Bietigheim Steelers Ellentäler verspielen 2:0-Führung in Weißwasser

Von Manuel Schust
Trainer Alexander Dück kann mit dem Überzahlspiel nicht zufrieden sein Foto: Ralf Poller/Avanti

Die Bietigheim Steelers verlieren trotz früher Führung bei den Lausitzer Füchsen mit 3:4 (2:1, 1:2, 0:1).  Erneut hapert es beim Überzahlspiel der Ellentäler.

Nach der Auftaktniederlage vom Freitag fiel das Fazit von Trainer Alexander Dück deutlich aus: „Wir hatten ein paar Überzahlsituationen mehr, konnten aber kein Tor erzielen. Dafür haben wir ein Gegentor in Unterzahl kassiert. Wir haben das analysiert und erwarten in beide Richtungen Verbesserungen.“

Zwei frühe Tore der Ellentäler

Gelegenheit hierzu gab es am Sonntag bei den Lausitzer Füchsen. Florian Mnich erhielt im Tor den Vorzug vor Olafr Schmidt. Neben Kapitän Alexander Preibisch starteten die Ellentäler mit Tyler McNeely, Maximilian Söll, Tim Schüle und Benjamin Zientek. Und die Steelers legten direkt einen furiosen Start hin. Schon nach zwei Minuten fiel das erste Tor. Die Grün-Weißen hatten die Scheibe gut vor das Tor der Füchse gespielt und Bastian Eckl brachte den Puck im rechten Eck unter. Immer wieder kamen über die Außenpositionen gute Zuspiele gegen sichtbar verunsicherte Lausitzer zustande und Anthony Morrones Tor geriet unter guten Beschuss. Nach einer nicht genutzten Torchance durch Clarke Breitkreuz schalteten die Ellentäler in der 13. Minute schnell um. Über Arne Uppleger und Benjamin Zientek landete der Puck passgenau beim vor das Tor schneidenden Tyler McNeeley, der zum 2:0 einnetzte. Es dauerte einige Zeit bis die Gastgeber auf Betriebstemperatur kamen. Mit einer Glanzparade verhinderte Mnich ein Gegentor gegen den anstürmenden Moritz Kretzschmar. Kurz darauf gelang aber Kyle Havlena nach einem gewonnen Bully ein verdeckter Schuss zum Anschlusstreffer.

Füchse finden besser in die Partie

Zu Beginn des zweiten Drittels bekamen die Oberlausitzer einen Penaltyschuss zugesprochen, nachdem Sören Sturm den alleine auf das Tor zulaufenden Lane Scheidl unfair gestoppt hatte. Doch Mnich parierte souverän. Eine in der 27. Minute angezeigte Zeitstrafe gegen Preibisch sorgte bei den Steelers für einen Moment der Unaufmerksamkeit. Charlie Jahnke nutzte das aus und hämmert die Scheibe über den Fanghandschuh Mnichs zum etwas überraschenden Ausgleich.

Nach einem Bandencheck gegen Bastian Eckl kassierten die Gastgeber eine 5-Minuten-Strafe. Doch die Steelers konnten das lange Power Play nicht nutzen. Stattdessen fand anschließend ein Schuss von Christopher Theodore den Weg durch die Schoner von Mnich zur Führung für die Füchse (37.). Nur zwei Minuten später glich aber Jack Dugan aus.

In Unterzahl das Spiel verloren

Es war ein munteres Auf und Ab im Schlussdrittel mit Torchancen auf beiden Seiten. Zwei Unterzahlphasen konnten die Steelers überstehen und zwischenzeitlich den Druck auf das Lausitzer Tor erhöhen. Doch nachdem es zwischen Jack Dugan und Tim Heyter vor dem Kasten der Füchse heiß herging, kassierte der Bietigheimer eine Strafzeit. Das dritte Power Play des Drittels nutzten die Gastgeber zum Führungstreffer. Ein abgefälschter Schuss von Clarke Breitkreuz landete unhaltbar für Keeper Mnich im Bietigheimer Tor zur Führung der Füchse. In den verbleibenden sechs Minuten kassierten die Steelers eine weitere Strafzeit. Auch als der Goalie Mnich auf die Bank ging und ein Sechs-gegen-Fünf gespielt wurde, gelang den Steelers der Ausgleich nicht mehr.

„Wir haben nicht schlecht angefangen und unser Konzept gut durchgeführt“, analysierte Trainer Dück in der Pressekonferenz. „Aber dann haben wir das Spiel aus der Hand gegeben. Beim Überzahlspiel liegt noch viel Arbeit vor uns und man gewinnt kein Spiel auf der Strafbank.“ Am kommenden Freitag (19.30 Uhr) gastieren die Steelers beim ESV Kaufbeuren.

 
 
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