Bietigheim Steelers Joshua Rust richtet den Blick nach seiner Verletzung nur nach vorne

Von Niklas Braiger
Joshua Rust ist nach seinem Kreuzbandriss wieder auf dem Weg der Besserung. Vier Tage mit den Physiotherapeuten in der Woche sollen ihm schnell aufs Eis helfen. Foto: Ralf Poller/Avanti

Das Eishockey-Talent der Bietigheim Steelers ist nach seinem zweiten Kreuzbandriss in der Reha und will aber nichts überstürzen.

Auf den Sozialen Medien teilen seine Mitspieler Beiträge aus dem Urlaub, wie sie die Sonne und die spielfreie Zeit genießen. Joshua Rust hingegen ist im Kraftraum und bei den Physiotherapeuten und ackert dort für sein Comeback. Der 20-jährige Stürmer der Bietigheim Steelers riss sich Mitte März das Kreuzband und war so im Saisonendspurt zum Zugucken verdammt. „Klar habe ich mir den Sommer ein bisschen anders vorgestellt, aber ich kann ihn doch auch genießen“, erzählt er, der etwa in Lissabon etwas Sonne tanken konnte. Mittlerweile macht er Tag für Tag Fortschritte. „Die Reha läuft sehr gut. Am 28. März hatte ich meine OP und der Heilungsverlauf läuft perfekt. Ich bin mit den Mannschaftsphysios vier Mal die Woche am Trainieren“, berichtet Rust.

Bereits der zweite Fall am Knie

Die Verletzung ist jedoch nicht die erste für ihn. „Ich habe in meiner ganzen Karriere noch nie etwas gehabt, vielleicht mal eine kleine Prellung“, erzählt der Stürmer. „Und dann kam auf der gleichen Seite wie jetzt ein Kreuzbandriss im Oktober 2021. Das war das erste Mal.“ Im März kam es dann im Training bei einer Zweikampfübung zum zweiten Vorfall, erklärt der Bietigheimer. „Ich wollte einem Mitspieler ausweichen und hochspringen. Da hat sich die Schlittschuhkufe verkantet und ich bin mit dem Knie nach innen weggeknickt“, schildert Rust den Ablauf.

Doch für ihn ist klar, dass der zweite Vorfall schwerer wiegt. Neben dem Fakt, dass er sein Team in den Playdowns nicht unterstützen konnte, wusste er natürlich, was an Arbeit auf ihn zukommt. „Als ich im Training das gleiche Gefühl wieder hatte, hatte ich Angst, dass es wieder dasselbe ist. Als dann die Diagnose da war, ist eine kleine Welt für mich zusammengebrochen.“ Doch mittlerweile hat er den Rückschlag weggesteckt: „Ich habe mich inzwischen gut damit abgefunden und schaue nach vorne“, sagt der Ellentäler.

Auf dem Eis stand Rust bislang noch nicht. „Ich will mir diesmal die Zeit nehmen und es komplett ausheilen, ich will da nichts anbrennen lassen. Da mache ich mir keinen Stress.“ Beim Trainingslager Mitte August wird er aber natürlich am Start sein und – wenn der Heilungsprozess gut verläuft – ein paar Runden auf dem Eis drehen. „Ich denke, dass ich so Ende Oktober in den Spielbetrieb einsteigen werde, wenn alles glatt läuft“, hofft er.

Vertrag trotzdem verlängert

Trotz seiner Verletzung hat er vom Verein das Vertrauen bekommen und den Vertrag verlängert. „Das nimmt mir enorm viel Druck raus, wenn dir gesagt wird, dass du das Vertrauen hast“, erzählt Rust, der seitdem er acht Jahre alt ist für den SCB auf dem Eis steht. „Ich war oft im Gespräch mit Trainer Alexander Dück und Geschäftsführer Gregor Rustige. Sie wissen, dass sie auf mich zählen können.“ Damit wird er auch in der kommenden Oberliga-Saison auf dem Eis für die Steelers stehen – dann hoffentlich ohne weitere schwere Verletzungen.

 
 
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