Bietigheim Steelers Ellentäler trotzen Verletzungssorgen

Von Manuel Schust
Jubel nach dem 4:0 durch Bastian Eckl (Mitte). Mit nur drei Reihen im Aufgebot sicherten sich die Bietigheimer einen überraschend klaren Sieg in Landshut. Foto: /Christine Vinçon

Beim EV Landshut feiern die Steelers trotz ausgedünntem Kader einen überzeugenden 5:1-Auswärtssieg und erobern damit den vierten Tabellenplatz in der DEL2.

Mit drei Siegen in Folge, aber angespannter Personallage reisten die Bietigheim Steelers am Dienstag zum Gastspiel beim EV Landshut. Neben Förderlizenzspieler Kevin Bicker fehlten den Ellentälern weiter Filip Reisnecker, Cole Fonstad, Benjamin Zientek und Alex Dostie. Außerdem hatten sich Brett Kemp und Maximilian Söll beim Heimsieg gegen Weiden am Sonntag verletzt. Doch die Steelers zeigten sich unbeeindruckt von der dünnen Personallage und siegten klar mit 5:1 in Landshut.

Steelers-Trainer Alexander Dück setzte neben Goalie Olafr Schmidt in der Startformation auf Arne Uplegger, Tim Schüle, Marek Racuk, Goldhelm Jack Dugan und Tyler McNeely, der in die erste Reihe aufrückte. Die Gäste erwischten im Duell zwischen dem Tabellensechsten und -siebten einen guten Start und hatten Chancen durch Mick Hochreither und Arne Uplegger. Landshut war einmal gefährlich vor dem Tor, als Seonwoo Park die Scheibe auf Luis Scheibengraber spielte, doch der setzte das Hartgummi knapp am Tor vorbei.

Im ersten Power Play der Steelers lag der Führungstreffer für die Ellentäler in der Luft. Der Kasten der Niederbayern geriet mehrfach unter Dauerbeschuss. Mit einer Rettungstat im Spagat parierte Landshuts Goalie Philipp Dietl einen Schuss von Jack Dugan. Die Bietigheimer waren brandgefährlich, konnten aber nicht einnetzen. Schadlos hielten sich die Steelers dann beim ersten Unterzahlspiel. Trotz 14:5 Torschüssen für die Steelers ging es nach 20 Minuten ohne Treffer in die erste Drittelpause.

Im Mittelabschnitt knallte zunächst ein Schuss von Landshuts Oliver Stümpel an die Latte des Bietigheimer Kastens.

Vier Tore binnen elf Minuten

Doch nur eine Minute später gelang den Gästen der Führungstreffer. Nach einem gewonnenen Bully hielt Pawel Dronia mit einem Direktschuss von der blauen Linie drauf. Der Puck schlug oben links ein, vorbei am unglücklich agierenden Keeper Dietl zur 1:0-Führung (24.).

Nach einem Scheibengewinn von Marek Racuk schalteten die Bietigheimer blitzschnell um. Statt auf den im Zentrum lauernden Tyler McNeely zu spielen, entschied sich Jack Dugan für den Alleingang und haute die Scheibe ins kurze Eck zum 2:0 rein (28.).

Landshut wirkte schwer beeindruckt und leistete sich kurz darauf einen kapitalen Fehlpass, den Alexander Preibisch eiskalt ausnutzte. Der Steelers-Kapitän eilte alleine auf das Tor zu und platzierte den Puck mit einem deftigen Schlagschuss im Landshuter Kasten (29.).

Die Effektivität, die die Ellentäler im ersten Drittel noch vermissen ließen, war nun da. Und die Steelers blieben weiter aktiv in der Vorwärtsbewegung. Mike Fischer verpasste es noch nach Pass von Pawel Dronia den vierten Treffer für die Gäste zu erzielen. Den besorgt dann aber Bastian Eckl in der 35. Minute. Die EVL-Verteidigung ließ den gebürtigen Regensburger fast ohne Gegenwehr zum Tor ziehen. Alleine vor dem Landshuter Kasten erzielte Eckl seinen fünften Saisontreffer zum 4:0. Die Landshuter Fans skandierten: „Wir wollen euch kämpfen sehen!“ Unter lauten Pfiffen der Heim-Fans ging es in die letzte Drittelpause.

Immerhin gelang den Gastgebern durch ein Solo von Trevor Gooch der Anschlusstreffer zum 1:4 (44.). Doch die Steelers überstanden anschließend ein Landshuter Power Play und der Wille der Gastgeber war nun gebrochen. Dreieinhalb Minuten vor Ende zog der EVL den Goalie und agierte mit sechs Spielern auf dem Eis. Doch Mike Fischer setzte mit dem Empty-Net-Tor den Schlusspunkte zum 5:1.

Sprung auf Platz vier

Dank des vierten Siegs in Folge springen die Bietigheimer in der Tabelle auf Platz vier. So weit oben sind die Steelers im bisherigen Saisonverlauf noch nicht gestanden. Trainer Dück war nach der Partie zufrieden, ordnete jedoch ein: „Das Ergebnis entspricht nicht dem Spielverlauf. Aber meine Mannschaft hat heute 40 Minuten gutes Eishockey gezeigt. Wir haben eine kurze Bank und es ist angekommen, das wir strukturiert spielen und das Risiko minimieren müssen. Das ist gut aufgegangen.“

Bereits am Freitag (19.30 Uhr) sind die Ellentäler zu Gast bei den Kassel Huskies.

 
 
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