Bietigheim Steelers Hauner kehrt Bietigheim den Rücken

Von Andreas Eberle
Stürmer Norman Hauner kehrt den Bietigheim Steelers den Rücken. Foto: /Oliver Bürkle

Die Steelers vermelden den Abgang des 30-jährigen Stürmers. Greg Poss kehrt als Trainer zu den Iserlohn Roosters zurück – und steht am Dienstagabend eventuell schon im DEL-Kellerduell gegen die Schwaben an der Bande.

Die zuletzt ordentlich gerupften Iserlohn Roosters haben ab dieser Woche einen neuen Obergockel im Stall: Der Tabellenletzte der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hat den US-Amerikaner Greg Poss (57) als Coach verpflichtet. Der frühere Bundestrainer stand schon von 1997 bis 2003 am Seilersee in der Verantwortung und gibt eventuell schon an diesem Dienstag (19.30) gegen die Bietigheim Steelers seinen Wiedereinstand.

Die Roosters hatten sich erst am Samstag von Kurt Kleinendorst getrennt. Der 61-Jährige holte mit dem Team aus den ersten neun Spielen nur sechs Zähler. Der Absturz auf den letzten Platz und der erste Trainerwechsel der Saison waren die Folge. Am Sonntag gegen Frankfurt übernahm Assistenzcoach Pierre Beaulieu die Chefrolle – und bejubelte einen 3:2-Erfolg nach Verlängerung.  

Bitte um Vertragsauflösung

Auch die zuletzt dreimal in Folge siegreichen Steelers warteten am Montagnachmittag noch mit einer Personalie auf: Der Verein gab die Vertragsauflösung mit Norman Hauner bekannt. Um diese hatte der 30-jährige Stürmer die Verantwortlichen gebeten, um bei einem anderen Klub eine neue Herausforderung anzunehmen. „Persönlich bedaure ich diese Entscheidung sehr, Norman hat viel für uns getan. Wir haben immer eine offene und faire Kommunikation geführt. Ich kann seine Entscheidung nachvollziehen und respektiere diese“, sagte Geschäftsführer Volker Schoch.

Hauner war im Sommer 2017 von den Ravensburg Towerstars ins Ellental gewechselt. Bei seinen 253 Einsätzen im Steelers-Dress erzielte er 117 Tore und bereitete 95 weitere Treffer vor. Ins Rampenlicht spielte sich der Rechtsschütze in den Playoffs 2020/21: Mit elf Toren und sieben Assists in den 14 Partien trug er maßgeblich zum DEL-Aufstieg bei und wurde zum wertvollsten Akteur der Playoffs gekürt. Emotional fielen seine Abschiedsworte aus: „Mir bleibt eigentlich nichts, als Danke zu sagen. Danke für fünf unvergessliche Jahre mit allen Höhen und Tiefen. Danke an alle Mitspieler, die teilweise zu richtigen Freunden wurden. Danke an den Stuff und die Mitarbeiter für jeglichen Support. Ein ganz großes Dankeschön auch an die Fans, die immer hinter uns gestanden haben.“ Andreas Eberle

 
 
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