Bietigheim Steelers Heimsieg gegen Crimmitschau erkämpft

Von Manuel Schust
Es wurde um jeden Zentimeter auf dem Eis gekämpft. In einer engen Partie konnten sich die Steelers um Arne Uplegger (rechts) am Ende mit 3:1 durchsetzen. Foto: Alexander Keppler

Mit einem 3:1-Sieg gegen die Eispiraten Crimmitschau haben die Bietigheimer Eishockey-Cracks den vierten Heimsieg in Folge feiern können. 

Nach der 1:4-Niederlage vom Freitag in Weiden wollten die Bietigheim Steelers am Sonntag gegen die Eispiraten Crimmitschau zurück in die Erfolgsspur finden. In den letzten drei Heimspielen hatten die Ellentäler jeweils Siege eingefahren. Und in der mit 4493 Zuschauern ausverkauften Ege-Trans-Arena herrschten stimmungstechnisch ideale Bedingungen um die Siegesserie auszubauen. Verhindern wollten das natürlich die Gegner aus Crimmitschau. Der Tabellensechste reiste dank eines 2:1-Siegs gegen Landshut mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen nach Bietigheim. In einem hart umkämpften Spiel setzten sich die Steelers in der Schlussphase der Partie mit 3:1 gegen die Sachsen durch.

SCB-Trainer Alexander Dück baute die Startformation im Vergleich zum Freitag um. In der ersten Reihe der Steelers standen neben Goalie Olafr Schmidt nun die Verteidiger Tim Schüle und Arne Uplegger neben Mike Fischer, Brett Kamp und Marek Racuk auf dem Eis. Die Bietigheimer gerieten gleich zu Beginn in Unterzahl, nachdem Arne Uplegger eine Zwei-Minuten-Strafe wegen Beinstellens kassiert hatte. Die Gäste aus Sachsen, die von vielen mitgereisten Fans lautstark unterstützt wurden, hatten die erste große Chance der Partie. Nach Zuspiel von Corey Mackin traf Maxim Trepanier aber nur den Außenpfosten des Bietigheimer Kastens. Das Penalty Killing der Steelers funktionierte ansonsten und die Ellentäler hielten sich schadlos. Auch nach der Überzahl waren zunächst die Eispiraten die spielbestimmende Mannschaft mit mehr Scheibenbesitz.

Mit zunehmender Spieldauer kamen die Hausherren aber besser in die Partie. Noch in Unterzahl brachte Marek Racuk das Hartgummi aus spitzem Winkel auf das Tor der Gäste. Doch Keeper Kevin Reich parierte gut. Im ersten eigenen Power-Play vergab Brett Kemp nach Zuspiel von Arne Uplegger in aussichtsreicher Position. Doch auch wenn das Überzahlspiel von den Ellentälern nicht in ein Tor umgemünzt werden konnte, waren die Bietigheimer nun richtig gut im Spiel und sie setzten sich auch im Fünf-gegen-Fünf gut im gegnerischen Drittel fest.

Uplegger erzielt das 1:0

Nach einem gewonnenen Bully von Tyler McNeely kam die Scheibe zu Arne Uplegger und der 27-Jährige zögerte nicht lange, sondern zog aus halbrechter Position direkt ab. Das Hartgummi sauste an Crimmitschaus Keeper Reich vorbei ins lange Eck zum 1:0 (19.).

Ins zweite Viertel starteten die Ellentäler in Überzahl. Mirko Sacher hatte Ende des ersten Durchgangs noch eine Strafzeit wegen Beinstellens erhalten. Im Power Play hatten die Steelers die gute Gelegenheit direkt den zweiten Treffer nachzulegen. Doch nach einer Kombination von Uplegger, Fonstad und Dugan landete der Direktschuss des Bietigheimer Goldhelms nur am Außengestänge des Tors der Gäste. Nachdem die Drangphase der Ellentäler langsam abebbte, kam Crimmitschau wieder besser in die Partie.

Mick Hochreither rutschte die Scheibe als letzter Mann weg und Louis Brune startete durch, um alleine auf Steelers-Keeper Olafr Schmidt zusteuern zu können. Doch der Bietigheimer Schlussmann reagierte blitzschnell, kam aus seinem Kasten angestürmt und fegte den Puck vor Brune weg.

Crimmitschau blieb anschließend am Drücker. Viel Glück hatten die Hausherren, als ein verdeckter Schuss von Felix Thomas von Höhe der blauen Linie an den rechten Außenpfosten knallte. Die Steelers lauerten auf Kontergelegenheiten. Doch zuerst scheiterte Kemp mit einem Schuss ans Außennetz, anstatt den in den freien Raum gelaufenen Tyler McNeely zu bedienen. Und auch Marek Racuk gelang es anschließend nicht, Eispiraten-Torhüter Reich in einer Eins-gegen-Eins-Situation zu überwinden.

Und so ging es nach einem torlosen zweiten Drittel weiterhin beim Stand von 1:0 in den Schlussabschnitt. In die letzten 20 Minuten starteten die Bietigheimer gut. Nach einem Pass von Kemp scheiterte Racuk am Gäste-Keeper. Als Benedikt Jiranek nach einem Check auf die Strafbank musste, nutzten die Eisbären aber ihre Chance. Adam McCormick legte in Überzahl quer auf Corey Mackin und der netzte per Direktschuss zum 1:1 ein (48.).

Doppelschlag zum Sieg

Doch in den Schlussminuten waren es nicht die Gäste, sondern die Steelers, die mehr auf den Führungstreffer drängten. Pawel Dronia zog vom DEL 2-Logo ab und der verdeckte Schuss sauste ins Tor (56.). Anschließend gerieten Dugan und Scalzo aneinander. Es gab für beide je zwei Strafminuten, für den Crimmitschauer jedoch zwei weitere Minuten wegen übertriebener Härte. Das brachte den Steelers eine willkommene Überzahlsituation. Die Zeit lief munter runter. Erst in der Schlussminute konnten die Gäste den Goalie ziehen. Doch nach nur zehn Sekunden entschied Cole Fonstad das Spiel mit seinem Treffer in den leeren Kasten.

„Wie erwartet war es ein sehr enges Spiel“, betonte SCB-Trainer Dück. „Crimmitschau ist eine sehr gute Mannschaft. Für uns galt es, die Räume enger zu machen als am Freitag in Weiden und nah am Mann zu sein. Wir haben unsere Stärken nicht wirklich gut ausgenutzt. Aber die Jungs haben bis zum Schluss nicht aufgegeben, weiter Druck gemacht und das wurde belohnt.“ Am kommenden Freitag (19.30 Uhr) sind die Bietigheim Steelers zu Gast bei der Düsseldorfer EG.

 
 
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