Bis zur Verlängerung mussten die Fans in der Ege-Trans-Arena warten, dann sorgte Jack Dugan für den erlösenden Siegtreffer im ersten Heimspiel der Saison gegen die Lausitzer Füchse. Anstelle von Felix Noack hütete Keanu Salmik das Tor. Der 21-jährige Goalie kam somit zu seinem ersten Einsatz für die Steelers in der DEL2. Außerdem wurde auch auf den Ausländerpositionen rotiert. Für Mai Crnkic rückte Nolan Ritchie in den Kader. „Es war vor dem Wochenende unser Plan, dass alle Spieler zum Einsatz kommen“, erklärte Steelers-Trainer Tim Kehler nach dem Spiel.
Bietigheim Steelers Jack Dugan schießt die Ellentäler zum ersten Sieg
Beim ersten Heimspiel der neuen DEL2-Saison sind die Bietigheim Steelers gegen Lausitz überlegen, können aber erst in der Verlängerung den 4:3-Sieg sichern.
Von Beginn an agierten die Steelers mit einem harten Forechecking. Weißwassers Keeper Anthony Morrone geriet direkt unter Beschuss und konnte sich mehrfach auszeichnen. Schon früh in der Partie lag ein Tor der Bietigheimer in der Luft. Doch erst nachdem zwei Strafzeiten direkt hintereinander gegen Weißwasser ausgesprochen wurden, war es soweit. Im 5-gegen-3 hatten die Gäste einer schönen Kombination der Steelers nichts entgegenzusetzen. Arne Uplegger passte die Scheibe auf den links vom Tor positionierten Jack Dugan. Und der legte quer auf den am langen Pfosten lauernden Marek Racuk, der zum 1:0 einschob (11.). Nach einer Strafe gegen Cole Fonstad wegen Beinstellens sollten auch die Füchse offensiv etwas gefährlicher werden. Doch Keanu Salmik parierte erste Schüsse auf sein Tor souverän.
Steelers verpassen drittes Tor
Nachdem ein erstes Power Play den Gästen etwas Auftriebes gegeben hatte, war das alte Kräfteverhältnis im 5-gegen-5 wiederhergestellt. Der im Zentrum völlig frei stehende Steven Raabe zog ab und hämmerte das Hartgummi ins linke Eck zum umjubelten 2:0 (15.). Anschließend ließen die Ellentäler einige gute Chancen liegen. Vor Ende des ersten Drittels verkürzten die Lausitzer Füchse. Der hinter dem Bietigheimer Tor stehende Bryan Lemos spielte einen punktgenauen Pass auf Füchse-Neuzugang Jacob Schmidt-Svejstrup, der unmittelbar vor dem Tor den Puck an Salmik vorbeischlenzte.
Der Anschlusstreffer gab den Füchsen Aufwind und die Sachsen waren nun voll im Spiel. Im Zusammenspiel mit Alex Brännstam kam plötzlich David Rundqvist vor Salmik frei zum Abschluss und brachte die Scheibe zum 2:2-Ausgleich im Tor unter (27.). Es rächte sich, dass die Steelers aus ihrer frühen Überlegenheit zu wenig gemacht hatten. Erst nach dem Powerbreak stellte sich wieder die Dominanz des Auftaktdrittels ein. Doch die Steelers, die nun wieder aus allen Lagen auf das Tor der Lausitzer feuerten, fanden weiter in Anthony Morrone ihren Meister. Der Gäste-Keeper blieb blitzsauber im Mitteldrittel. Es ging mit einem Remis in den Schlussabschnitt.
Der startete mit Großchancen auf beiden Seiten. Ein Schuss von Weißwassers Schmidt-Svejstrup ging knallte ans Aluminium. Nur knapp neben das Tor ging auch ein Schuss von Mike Fischer, an den Morrone nicht mehr herangekommen wäre. Es dauerte wieder bis zum Power Play, ehe die Steelers einnetzen konnten. Im erneuten Fünf-gegen-Drei war es Cole Fonstad, der nach einem Bully aus dem Zentrum draufhielt und die erneute Führung besorgte. Doch nach einer Strafe gegen Justin Büsing sollten auch die Gäste nochmal treffen. Sieben Sekunden vor Ablauf des Power Plays netzte Bryan Lemos in der Schlussminute zum 3:3-Ausgleich ein.
Bewährte Achse sichert Heimsieg
In der Verlängerung ließ Jack Dugan alleine auf Anthony Morrone zufahrend zunächst eine Riesenchance auf den Siegtreffer aus. Beide Teams kassierten dann in der Overtime Strafen. Doch am Ende im Vier-gegen-Vier war es die aus der Vorsaison bewährte Achse bestehend aus Marek Racuk, Cole Fonstad und Jack Dugan, die für den Auftaktsieg der Bietigheimer sorgte. Dugan verwertete ein Zuspiel von Fonstad auf den kurzen Pfosten und versetzte mit seinem Treffer die Fans in der Ege-Trans-Arena in Ekstase.
„Wir sind gut gestartet und hätten die Führung weiter ausbauen können“, resümierte Steelers-Trainer Kehler. „Wir brauchen mehr Killer-Instinkt in den frühen Phasen des Spiels. Da sind wir etwas vom Gas gegangen.“
Am kommenden Freitag (19.30 Uhr) empfangen die Steelers die Blue Devils Weiden.
