Nach der Deutschland-Cup-Pause stand für die Bietigheim Steelers am Freitagabend das schwere Auswärtsspiel im Alpenvorland bei den Starbulls Rosenheim auf dem Spielplan. Die Oberbayern hatten zuletzt fünf Spiele hintereinander gewonnen. In einem spannenden Schlussviertel setzte sich Rosenheim mit 4:3 durch.
Bietigheim Steelers Ellentäler verlieren unglücklich in Rosenheim
Bei den Starbulls Rosenheim drehen die Bietigheim Steelers einen 1:3-Rückstand, verlieren aber die Partie in einem kuriosen Schlussviertel noch mit 3:4.
Steelers-Trainer Alexander Dück musste weiterhin auf die Verletzten Bastian Eckl, Joshua Rust und Alex Dostie verzichten und setzte auf jene Aufstellung, die zuletzt bei der Niederlage gegen Kassel gespielt hatte. Neben Goalie Olafr Schmidt schickte er in der ersten Reihe Pawel Dronia, Maximilian Söll, Cole Fonstad, Benjamin Zientek und Topscorer Jack Dugan aufs Eis. Die Partie in Rosenheim begann zäh. Beiden Mannschaften merkte man die zweiwöchige Pause an und es kam kein richtiger Spielfluss zustande. Nachdem Tomas Kanya wegen Beinstellens die erste Strafe kassierte, hielten die Ellentäler in der Unterzahl gut dagegen. Als Sören Sturm die Scheibe über das Plexiglas befördert, musste auch er wegen Spielverzögerung auf die Strafbank. Aber auch das 5-gegen-3 überstanden die Gäste gut. Wieder zu viert traf Scott Feser, nachdem der Puck von der Bande abprallend bei ihm landet. Doch der zunächst gegebene Treffer wurde wieder aberkannt, da Fabian Dietz Olafr Schmidt im Torraum behindert hatte. Ohne Tore ging es in die erste Drittelpause.
Rosenheim geht in Führung
Im zweiten Drittel kassierte Tim Schüle schnell eine 2-Minuten-Strafe. In Überzahl tat sich der SRB zunächst wieder schwer. Zweimal konnten die Bietigheimer die Scheibe erobern und Konter setzen, diese aber nicht verwerten. Doch dann nahm sich ausgerechnet der Ex-Steeler Lewis Zerter-Gossage ein Herz und zog zum Tor. Abgezockt legte er das Hartgummi um Keeper Schmidt herum und netzte links ein zum 1:0 für Rosenheim (23.).
Es war die individuelle Klasse, nicht das gute Teamplay, mit dem der SRB in Führung ging. Das Tor gab den Gastgebern Sicherheit und das Spiel wurde schneller. Auch die Steelers hatten ihre Chancen. Pawel Dronia zog von der blauen Linie ab, Benjamin Zientek traf aber nur das Außennetz. Nachdem ein Schuss aufs Bietigheimer Tor von der Bande abprallte, reagierte Johannes Achatz blitzschnell und bugsierte die Scheibe vorbei an Keeper Schmidt ins linke obere Eck (32.).
Kurioses Schlussviertel
Dass die Steelers dennoch voll im Spiel drin waren, untermauerten sie zu Beginn des Schlussviertels. Marek Racuk legte perfekt auf Brett Kemp auf und dessen Direktschuss landet unhaltbar zum 2:1-Anschlusstreffer im Tor (41.). Kurz darauf setzte Fonstad dann Dronia in Szene und der traf. Doch nach Begutachtung des Videoaufnahmen wurde das Tor aberkannt, weil Zientek Torwart Autio behindert haben soll. Die Gemüter kochten nun über und es gab Strafzeiten für Fischer und Sturm. Im Überzahlspiel 5-gegen-3 war es Ville Järveläinen, der sich die Scheibe zurechtlegte und zum 3:1 einschoss. Doch die Gäste blieben trotz des unglücklichen Spielverlaufs weiter am Drücker. Nachdem Tyler McNeely und Luigi Calce sich einen Schlagabtausch lieferten, waren die Steelers in Überzahl. Cole Fonstad setzte einen platzierten Schuss ins kurze Eck zum Anschlusstreffer. Und wieder schafften die Bietigheimer den Doppelschlag: Marek Racuk netzte die Scheibe ins lange Eck ein und markierte den 3:3-Ausgleich. Doch Rosenheims Jordan Taupert traf zunächst mit einem satten Schuss den Pfosten, im zweiten Versuch markierte er aus spitzem Winkel den Siegtreffer für den SRB, die dank des Sieges auf Platz zwei in der Tabelle klettern.
„Wir haben uns sehr schwergetan, ins Spiel reinzukommen“, haderte Alexander Dück nach dem Spiel in der Pressekonferenz. „Mit den ersten 40 Minuten können wir nicht zufrieden sein und waren am Ende nicht clever genug.“
Am Sonntag (17 Uhr) ist der ESV Kaufbeuren zu Gast in der Ege-Trans-Arena.
