Bietigheim Steelers Ellentäler siegen dank Racuks Hattrick

Von Manuel Schust
Gleich dreimal konnte Steelers-Stürmer Marek Racuk am Freitag in Bad Nauheim jubeln. Dem 33-Jährigen gelang bei den Wetterauern ein Hattrick. Foto: /A. Chuc

Nach einem turbulenten ersten Drittel stabilisieren sich die Steelers anschließend und siegen in Bad Nauheim mit 6:3. Marek Racuk trifft dabei dreifach.

Die Bietigheim Steelers haben am Freitagabend einen 6:3-Auswärtssieg beim EC Bad Nauheim feiern können. Dabei konnten sich die Ellentäler in der Wetterau auf ihre effektiven Special Teams und den stark aufspielenden Marek Racuk verlassen. Der 33-jährige Tscheche erzielte in der hessischen Kurstadt einen Hattrick.

Zum vierten Mal in Folge hütete bei den Ellentälern Olafr Schmidt den Kasten. In der ersten Reihe setzte SCB-Trainer Alexander Dück auf die erfolgreiche Startformation vom vergangenen Dienstag. Wie beim 5:2-Erfolg über Düsseldorf standen zunächst Arne Uplegger, Tim Schüle, Cole Fonstad, Jack Dugan und Kapitän Alexander Preibisch auf dem Eis.

Im mit 1988 Zuschauern gefüllten Colonel-Knight-Stadion starteten die Gastgeber zunächst gut. Nachdem die Roten Teufel am Dienstag die Anfangsphase gegen Regensburg komplett verschlafen hatten und mit 2:6 unterlegen waren, hatten die Kurstädter offenbar einiges gutzumachen. Nach nur 19 Sekunden musste Steelers-Goalie Schmidt sich erstmals bewähren und einen Schuss von Nauheims Davis Koch parieren.

Per Shorthander zur Führung

In Unterzahl gerieten die Gäste erstmals, nachdem Alexander Preibisch wegen Beinstellens eine 2-Minutenstrafe kassierte. Doch nach nur wenigen Sekunden im Vier-gegen-Fünf schnappte sich Marek Racuk die Scheibe und konnte im Alleingang gegen ECN-Keeper Jerry Kuhn zum 1:0 per Shorthander einnetzen (5.).

Die Wetterauer taten sich anschließend schwer damit, das Spiel zu machen und zeigten sich anfällig für temporeiche Gegenangriffe der Bietigheimer. Cole Fonstad verpasste es zweimal völlig alleine vor dem Nauheimer Keeper die Führung auszubauen. Wie aus dem Nichts kamen die Kurstädter aber zum Ausgleich, als EC-Stürmer Andrej Bires sich ein Herz nahm und per Direktabnahme den Ausgleich markierte.

Doch die Steelers ließen sich davon nicht beeindrucken. Nach einem gewonnenem Bully hielt Marek Racuk nur eine Minute später die Kelle bei einem Distanzschuss rein und lenkte das Hartgummi ins Tor zur erneuten Bietigheimer Führung (12.).

Immer wieder sorgten die langen Anspiele der Ellentäler für Gefahr. Cole Fonstad legte nach einem langen Querpass auf den im Zentrum postierten Jack Dugan und der fand den einschussbereiten Alexander Preibisch, der auf 3:1 erhöhte. So schön das Offensivspiel der Gäste auch war, in der Verteidigung gab es Lücken, die Nauheim durch Zach Kaisers Anschlusstreffer ausnutzen konnte. Nach einem turbulenten ersten Drittel ging es mit einer 3:2-Führung für die Steelers in die Pause.

Zu Beginn des Mitteldrittels überstanden die Gäste eine Unterzahl und waren kurz darauf selbst das erste Mal im Power Play. Die Scheibe lief gut in der Angriffsformation. Jack Dugan nagelte die Scheibe ins Kreuzeck zum 4:2 (24.). Aber wieder war es ein Fehler in der Defensive, der dafür sorgte, dass Bad Nauheim erneut herankam. Arne Uplegger unterlief ein kapitaler Fehlpass im Spiel nach vorne. Das nutzte Andrej Bires eiskalt mit einem perfekten Zuspiel auf Justin Volek aus. Und der netzte zum erneuten Anschlusstreffer ein (26.).

Racuk gelingt der Hattrick

Das muntere Auf und Ab ging weiter. Denn nun starteten wieder die Steelers in eine starke Druckphase. Mike Fischer zog aus der Drehung ab und erneut war es Marek Racuk, der den Puck entscheidend abfälschte und seinen dritten Treffer des Abends erzielen konnte (30.).

Die Partie wurde nun deutlich hitziger und die Schiedsrichter sprachen einige Strafzeiten aus. Die daraus resultierenden Power Plays konnten beide Teams aber nicht in Tore ummünzen. Die beste Gelegenheit ließen die Bietigheimer aus, als Brett Kemp zu uneigennützig die Scheibe in aussichtsreicher Position auf den dreifachen Torschützen Racuk ablegte, anstatt selbst draufzuhalten.

Im Schlussabschnitt drängten die Bietigheimer auf den vermeintlich entscheidenden sechsten Treffer. Nauheim konnte sich trotz Überzahl keine klare Chance herausspielen. Die Gastgeber versuchten über Härte das Momentum wieder an sich reißen zu können. Doch zuerst wanderte Davis Koch wegen unsportlichen Verhaltens auf die Strafbank. Dann zeigten sich die Ellentäler im Power Play wieder gut sortiert, ließen die Scheibe schön laufen und kamen durch Cole Fonstad zum 6:3 (49.). Danach war die Partie entschieden.

„Es war ein Offensivfeuerwerk auf beiden Seiten“, kommentierte SCB-Trainer Alexander Dück. „Nach dem 3:1 haben wir zu sorglos in der Defensive gespielt. Peu à peu haben wir uns im letzten Drittel gesteigert. Die Special Teams waren dann entscheidend.“

Am Sonntag (17 Uhr) empfangen die Bietigheimer die Eisbären Regensburg, die in der Tabelle einen Platz vor den Steelers auf Rang fünf stehen.

 
 
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