Bietigheim Steelers Kehler wird neuer Steelers-Trainer

Von ust
Nach zuletzt drei Jahren als Co-Trainer in Schwenningen übernimmt Tim Kehler die Steelers als neuer Cheftrainer. Foto: /Heike Feiner/Eibner

Die Bietigheimer haben mit Tim Kehler ihren neuen Headcoach gefunden. Der 54-jährige Kanadier tritt die Nachfolge von Alexander Dück an.

Schon am vergangenen Freitag haben sich die Gerüchte verdichtet, dass Tim Kehler die Nachfolge von Alexander Dück antreten und neuer Cheftrainer der Steelers werden könnte (die BZ berichtete). Nun haben die Bietigheimer offiziell bestätigt, dass der Kanadier die Position des Headcoaches im Ellental übernimmt.

In den vergangenen drei Jahren fungierte Tim Kehler als Co-Trainer von Steve Walker beim DEL-Klub Schwenninger Wild Wings. Nun erhält der 54-Jährige bei den Steelers die Möglichkeit, wieder hauptverantwortlich als Headcoach zu arbeiten. „Ich freue mich sehr, der neue Headcoach der Bietigheim Steelers zu sein“, betont Tim Kehler nach seiner Vertragsunterschrift bei den Ellentälern. „Der Standort blickt auf eine Geschichte voller Erfolge zurück und ich bin begeistert davon, ein Teil einer so traditionsreichen Organisation zu werden. Ich möchte mich bei Gregor Rustige für die Möglichkeit bedanken. Ich kann es kaum erwarten nach Bietigheim zu kommen und mit der Arbeit zu beginnen.“

Viel Erfahrung und Renommee

In seiner langjährigen Trainerlaufbahn hat Tim Kehler international und national viel Erfahrung gesammelt und kann einige Erfolge vorweisen. Auch die DEL2 ist dem Kanadier bestens vertraut. In Deutschlands zweithöchster Spielklasse arbeitete er als Headcoach in Frankfurt, Kassel und Ravensburg. Vor allem in seiner Zeit bei den Löwen Frankfurt sorgten Kehler und seine damalige Mannschaft für Furore. Unter seiner Führung stiegen die Mainstädter im Jahr 2014 nicht nur in die DEL2 auf, sondern legten zudem eine unfassbare Rekord-Serie von 49 Siegen in Folge auf das Eis. Nach zweieinhalb Jahren bei den Löwen wechselte Kehler nach Österreich und arbeitete als Co-Trainer beim EC Red Bull Salzburg. Es folgte im Jahr 2018 die Rückkehr nach Deutschland zu den Kassel Huskies in die DEL2. Nachdem er zunächst als Duo mit Bobby Carpenter die Hauptverantwortung bei den Nordhessen trug, wurde er bald zum alleinigen Headcoach befördert.

In der Saison 2020/2021 wurde Kehler als „Trainer des Jahres“ in der DEL2 ausgezeichnet. Dass es in dieser Spielzeit für den ganz großen Wurf nicht reichte, lag an den Bietigheim Steelers, die sich im Finale gegen Kassel in fünf Spielen durchsetzen konnten.

Drei Erfolgsjahre in Schwenningen

Vorzeitig endete Kehlers Zeit hingegen bei den Ravensburg Towerstars, die sich trotz Tabellenplatz vier im Januar 2023 von ihm trennten. In Schwenningen galt der British Columbia geborene Kehler als geschätzter Zuarbeiter von Steve Walker und wichtiger Erfolgsfaktor bei den Wild Wings. In den vergangenen drei Spielzeiten erreichten die Wildschwäne unter der Leitung von Walker und Kehler zweimal das Playoff-Viertelfinale und einmal die Pre-Playoffs.

„Uns war besonders wichtig, einen Trainer zu finden, der nicht nur sportlich überzeugt, sondern auch menschlich zu unserem Umfeld, unserer Region und zur Identität unseres Clubs passt“, erklärt Steelers-Geschäftsführer Gregor Rustige. „Auf dieser Grundlage haben wir die Kandidatenliste erstellt und gemeinsam mit dem Aufsichtsrat die Kandidaten ausgewählt, mit denen wir den Austausch vertieft haben. Die Gespräche mit Tim waren dabei von Anfang an sehr offen, respektvoll und vertrauensvoll. Bereits früh hatte ich das Gefühl, dass er hervorragend zu den Bietigheim Steelers passt – sowohl menschlich als auch sportlich. Umso mehr freuen wir uns, dass wir ihn als neuen Cheftrainer für unseren gemeinsamen Weg gewinnen konnten.“  ust

 
 
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