hämmern. Die Verlängerung konnten die Steelers trotz Strafminuten gegen Brett Kemp überstehen. Im Penaltyschießen schob Kaufbeurens Joe Cassetti den entscheidenden Schuss vorbei am Bietigheimer Kasten – und die Steelers sicherten sich die ersten zwei Punkte der Saison. „Es fühlt sich natürlich super an“, kommentierte Benjamin Zientek nach Spielende. „Wir hatten auch letzte Woche ein relativ gutes Wochenende, aber ohne Zähler. Umso schöner, dass wir jetzt zwei Punkte mitnehmen konnten.“

Am Sonntag (17 Uhr) gastieren die Starbulls Rosenheim in der Ege-Trans-Arena.

 
 
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